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Sonntag, 20. Juli 2008

Here comes the sun!

Here comes the sun
and I say:

it's all right!

sonne2

sonne

Das habe ich vorgestern gebacken zu Übungszwecken.

Heute hab ich erfahren, daß meine Oma gestorben ist, . Sie war die letzte meiner Großeltern, die anderen sind schon vorher gestorben, und die, die ich am meisten, wenn auch nicht sehr, kannte. (Jaja, ich Auswandererkind..)

Gute Reise, du Sonnenkind, du warst echt cool!
Wir haben uns viele Jahre nicht gesehen aber ich finds gut, daß wir letztens zu deinem Geburtstag telefoniert haben. Daß du dich in nem echt guten Alter schnell und schmerzlos - scheints mit Leichtigkeit - von diesem Leben verabschiedet hast, find ich gut. Du hattest es immer mehr drauf gehabt als ich dachte. Muß grad an unsere letzte Aktion live gemeinsam denken, als wir in Wien den Naschmarkt unsicher gemacht haben und zusammen schwarzgefahren sind. Obwohl du einfach eine ganz andere Generation warst als ich, mit ganz anderen Werten und Bräuchen - von deiner Offenheit im Denken und von deiner Nettigkeit und deinem Humor hätte sich mancher was abschneiden können.
Danke, daß es dich in meinem Leben gegeben hat.

Cool und feminin Teil 2 - feminin und reaktionär.

Nachdem es gestern mal wieder eine längere Chatdiskussion gab über den Stil, der auf manchen Handarbeits-Weblogs ausgedrückt wird, werde ich mir mal wieder ein paar Gedanken machen.
Und zwar hatte ich schon mal einen Eintrag über Cool und feminin geschrieben, von dem ich gerne zwei Dinge nochmal betonen möchte:

1. Es ist uncool, wenn eine Entzweiung entlang der feminin/nicht-feminin-Grenze unter Frauen stattfindet
2. Unter dem Gesichtspunkt "alles ist Drag" ist feminin-verspieltes "Meeeetchen"-Zeug cool.

Das war damals allerdings ein eher kurz und einseitig geratenes Statement. Ist "verspieltes Mädchenzeug" tatsächlich immer cool?
Was ist, wenn durchgängig ein rosa-Bonbon-Püppchen-Bild gezeichnet wird, als Selbstbild einer erwachsenen, gestandenen Frau? Was sagt das aus über eine Frau? Und führt "süss sein" zu Respekt? Ist "süß sein" nicht vielmehr eine Einladung, die Frau zu verniedlichen, klein zu machen und ersetzt "süß" nicht "etwas können"?
Wenn wir mal den Tatsachen ins Auge sehen, ist in diesem unserem Lande (Deutschland) Nähen, Stricken und Häkeln - also häusliche Handarbeit - etwas, auf das man herunterschaut. Es hat kein Prestige.
Auf süße, niedliche Dinge schaut man auch herunter und findet sie allenfalls tätschelnswert.
Das noch in Kombination zu aktuellen Trends von neuer, cooler Häuslichkeit, back to herkömmliche Geschlechterrollen, Eva Herman, Rollback, Feminismus-was ist das-bestimmt son verklemmtes Emanzenzeug - eine bedenkliche Mischung irgendwo.

Ich kann an dieser Stelle nur auf das Statement der Nomadin verweisen, das sie als Kommentar zu "cool und feminin" verfasst hat, und ich werde das mal in voller Länge zitieren:

Ich finde diese ständige Abgrenzung zwischen Frauen, die klassisch feminines Zeug mögen und denen, die Geschlechtsstereotypen karikieren oder auflösen wollen auch blöd.
Ich trage gerne Röcke, hohe Schuhe und der Schule auch manchmal den strengen Lehrerinnen-Tussi-Look. Mir gefällt das und letzteres hat einfach auch eine ganz andere Wirkung als das Blümchenkleid und die flachen Sandalen. Für maskuliniere Kleidung fehlt mir der Körperbau, ich trag höchstens mal recht selten einen Anzug mit Krawatte als ironisches Statement.
Ich mag typisch weibliche Kleidung einfach. Daraus lässt sich aber noch gar nix über meine politische und gesellschaftliche Einstellung ableiten. Demnach kann ich mich dir nur anschließen. :)
Darüber hinaus würdeich aber noch hinzufügen, dass jedes stereotype Kopieren von Klischees m.E. langweilig ist, besonders, wenn es um selbstgemachtes Zeug geht. ich mag es, wenn Sachen einen Stilbruch oder ein ironisches Moment beinhalten, das den Betrachter irritiert.



Es enthält zwei Dinge, die ich wichtig finde:
Zum einen ist "femininer Stil" eine Frage des persönlichen Geschmacks und als solches genauso zu akzeptieren und zu respektieren wie jede andere Stilwahl auch.
Zum anderen sagt die Nomadin, daß es etwas anderes ist, wenn man Stilbrüche und ironische Momente einbaut, und eben nicht nur Klischees kopiert.
Insofern sehe ich eine zuckerlrosa Blümchenwelt, in der alles fein, süß und lieblich ist, wo sich Frauen "little Girl" nennen und so weiter, also die Selbstbarbiesierung (Wortkreation abgeleitet von Barbie) durchaus als ein Problem! Ohne damit jegliche feminine Stilistik abwerten zu wollen oder in die Trennungsfalle zu tappen.

Ich würde mir allerdings wünschen, daß bei Mancher mehr der Stilbrüche und Ironien im Spiel wären, sonst besteht in der Handarbeits-Szene wirklich die Gefahr, daß Meßlatten für Weiblichkeit/Mütterlichkeit entstehen, und Frauenbilder vermittelt werden, die (O-Ton einer Mitchatterin) "schweinereaktionär" sind. Der sprichwörtliche Apfelkuchen einer Eva Herman in Wort und Bild.

Die Lösung heisst ganz klar: Macht mehr drag!
Wenn ihr schon Theater spielt, dann spielt es bewusst. Und nicht den Witz vergessen *g*
Was spiele ich hier eigentlich?

Samstag, 19. Juli 2008

Künstlerin

Frances Trombly.

Echt irre!!!
Bringt mich zum Nachdenken.

Freitag, 18. Juli 2008

kein Zahlengedächtnis

..geht bei mir einfach gar net.
Vielleicht bringt ja das kalligraphische Rumwursteln mit bunten Tuschen auf einem grooooooooooßen Blatt Zeichenkarton etwas. Vielleicht kann ich mir den Krempel dann besser merken?

zahlen

Best things are free (17): Zeit zum Kochen

Boaaaaaaaah ey also früher hab ich mal exzessiv und gern und leidenschaftlich in die Länge gezogen gekocht. Ich hab so drei bis vier Stunden dazu gebraucht, und von vorn bis hinten hat das Spaß gemacht und sich gelohnt.
Das waren richtige Rituale. Das war echt die Obermagie, diese Kochsessions. Ich glaube, das geht auch nur, wenn man nicht routinemässig kocht oder kochen muss um ein paar hungrige Kindermäuler zu stopfen. Bei mir wars früher die Mitbewohnerschaft in der Gemeinschaftsküche, die sich dann übers Essen gefreut hat. Was dann eher etwas unwürdig war, war daß wenn was übrig war, das heimlich in der Nacht von der (wussten wir damals nur nicht) Bulimie-Kranken alles weggeschlungen und wieder rausgekotzt wurde. So im Rückblick, das ist nu auch wieder 10 Jahre her *wargs die Zeit vergeht* finde ich das schon seltsam, für mich wars heiliges Soul Food, für sie wars Suchtbefriedigung. Was sie jetzt wohl macht? Ob sie ihre Eßstörung mittlerweile überwunden hat?

Heute ist das mit dem Kochen selten geworden, ich nähe lieber *g*
Aber trotzdem brauch ich ab und zu "Soul Food" und das bedeutet, etwas kochen, was man wirklich supergerne essen würde, und nicht einfach irgendwas zu satt werden. Das ganze zelebrieren und in der Textur, dem Geschmack und dem Aussehen und dem DUFT jeder Zutat schwelgen.

kochn

lägger schmägger!

Ich finde, Zeit zu haben zum Kochen, das ist absolut nicht irgendwas wo man dran sparen muss, gut, wenn man nicht gerne lange Kochorgien abzieht, dann kann man natürlich zeitsparende Mittel einsetzen. Aber ich finde ja, daß das Zubereiten von Lebensmitteln etwas ist, das nicht zu sehr automatisiert sein sollte, einfach wegen der Lebensqualität. Man ist dem Zeug einfach sehr nahe und ich finde, dieser Prozeß des Kochens aus Spaß und mit Zeit und Muße hat was sehr heilendes an sich.

Dienstag, 15. Juli 2008

Best things are Free (16): Voll korrekter Spruch!

Politische Statements in einer ungewöhnlichen Form. Zeigen, daß man nicht mit allem einverstanden ist aber dabei auch Spaß haben!
Das war auf einem Altglas-Container:

spaceinvaders

Ist das kleine Pixelufo nicht totaaaaal schnuffig?

Space Invaders kann man hier spielen: http://www.spaceinvaders.de/

Montag, 14. Juli 2008

Ajotoro

Es hat eine Weile gedauert, nach 1-2 mal hören wurde ich damit zunächst nicht gleich warm - aber jetzt tauche ich fast jeden Tag ab in das letzte Album von Dikanda:

ajotoro

Und wie so oft, die Lieder von denen ich gleich begeistert war, finde ich immer noch schön, aber die, die ich zuerst seltsam fand, entfalten sich zu immer traumhafteren Klangwelten.

Sonntag, 13. Juli 2008

Samstag: Nähtag

..heute mal ohne Nähmaschine, naja, fast ohne.
Ich näh mirn Beutel für meine Quiltgarne, daß die nicht mit den anderen zusammen rumfliegen. Das sind zum Glück alles diese Gütermann Garne, die einen Festklemm-Mechanismus an der Spule haben, so daß die Fäden nicht abrollern und man sie überhaupt erst in einen Beutel tun kann.
Dafür mach ich grad das "Beutel-Cover":

12juli3

Maaaah das ist so relaxed!
Letzten Sommer fand ich Sticken noch uninteressant, aber jetzt find ich das total lässig.

12juli2

Gestern habe ich aus Frustration heraus einen Mp3 Player erworben. Mein alter ging diese Woche kaputt und ich lief also gestern in strömendem Regen los, zum Elektronik-Kaufhaus, und dort fand ich absolut keinen, der mir irgendwie gefiel, und begab mich dann auf dem Rückweg in einen kleinen HiFi-Laden, weil ich dachte: Wenn dir große Auswahl nix geholfen hat, kannste irgendeinen Scheiss der funktioniert, auch in einem kleinen Laden kaufen.
Zuhause fing ich recht bald an den neuen Player zu hassen, naja, hassen... er geht schon, aber ich hab eh nicht so viel Klimbimzeug. Das Zeug was ich habe, muss gut zu bedienen sein, und es muss Design haben, und zwar ein geiles Design. Ich muss es mögen können.
Den Player, der mir gefallen hätte, war nirgends erhältlich in den Gschäften, und heute seh ich, daß die Kapitalistenversandbude, die mit A beginnt, den gerade zum Auslaufsmodell-Sonderpreis rausramscht. Sehr schön.
Der andere geht dann nach Ebay... oder will jemand vll. einen Elta Mp3 Stick mit 2 GB Speicher haben?

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