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Montag, 4. August 2008

BTAF 20: Angel of Kreuzberg

Hm, irgendwie habe ich heute an einem Foto rumgespielt, das ich letzte Woche auf der morgendlichen Fahrt nach Hause von der aufgehenden Sonne gemacht habe. Ohrwurm: U2 - "Angel of Harlem".

kreuzberg

Und danke für eure lieben Kommentare zu meinem letzten Eintrag! Bald ist es vorbei! *ächz*

Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich eine alte Nähmaschine zu kaufen, findet hier Erfahrungsberichte: http://zigzaggers.typepad.com/zigzaggers/
Bisher sind nicht allzuviele Maschinen besprochen, aber der Blog ist ja ausbaufähig und echt gut. Wenn ich mal den Prüfungsstress von mir habe, schreibe ich evtl eine Kritik über meine Bernina 707 für diesen Blog.

Donnerstag, 31. Juli 2008

Listen + BTAF 19: Aufmunterung

Mist-Liste:
- schwer am arbeiten
- Mails lesen wie supertoll das verpasste Frauencamp war *seufz*
- Prüfungsdruck
- 3 Tage lang alles gießen müssen und keine Kraft dazu finden

Best-Liste:
- Quiche mit Lauch
- Licht am Ende des Tunnels erkennbar
- morgen solls gewittern, weniger zu gießen
- Kampfgeist

Die Muskeln an den Armen sind müde und tun weh. Schlafentzug - das sollte sich aber übers Wochenende hoffentlich ein wenig bessern, um nächste Woche wieder voll reinzuhauen. Meine To-Do-Listen sind ewig lang. Ich habe soeben den Inhalt von 5 Gießkannen á 20 Liter in Blumentöpfe verteilt. Und das war noch nicht mal die Hälfte.

Vorbereitung ist alles, und ich habe angefangen, mir wirklich sämtliche Zutaten zum Üben zur Schule mitzubringen. Ansonsten hast einfach eh verloren. Dann ist dies und jenes vll. nicht da, oder man sucht sich ewig alles zusammen - das kostet alles unnötig Zeit. Das ist die Lektion aus den Debakeln der letzten Woche. Der Sahneautomat ist schon mal abgehakt, ich weiß jetzt, wie man den zusammenbaut und auseinanderbaut und in Betrieb nimmt. Also nächste Woche, nächster Versuch.

Und eins braucht der Mensch: Nerven. Man muss sich immer sagen: Ich bin gut und habe so viel gearbeitet. Jetzt kann ich mich auf das, was ich mir erarbeitet habe, verlassen. Punkt!

Mein "Best things are free" - Beitrag für heute: Einen "Gruppendoktor" haben. Jemanden, der zur richtigen Zeit das richtige Wort findet, sich nicht zuviele Sorgen macht und Nerven wie Stahlseile hat, und das abfärben lässt.
Ich habe so ein Glück mit diesen Leuten.

Montag, 28. Juli 2008

mp3 player

mp3player

Ich muß sagen, ich bin sehr zufrieden mit dem neuen Teil. Ich hab dem ja gleich einen kleinen Regenmantel genäht. (Stoff innen und aussen, dazwischen: Aldi-Tüte als wasserdichte Lage)
Es ist ein Cowon Iaudio U5 mit 4 GB Speicher, und wurde vor kurzem bei dem eklen kapitalistischen Megaversand, der mit A beginnt, für 60 euro weniger rausgehauen und lag damit mit 87 Euronen voll in meiner erwünschten Preisklasse.

Der Akku hält sehr lange aus, Bedienung ist sehr einfach, das Gerät ist wahnsinnig schön vom Design her und keine Sperenzchen. Und das beste ist der Klang. Daumen sowas von hoch! Einziges Manko: Zum Verbinden mit dem Computer ist ein extra USB-Kabel notwendig. Das war bei meinem alten kaputtgegangenen Mp3-Stick nicht der Fall. Aber ich fand keinen schönen ebenbürtigen mit dieser Funktion.

Suchbild

Wo ist die Tasche versteckt?

suchbild

Heute hab ich den einen Quilt-in-Arbeit rausgezogen aus dem Regal und festgestellt, daß ich nur noch einen einzigen Block nähen müsste, ansonsten ist das groß genug allemal:

sst

Ursprünglich war das dieser Quilt names Simple Scrappy Treasures von Claudias Quilt Shoppe, aber so bei der Hälfte hab ich mir gedacht, öööööööh nä das wird mir zu groß und zu langweilig, und dann habe ich noch einige Extras nach eigenem Gusto eingestreut. Die Stoffe sind so ziemlich aus dem Freundes- und Verwandtenkreis zusammengeklaubt, und ich muß sagen: Back to the roots - Resteverwertung anstatt schweineteure Patchworkstoffe, das macht Laune. Hm, was mach ich jetzt mit den ganzen schweineteuren Patchworkstoffen, die ich im letzten Jahr zusammengehortet habe?
Ach - die werd ich schon unterbringen. Die würzen so "Reste-Sachen" und setzen richtig nett Akzente.
*g*

Samstag, 26. Juli 2008

Lust&Frust

Die letzten Tage waren nicht so toll für mich. Ich hatte zwei wirklich grausame Übungstage, wo ich mich mit eklig-schleimigen Eiern aus Käfighaltung, die sich dem Verfallsdatum näherten, herumschlagen musste, sowie mit vanillisierter Ekelbutter, die qualitativ wirklich das allerletzte war... oder ich bin halt einfach zu dumm gewesen.
Viele Leute meinen ja, Bio, das wäre alles nur Schmu und zwischen Bio und konventionell wäre eh geschmacklich kein Unterschied - vielleicht macht es auch keinen Unterschied wenn man Fertigfrass vergleicht. Aber grade bei von Tieren stammenden Dingen wie Eier, Milch, Butter, Käse, usw. - da steh ich auf Bio! Und ich finde durchaus, daß es da einen qualitativen Unterschied gibt!

Nunja, jedenfalls geht mir das so: wenn man stundenlang angespannt irgendwo Kraft reinsteckt und dann hat man kein befriedigendes Ergebnis, fühlt man sich irre ausgelaugt und ausgebrannt. Und demoralisiert.
Donnerstag abend war ich echt am Nullpunkt. Ein bischen habe ich auf der Strasse Jongleuren zugeguckt, um wieder runterzukommen. Das Licht war total schön.

26juli jonglieren

An befahrenen Kreuzungen in der Rotphase zu jonglieren und dann bei den Autos mit dem Hut rumgehen ist diesen Sommer auch wieder verbreitet in Berlin.

Mein Fahrrad ist auch wieder kaputt. Diesmal hats die Gangschaltung geschreddert. Das Schaltkabel ist lose geworden/hat sich dann von seiner Verschraubung gelöst und ich musste dann mit der Bahn nach Hause.
Und das muß natürlich auf ein Wochenende passieren, so daß ich es nicht reparieren lassen kann, Werkstatt zu.

26julifahrrad

*seufzääääääl*

Dafür noch was Schönes: Die zweite Sonne. Ist auch klasse geworden:

sonne 2

Mittwoch, 23. Juli 2008

BTAF 18: Begegnungen

Also, sind die nicht klasse? Diese alltäglichen Berührungspunkte zwischen Menschen, die man eigentlich nur so richtig bemerkt, wenn ein grösserer Zufall involviert ist, der das sichtbar macht, daß es diese alltäglichen Berührungspunkte gibt.
Gestern fuhr ich mit meiner Flechtsonne nach Hause, und in der S-Bahn neben mir nahm einer Platz, der wie ich Knöpfe im Ohr hatte, bunt angezogen war, Dreadlocks usw. und ich bemerkte daß er sich die Sonne anguckte. Irgendwie zur gleichen Zeit waren unsere mp3 Player mit dem Abspielen des jeweiligen Stücks fertig und wir entfernten die Kopfhörer von unseren Ohren.
Ich: "Coole Sonne, wa?"
Er: "Ja total, die ist schön. Ich bin nämlich Bäcker, daher finde ich das interessant."
Ich: "Ich bin auch Bäckerin."
Er: "Was echt? Ohne Scheiss? Dann hast du die gemacht? Ist spitze"
....
Er hat jetzt keine Zeit mehr zum backen und ist im Moment viel beschäftigt mit seiner Reggae-Band aufzutreten. Vielleicht kommt "die einzige Reggae Band in Ostthüringen" nach Berlin. Ich bin dann ausgestiegen und heute habe ich mal geguckt, wer ist denn eigentlich die einzige Reggae-Band Ostthürigens? In die Suchmaschine die Worte "Reggae Ostthüringen" eingeben - und - Tada:

http://www.pv-band.de - PositiVibration

Also, Gruß an dich, Alex - alles Gute für deine Band!
Wir Bäckersleut sind schon ein cooles Völkchen, nicht??

Montag, 21. Juli 2008

Mehr über: Kunst, Handarbeit und "3rd Wave feminism"

Ist auf Englisch, und man muss zwei Youtube-Videos gucken um zu verstehen worum es geht - ich schaue sehr ungern 20 Minuten am Stück Videos an. Aber diesmal hab ichs gemacht:

http://redefiningcraft.dennisstevens.net/?p=111

Artikel von 2007 von Dennis Stevens auf "Redefining Craft".

Was mir auffällt als Unterschied zwischen der Methode der Guerilla Girls und dem Aufstieg des "Do it Yourself-Movement" in Amerika - Letzteres ist zwar auch irgendwie cool, aber auch "brav und ungefährlich" in dem Sinne, als daß es halt fast NUR konstruktiv ist, a la "happy happy dudeldu, ich kann was selbst machen und kreativ sein" und nicht destruktiv a la "Ich bin gegen die Scheisse, die abgeht".
Bei den Guerilla Girls lag der Schwerpunkt zwar erst auf Destruktiv und Protest, aber die Form des Protestes war von Anfang an Kunst und damit in sich auch konstruktiv, und deshalb sind sie letzendlich auch selbst als Ausstellerinnen zur Biennale von Venedig eingeladen worden, nehme ich an.

Während ich also diesen Gegensatz konstruktiv-destruktiv sehe und beim DIY-Trend das destruktive Element vermisse, sieht Dennis Stevens auch den Gegensatz zu Professionalismus als KünstlerIn und dem Element des "Jede/r kann Kunst machen." In Bezug auf den Profi-Künstler-Status und alles, was das mit sich bringt, ist die DIY Bewegung (Do-it-Yourself) in sich ein kritisches Element, und das finde ich toll. In diesem Zusammenhang ist z.b. auch gehäkelter rosa Kitsch eindeutig Drag und ein politisches Statement gegen das kulturell verordnete Niveau dessen, was "Kunst" zu sein hat und dessen, welcher Medien sich KüstlerInnen zu bedienen haben, und dessen, was Künstlerinnen im Leben anzustreben haben, wie sie sich zu präsentieren haben - das ist beileibe nicht "JEDER kann kreativ sein" - sondern "ICH bin supercool und die Masse der Menschen sind Loser"...

Eine Wanderung durch das ethnologische Museum in Berlin vor 3 oder 4 Jahren brachte mich mal auf den Gedanken, daß die Alltagsgegenstände von sogenannten "Naturvölkern" die vor 100 Jahren diesen durch Kolonialisten entrissen wurden, eine ganz krasse Ästhetik haben:
Sie sind wahnsinnig komplex gearbeitet und zeugen von hochentwickelter Handwerkskunst und bedienen sich aber gleichzeitig hoher Abstraktion und ganz einfacher Designs. Ich habe mich gefragt, wie es sein muss, mit wenigen, aber auf höchstem Niveau von Handwerkskunst und Design hergestellten Dingen zu leben. Und ich merke jetzt, daß die sogenannte "Lo-Fi-Kultur" diese Werte zwar gerne vertreten würde, daß aber oft genug schnell zusammengenähte und -gestrickte Ramschsachen dabei rauskommen, die noch viele Meilen entfernt sind vom Niveau der jahrhundertealten handwerklich hergestellten Alltagsgegenstände vorindustrieller Kulturen.

Und ich denke, im Zuge des kapitalistischen Ausverkaufs der DIY-Bewegung, der auf Portalen wie Etsy und Dawanda längst im Gange ist, wo durch die Hintertüre aus der "Anti-Sweatshop" Bewegung wieder neue private Sweatshops entstehen - wird die DIY Bewegung dieses vorindustrielle Niveau von Machart und Design auch niemals nur annähernd erreichen. Weil letztendlich ist das zeitaufwändiger als man denkt und für einen Einzelnen nicht leistbar. Und es ist auch von einer kleinen Firma, die sich letztendlich an Profit orientieren MUSS, nicht leistbar. Es wäre leistbar von mehreren Menschen, die dem Prozess des Handwerklichen mehr Bedeutung zumessen als "nur" Protest, das müsste man mit quasi religiöser Hingabe machen - hm... und dazu fehlt einfach die Zeit und die zwischenmenschlichen Strukturen, also soziale Strukturen.

Und - um eben dieses Niveau zu erreichen, müssten wir noch VIEL weiter weg von dem "egomanischen professionellen Künstler" hin zu gemeinschaftlichen Formen des Kunstschaffens. Ich denke, das wird so nicht passieren. Weil sobald die "Handarbeits"Bewegung aufgesaugt wird von der Kunstszene, ist auch irgendwann Schluß mit dem "Das kann jeder, lasst uns Zusammen.." und es geht wieder los mit "Ich bin Künstlerin und mein Gestricktes ist cool und die Masse, das sind eben Loser".

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