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Dienstag, 6. November 2007

Gentrizfizierung

Anlässlich dessen, daß ein Soziologe wegen Verwendung dieses Wortes bei einer Google-Suche ins Visier des BKA geriet, worüber Karan einen Polylux-Bericht eingestellt hat in ihr Blog, können wir ja unseren Wortschatz erweitern.

Gentrifizierung

Kommt vom engl: "Gentry" - was niederer Adel oder "bessere Leute" bedeutet, und beschreibt einen Prozess, wo aus einem armen Stadtviertel ein Yuppie-Viertel wird, und sich auch die Bewohner des Viertels nach und nach austauschen, (Ärmere durch Reichere) durch Mietpreisveränderungen, Veränderungen der Einkaufsmöglichkeiten usw.
Siehe auch Wikipedia: Gentrifizierung

bin krank

...grippaler Infekt nennt man das - nur daß sich keiner wundert...
daß nix kommt.

...

Sonntag, 4. November 2007

Erinnerungen

Heute hab ich mich daran erinnert, wie ich als Kind mit anderen Gummitwist gespielt habe. Und mir fiel kein einziger Reim mehr ein, den man dazu gesprochen oder gesungen hatte.
Boh, echt - kein einziger.
Dann hab ich im Internet geguckt und tatsächlich wieder welche gefunden.

Hau Ruck, Donald Duck, Micky Maus, rein, raus.

Unglaaaaublich was für einen Blödsinn wir als Kinder als Reime gehabt haben:

Em pom pie kolonie, kolonastik, em pom pi, kolonie
Akademie, Safari, Akademie, puff puff.

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Franzbrötchen nochma *g*

Ich war eben auf einer schicken Seite, wo es sogar eine Foto-Anleitung zu Franzbrötchen gibt.
Hier ist das Ganze zu sehen.
Sehr gut erkennbar ist auch, was passiert, wenn man eiskalte Scheiben Butter auf einem ungekühlten, weichen Teig verteilt, und was passiert, wenn man denen nur ein einmaliges Einschlagen vergönnt.
Nämlich von Blätterung kann da keine Rede sein. Da könnte man sich viel Arbeit sparen und die eiskalten Butterstückchen direkt in den Teig reinkneten, aber so, daß sie sich nicht ganz darin auflösen, und sich die Einschlagerei schenken.

Ich würde folgendes machen:

1. Überlegen, ob ich die Milchmenge im Teig nicht etwas reduziere, immerhin kommt auch noch Butter in den Teig. Ausserdem würde ich die Milch nicht erhitzen.
2. Hefe von mir aus in der Milch aufschlämmen, ansonsten einfach alles in eine Schüssel und kneten.
3. ca. 15 Minuten Teigruhe, egal ob sich das Zeug in der Zeit verdoppelt oder nicht.
4. Die 200 g Butter mit 10-20 g Mehl (wieviel wird das sein, viel nicht, also sagen wir mal einen Eßlöffel) verkneten. (Knethaken im Mixer z.b.) Ohne Mehl is die nicht elastisch genug.
5. Die Butter, die möglichst nicht zu weich sein sollte, auf einer gut bemehlten Fläche zu einer rechteckigen, flachen Platte flachklopfen und ab in den Kühlschrank.
6. Teig zu einem Rechteck ausrollen, und ebenfalls ab in den Kühlschrank.
7. Wir warten 30 - 45 Minuten, je nachdem wie kalt der Kühlschrank ist. *g*
8. Die Butterplatte auf die grösse des halben Rechtecks des Teiges ausrollen, dabei hilft Mehl gegen Kleben. Die Butter sollte nicht zu hart sein, aber weich auf keinen Fall. Konsistenz wie Plastillin ist am besten. Die Butterplatte sollte ein wenig dicker sein als der Teig.
9. Butterplatte in den Teig einschlagen. Jetzt kann man den Teig samt der innen liegenden Butterplatte ausrollen, aber nicht zu einem Rechteck, sondern am besten eine lange Bahn. Immer schön in die Länge rollen, nicht in die Breite. Und keine Gewalt, die Butter kann sich nicht unbegrenzt schnell dehnen und würde sonst reissen.
Schmalzt die Butter an den Seiten raus, ist sie eindeutig zu warm - drückt sie durch den Teig, ist dieser zu warm oder zu weich (zu viel Milch drin)
10. Nu schlägt man ein Drittel der Bahn ein und das andere Drittel darüber, rollt das ganze nur ein wenig flach und dann mit ner aufgeschnittenen Plastiktüte bedeckt/eingewickelt, in den Kühlschrank. 15 Minuten sind nix, besser wieder 30-45 Minuten.
Da wir eine lange Bahn ausgerollt haben, haben wir nach dem Einschlagen wieder ein Rechteck. Sehr praktisch.
11. Das ganze aus dem Kühlschrank nehmen und nochmal zu einer langen Bahn ausrollen. jetzt kann man das wiederholen mit dem Einschlagen. Und wieder mal in die Tüte, in den Kühlschrank, ca. 45 Minuten. (das kann man auch noch ein Drittes Mal machen...kann man ja dann sehen ob einem mehr oder weniger Schichten besser gefallen)
12. Jetzt rausnehmen und das so weiter verarbeiten wie auf den Bildern... also ausrollen, Rolle aufwickeln, Scheiben abschneiden, eindrücken.
13. Jetzt bloss nich an einem warmen Ort gehen lassen, zimmerwarm darf der Ort schon sein, aber nicht so warm, daß die Butter in den mühevoll reintourierten Schichten matschig würde und verlaufen. Also bloss nich auf die Heizung. Die Teile werden kommen, auch wenns nicht so warm ist. Es dauert evtl länger, aber sie werden kommen. Das ist ein Naturgesetz *g*
Bei uns sprühen wir im Kühlen garende Teile mit einem Zerstäuber mit Wasser ein, sonst bildet sich Borke am Ende noch, das wollen wir auch net.
14. Backen wie Martin geschrieben hat: "* Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad auf der mittleren Schiene backen. (20 - 30 Minuten, aber ich gehe lieber nach dem Aussehen - schön kross braun, nicht angebrannt.)"

Jo, hätt fast Lust, mal das Ganze auszuprobieren...
Mal sehen wann ich dazu komme.

Romantische Gebäckverklärung

...eben such ich so, angeregt durch Martin, nach Franzbrötchen und der Anzahl üblicher Touren bei denselbigen, da stoss ich bei einer Kochseite im Forum auf einen Thread... Tenor:
"Franzbrötchen schmecken nur in Hamburg!"
"Also, ausserhalb von Hamburg gibts halt keine guten Franzbrötchen.. jaja"

Das ganze kombiniert sich natürlich mit den massig hohen Erwartungen an einen einfachen Butterkeks, nur weil dieser einfache Butterkeks "Shortbread" heisst.
Oh boaaaah - alter! Shortbread ausserhalb Schottlands, Träume werden wahr - dabei ist es wirklich nur 1-2-3 Teig und ne doppelte Prise Salz.

Und Franzbrötchen scheint mir auch "nur" eben Plunderteig mit Zucker und Zimt zu sein.

Der logische Verstand sagt mir da also, daß Dinge wie Shortbread, Franzbrötchen... etc, pp. irgendwie ideologisch überhöht werden. "Die Psyche ißt mit" könnt ich auch sagen. Essen tut man dann nicht wirklich nur das Gebäck, sondern eine Idee, einen Hauch blaubemalter Braveheart-Atmosphäre oder eine Träumerei bunten St. Paulis.

Wobei ich echt nix sagen will gegen "die Psyche ißt mit". Ich finde schon, daß mit Liebe und Spaß an der Sache gebacken, das Gebäck erst so richtig zum Gebäck wird. Insofern ißt die Psyche immer mit *g* Aber natürlich reagier ich dann auch grad auf solche Franzbrötchen-Threads in irgendwelchen Foren etwas indigniert, daß uns BäckerInnen, die halt nicht in Hamburg backen, son Franzbrötchen scheints net zugetraut wird.
dat is irgendwie so wie mit "von echten Indianern handgeflochtene Traumfänger" - kommts da auf die Liebe zum Handwerk an oder vielmehr darauf, daß man sich ein Stück Urlaubsflair, oder Lokalkolorit oder authentisch imaginierte Spiritualität kaufen will?

Was ich noch verstehe, ist einzig die angebliche Unwiederbringlichkeit der "Ost-Schrippe" - da ich gehört habe, daß es in der DDR andere Mehltypen gab als in der BRD. Wobei sich da auch die Geister scheiden und es eine einzige Grauzone ist, wieviel daren romantische Gebäckverklärung ist, und wieviel daran faire Gebäckbeurteilung *g*
Bei Ost-Schrippen hab ich mal die Erfahrung gemacht, daß die selbe Schrippe eine Ost-Schrippe war, wenn ein Ossi das behauptet, aber wenn ein Wessi dann sagt, diese Schrippe wäre wie ne Ost-Schrippe, ist es urplötzlich keine mehr. *wuahaha*

Was die Ost-Schrippe angeht, halte ich mich natürlich grundsätzlich zurück, denn als Wösi werde ich niemals wissen, was eine Ost-Schrippe ist. Das ist einfach so. Weil es Teil von Identitätskonstruktion ist, eine Ostschrippe beurteilen zu können, und deswegen dürfen auch nur Ossis Ost-schrippen beurteilen können. Wenn das jeder lernen könnte, das wäre gar nich gut.

Montag, 29. Oktober 2007

Ich und Fotos..

...also, das Sushi-Foto hab ich noch immer nicht bearbeitet.
Ausserdem fällt mir ein, muss ich immer noch Fotos von Mabon verschicken an die Beteiligten. AscheaufmeinHaupt!

Übrigens: Ich liebe meinen Beruf!
Ich LIEEEEEEEEEEEEEEEEEEEBE das Backen von vorn bis hinten und von Ost nach West und Nord nach Süd.
*Bäckerei abherz und abknutsch*
(Vor-)letzte Woche habe ich Shortbread und Dinkel-Kekse mit Kakao marmoriert gebacken, und die sind weggegangen wie warme Semmelchen.

Freitag, 26. Oktober 2007

To-Do-Liste

...Zimmer aufräumen, putzen und abends im gewienerten Zimmer die Erneuerung anlässlich eines maggischen Rituals feiern.
...Nori-Algen, Shiitake-Pilze, Avocado, Gurke, gefrorenes Surimifleisch, Zitronen, Fischeier, Frischhaltefolie, eingelegten Ingwer, Konbu, Nori-Blätter, Eier und Essig einkaufen.
...Trommelspur suchen und finden oder neu aufnehmen und verschicken
...bestimmte Sushi-Zutaten schon mal vorbereiten für morgen.

Und dann mache ich mir ab und zu so Gedanken. Nämlich Gedanken über den Sinn von Weblogs, und die Folgen individueller Sinnhaftigkeit von Weblogs für zwischenmenschliche Beziehungen.
Für mich hat ein Weblog den Sinn, daß es für mich ein vergängliches (alles, was aus Bytes ist, ist sehr vergänglich) kurzfristiges Erinnerungs-Sträusschen ist, daß es dabei auch lesenswert und unterhaltsam ist und mich und andere auf interessante Gedanken bringt. Also z.b. - worüber könnte man sich mal 'ne Birne machen, was könnte man mit seiner Freizeit anfangen, was gibt es an Dingen zu sehen und zu entdecken im normalen Alltag....
Jetzt isses aber so, daß es anderen Leuts nicht so geht, für die ist ein Weblog wirklich genau das, was früher ein Tagebuch auf Papier war, nur eben öffentlich. Das bringt mir manchmal Probleme, nämlich, wenn man dann sozusagen zwischenmenschliche und private Probleme in der breiten Blog-Öffentlichkeit für sich verarbeitet. Besonders bringt es mir Probleme, wenn diese privaten Probleme, die da verarbeitet werden, mit meiner Person was zu tun haben.
Dann tritt irgendwie für alle Seiten der "Si Tacuisses" - Effekt ein.
Dieser Effekt bewirkt, daß erstens die Leute, die in den Einträgen scheinbar erwähnt werden, sich zähneknirschend auf ihre Finger setzen und sich überlegen, ob sie mit dieser Darstellung leben können, weil sich das Ganze aus ihrer Sicht ganz anders darstellt.
Wenn sie das nicht schaffen, tritt der "Doppler-Si-Tacuisses" Effekt ein, nämlich, daß für die Öffentlichkeit wiederum nicht nur die eine Seite der privaten Gefühle, sondern auch eine andere Ansicht zu dem Problem, sichtbar wird, was dann dazu führt, daß sich die ursprünglich Schreibenden auf die Finger setzen und zähneknirschend vermeiden, daß diese privaten Probleme vor aller Öffentlichkeit auch noch diskutiert werden, und daß sich bislang noch unbeteiligte Dritte, die vll. auch eine Sicht zum Thema haben, zähneknirschend auf ihre Finger setzen...
Schaffen sie das nicht, tritt der "Si-Tacuisses-SuperGAU" ein, der sich dergestalt äussert, daß irgendwann menschliche Tragödien, Komödien oder sonstige Dramen zur Unterhaltung gelangweilter Internetsurfer verkommen oder gar zur Belustigung von Leuten, die einem nicht mehr grün sind.

Ein Weblog ist meiner Meinung nach eindeutig kein Ersatz für ein Tagebuch aus Papier, dem man ALLES anvertrauen kann. "Der Lauscher an der Wand hört seine eigene Schand" spricht der Volksmund. Im Zeitalter von Weblogs könnte man fast sagen, "Ob du willst oder nicht, wirst du Lauscher an der Wand, und ehe du dichs versiehst, liest du schon deine eigene Schand".
So könnte man den "Si-Tacuisses-Effekt" auch "Lauscher an der Wand-Effekt" nennen - eintreten tut das konkret ja eher sehr selten.

Ich muss zumindest sagen, daß ich in 99,9% der Fälle sehr gerne Weblogs lese, da das eben so selten mal eintritt, und auch gegen ein wenig Geläster - wo der "Lauscher an der Wand-Effekt" sozusagen auf amüsante Weise bewusst eingplant wird, hab ich gar nix einzuwenden.

Und nun ab zu http://www.sushi-tsu.de - und ordentlich einspeicheln *ggg*
Das ist gut für die Zähne!

Mittwoch, 24. Oktober 2007

MÄH!

...XVII - wenn du schon überlegst, Bauer zu werden, dann ist bestimmt noch ein Plätzchen Für diese schnuckligen Schnucken irgendwo.
Satan meets a Flokati!

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