To-Do-Liste
...Zimmer aufräumen, putzen und abends im gewienerten Zimmer die Erneuerung anlässlich eines maggischen Rituals feiern.
...Nori-Algen, Shiitake-Pilze, Avocado, Gurke, gefrorenes Surimifleisch, Zitronen, Fischeier, Frischhaltefolie, eingelegten Ingwer, Konbu, Nori-Blätter, Eier und Essig einkaufen.
...Trommelspur suchen und finden oder neu aufnehmen und verschicken
...bestimmte Sushi-Zutaten schon mal vorbereiten für morgen.
Und dann mache ich mir ab und zu so Gedanken. Nämlich Gedanken über den Sinn von Weblogs, und die Folgen individueller Sinnhaftigkeit von Weblogs für zwischenmenschliche Beziehungen.
Für mich hat ein Weblog den Sinn, daß es für mich ein vergängliches (alles, was aus Bytes ist, ist sehr vergänglich) kurzfristiges Erinnerungs-Sträusschen ist, daß es dabei auch lesenswert und unterhaltsam ist und mich und andere auf interessante Gedanken bringt. Also z.b. - worüber könnte man sich mal 'ne Birne machen, was könnte man mit seiner Freizeit anfangen, was gibt es an Dingen zu sehen und zu entdecken im normalen Alltag....
Jetzt isses aber so, daß es anderen Leuts nicht so geht, für die ist ein Weblog wirklich genau das, was früher ein Tagebuch auf Papier war, nur eben öffentlich. Das bringt mir manchmal Probleme, nämlich, wenn man dann sozusagen zwischenmenschliche und private Probleme in der breiten Blog-Öffentlichkeit für sich verarbeitet. Besonders bringt es mir Probleme, wenn diese privaten Probleme, die da verarbeitet werden, mit meiner Person was zu tun haben.
Dann tritt irgendwie für alle Seiten der "Si Tacuisses" - Effekt ein.
Dieser Effekt bewirkt, daß erstens die Leute, die in den Einträgen scheinbar erwähnt werden, sich zähneknirschend auf ihre Finger setzen und sich überlegen, ob sie mit dieser Darstellung leben können, weil sich das Ganze aus ihrer Sicht ganz anders darstellt.
Wenn sie das nicht schaffen, tritt der "Doppler-Si-Tacuisses" Effekt ein, nämlich, daß für die Öffentlichkeit wiederum nicht nur die eine Seite der privaten Gefühle, sondern auch eine andere Ansicht zu dem Problem, sichtbar wird, was dann dazu führt, daß sich die ursprünglich Schreibenden auf die Finger setzen und zähneknirschend vermeiden, daß diese privaten Probleme vor aller Öffentlichkeit auch noch diskutiert werden, und daß sich bislang noch unbeteiligte Dritte, die vll. auch eine Sicht zum Thema haben, zähneknirschend auf ihre Finger setzen...
Schaffen sie das nicht, tritt der "Si-Tacuisses-SuperGAU" ein, der sich dergestalt äussert, daß irgendwann menschliche Tragödien, Komödien oder sonstige Dramen zur Unterhaltung gelangweilter Internetsurfer verkommen oder gar zur Belustigung von Leuten, die einem nicht mehr grün sind.
Ein Weblog ist meiner Meinung nach eindeutig kein Ersatz für ein Tagebuch aus Papier, dem man ALLES anvertrauen kann. "Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand" spricht der Volksmund. Im Zeitalter von Weblogs könnte man fast sagen, "Ob du willst oder nicht, wirst du Lauscher an der Wand, und ehe du dichs versiehst, liest du schon deine eigene Schand".
So könnte man den "Si-Tacuisses-Effekt" auch "Lauscher an der Wand-Effekt" nennen - eintreten tut das konkret ja eher sehr selten.
Ich muss zumindest sagen, daß ich in 99,9% der Fälle sehr gerne Weblogs lese, da das eben so selten mal eintritt, und auch gegen ein wenig Geläster - wo der "Lauscher an der Wand-Effekt" sozusagen auf amüsante Weise bewusst eingplant wird, hab ich gar nix einzuwenden.
Und nun ab zu http://www.sushi-tsu.de - und ordentlich einspeicheln *ggg*
Das ist gut für die Zähne!
...Nori-Algen, Shiitake-Pilze, Avocado, Gurke, gefrorenes Surimifleisch, Zitronen, Fischeier, Frischhaltefolie, eingelegten Ingwer, Konbu, Nori-Blätter, Eier und Essig einkaufen.
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...bestimmte Sushi-Zutaten schon mal vorbereiten für morgen.
Und dann mache ich mir ab und zu so Gedanken. Nämlich Gedanken über den Sinn von Weblogs, und die Folgen individueller Sinnhaftigkeit von Weblogs für zwischenmenschliche Beziehungen.
Für mich hat ein Weblog den Sinn, daß es für mich ein vergängliches (alles, was aus Bytes ist, ist sehr vergänglich) kurzfristiges Erinnerungs-Sträusschen ist, daß es dabei auch lesenswert und unterhaltsam ist und mich und andere auf interessante Gedanken bringt. Also z.b. - worüber könnte man sich mal 'ne Birne machen, was könnte man mit seiner Freizeit anfangen, was gibt es an Dingen zu sehen und zu entdecken im normalen Alltag....
Jetzt isses aber so, daß es anderen Leuts nicht so geht, für die ist ein Weblog wirklich genau das, was früher ein Tagebuch auf Papier war, nur eben öffentlich. Das bringt mir manchmal Probleme, nämlich, wenn man dann sozusagen zwischenmenschliche und private Probleme in der breiten Blog-Öffentlichkeit für sich verarbeitet. Besonders bringt es mir Probleme, wenn diese privaten Probleme, die da verarbeitet werden, mit meiner Person was zu tun haben.
Dann tritt irgendwie für alle Seiten der "Si Tacuisses" - Effekt ein.
Dieser Effekt bewirkt, daß erstens die Leute, die in den Einträgen scheinbar erwähnt werden, sich zähneknirschend auf ihre Finger setzen und sich überlegen, ob sie mit dieser Darstellung leben können, weil sich das Ganze aus ihrer Sicht ganz anders darstellt.
Wenn sie das nicht schaffen, tritt der "Doppler-Si-Tacuisses" Effekt ein, nämlich, daß für die Öffentlichkeit wiederum nicht nur die eine Seite der privaten Gefühle, sondern auch eine andere Ansicht zu dem Problem, sichtbar wird, was dann dazu führt, daß sich die ursprünglich Schreibenden auf die Finger setzen und zähneknirschend vermeiden, daß diese privaten Probleme vor aller Öffentlichkeit auch noch diskutiert werden, und daß sich bislang noch unbeteiligte Dritte, die vll. auch eine Sicht zum Thema haben, zähneknirschend auf ihre Finger setzen...
Schaffen sie das nicht, tritt der "Si-Tacuisses-SuperGAU" ein, der sich dergestalt äussert, daß irgendwann menschliche Tragödien, Komödien oder sonstige Dramen zur Unterhaltung gelangweilter Internetsurfer verkommen oder gar zur Belustigung von Leuten, die einem nicht mehr grün sind.
Ein Weblog ist meiner Meinung nach eindeutig kein Ersatz für ein Tagebuch aus Papier, dem man ALLES anvertrauen kann. "Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand" spricht der Volksmund. Im Zeitalter von Weblogs könnte man fast sagen, "Ob du willst oder nicht, wirst du Lauscher an der Wand, und ehe du dichs versiehst, liest du schon deine eigene Schand".
So könnte man den "Si-Tacuisses-Effekt" auch "Lauscher an der Wand-Effekt" nennen - eintreten tut das konkret ja eher sehr selten.
Ich muss zumindest sagen, daß ich in 99,9% der Fälle sehr gerne Weblogs lese, da das eben so selten mal eintritt, und auch gegen ein wenig Geläster - wo der "Lauscher an der Wand-Effekt" sozusagen auf amüsante Weise bewusst eingplant wird, hab ich gar nix einzuwenden.
Und nun ab zu http://www.sushi-tsu.de - und ordentlich einspeicheln *ggg*
Das ist gut für die Zähne!
distelfliege - 26. Okt, 11:47


