Boaaaaaaaah ey also früher hab ich mal exzessiv und gern und leidenschaftlich in die Länge gezogen gekocht. Ich hab so drei bis vier Stunden dazu gebraucht, und von vorn bis hinten hat das Spaß gemacht und sich gelohnt.
Das waren richtige Rituale. Das war echt die Obermagie, diese Kochsessions. Ich glaube, das geht auch nur, wenn man nicht routinemässig kocht oder kochen muss um ein paar hungrige Kindermäuler zu stopfen. Bei mir wars früher die Mitbewohnerschaft in der Gemeinschaftsküche, die sich dann übers Essen gefreut hat. Was dann eher etwas unwürdig war, war daß wenn was übrig war, das heimlich in der Nacht von der (wussten wir damals nur nicht) Bulimie-Kranken alles weggeschlungen und wieder rausgekotzt wurde. So im Rückblick, das ist nu auch wieder 10 Jahre her *wargs die Zeit vergeht* finde ich das schon seltsam, für mich wars heiliges Soul Food, für sie wars Suchtbefriedigung. Was sie jetzt wohl macht? Ob sie ihre Eßstörung mittlerweile überwunden hat?
Heute ist das mit dem Kochen selten geworden, ich nähe lieber *g*
Aber trotzdem brauch ich ab und zu "Soul Food" und das bedeutet, etwas kochen, was man wirklich supergerne essen würde, und nicht einfach irgendwas zu satt werden. Das ganze zelebrieren und in der Textur, dem Geschmack und dem Aussehen und dem DUFT jeder Zutat schwelgen.
lägger schmägger!
Ich finde, Zeit zu haben zum Kochen, das ist absolut nicht irgendwas wo man dran sparen muss, gut, wenn man nicht gerne lange Kochorgien abzieht, dann kann man natürlich zeitsparende Mittel einsetzen. Aber ich finde ja, daß das Zubereiten von Lebensmitteln etwas ist, das nicht zu sehr automatisiert sein sollte, einfach wegen der Lebensqualität. Man ist dem Zeug einfach sehr nahe und ich finde, dieser Prozeß des Kochens aus Spaß und mit Zeit und Muße hat was sehr heilendes an sich.