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Montag, 27. April 2009

Berliner Mauerweg

Als wir letztens die Tour nach Oranienburg machten, fuhren wir eine ganze Weile auf dem Berliner Mauerweg. Das war keine Absicht gewesen, sondern hat sich so ergeben. Die Strecke hintenrum hinter Pankow, vor Schildow draussen, fand ich richtig schön zu fahren.
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So kamen wir auf die Idee, beim nächsten Mal gezielt den Berliner Mauerweg zu benutzen. Denn, den Löwenanteil der Strecke einfach an der B96 entlangzugurken, sich als RadfahrerInnen auf das Niveau stinkender Blechhaufen herabzulassen, kann auf Dauer keine Option sein. Denn das Auge, die Nase und nicht zuletzt das Sicherheitsempfinden fahren mit. Und es ist ja auch der Weg das Ziel.

Der Innenstadtbereich ist allerdings auch keine Option, man verfranst sich quasi in Xberg und Mitte, ohne wirklich ein paar Kilometer in Richtung Norden voranzukommen. Aber ich glaube, an der Schönhauser, genau gesagt, am Mauerpark, wäre es toll, zu starten. Von da geht es dann gleich nach Pankow hoch, zu der Strasse "Esplanade" wo früher lauter kleine Furzbotschaften von unbedeutenden sozialistischen Bruderstaaten der DDR drin waren (hab ich mir sagen lassen).
Dann gehts in den Bürgerpark Pankow, da bin ich auch schon durchgegangen, schön grün. Das lasse ich mir doch gefallen. Und dann muss man zwar ein wenig Zickzack durch Pankow fahren, aber dann ist man auch schon draussen aus der Stadt und auf dem Teil der Tour, der wirklich richtig schön ist, und wo wir auch entlanggefahren sind. Man kommt an Seen vorbei und es gibt auch schöne Rastplätze.
Danach verfranst sich der Mauerweg allerdings wieder, geht mal nach Westen, dann wieder nach Osten, aber nur sehr zögerlich nach Norden. Aber vielleicht ist es ja trotzdem einen Versuch wert, wenn der Weg sehr schön zu fahren ist, nehme ich ein paar km mehr schon in Kauf.

Samstag, 25. April 2009

Tour (lange Ladezeit)

Wir sind heute 40 km zu unserem "Garten", naja, eben der Wildnis im Umland Berlins, mit dem Fahrrad gefahren. Das Wetter war toll und alles andere auch. Ich übergebe an: Die Bilderlawine.

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Mittwoch, 22. April 2009

Alltagskram

Die Nomadin hat über Alltagskram gebloggt und ich mach das jetzt einfach auch. Es geht um Besteck. Ich habe mich zu unserem Bestecklagerplatz begeben und das genau so fotografiert wie es da stand:

besteck1

besteck2

Bei uns ist es auch so, dass das "grosse Besteck" nicht in einer Schublade ist. In unserer Küche gibt es eh keinerlei Schublade. Es landete direkt nach dem Einzug in diesem Blumentopf und dort stehts heute noch drin.
Daneben ist noch Besteck auf so einer drehbaren Hängevorrichtung, was unpraktisch ist, aber wir haben sie geschenkt bekommen. Der Rest des Bestecks liegt in einem Schubladeneinsatz ohne Schublade. Das grosse Gemüsemesser ist auch da drin, weil ich mir nicht die Hand daran aufschneiden will, wenn ich etwas aus dem Blumentopf angle. Ausserdem will ich nicht, dass die Klinge sich an anderen Teilen stösst und beschädigt wird. Als ich die Fotos gemacht habe, war es aber im Abwasch.

die grosse Frage lautet: Was bedeuten die beiden Steckdosen an der Wand, wenn man sie Feng Shui-mässig beurteilt? Sie werden eigentlich nie benutzt, weil sie an einer unpraktischen Stelle sind.

Dienstag, 21. April 2009

calorimetry

..so heisst diese Kopfbedeckung, bzw. sie hat eigentlich keinen Namen, und deshalb verwenden viele den Namen des Strickmusters, das es hier in der Knitty gibt, für sie.
Ich finde den Namen etwas umständlich für den deutschen Sprachraum. Muss ich sagen. Aber ist hübsch geworden!

calori

Das mit dem Pfeil is das seeeeeeeeeeeeelbst gesponnene!! sieht so geil aus! Aber es kratzt wie blöd. Es ist hart wie stroh. Ich bin halt was das Spinnen angeht echt nicht so... muss halt sehr viel Twist drauf geben - Anfängerin halt. Aber das Aussehen ist toll.
Um dem Kratzen zu begegnen, habe ich eine schwarze gekaufte, ultraweiche Wolle genommen und das Garn damit kombiniert. Die Weichheit der Wolle "übertönt" das Kratzen der selbstgesponnenen Wolle.

kopfbedeckung
Bild: Kamera-Poserei. *hüstel*

Samstag, 18. April 2009

Den Tag vor dem Abend gelobt..

...ich glaube, ich hab mich zu früh gefreut. Beim Spinnen mit der "Langer-Auszug-Technik" sind die Anfangsschwierigkeiten wieder da. Is aber auch fies, wenn die Spindel immer vollgeladener mit Garn wird und immer schwerer.
Zusätzlich hab ich natürlich auch noch ein Bündel mit Fasern mit anderen Fasern irgendwie durch von Hand rumzuppeln zusammengemischt. Dass sich das dann nicht so gleichmässig ausziehen lässt wie ein gekaufter Kammzug, ist auch irgendwie klar. Naja, Übung macht die Meisterin.

Heute war ich unterwegs mit dem Männe, und zwar sind wir zum Baumarkt und haben nochmal Teile gekauft (4 Spindeln reichen mir ja nicht, ne) und danach sind wir in die Firma gefahren und haben die mit der schicken Standbohrmaschine durchlöchert. Das geht natürlich vieeeeeel besser, wie mit einer Handbohrmaschine!

Danach waren wir noch in Schuhläden, weil der Mann einen Schuh-tick hat im Moment. Aber er hat nix gesehen, was ihm total gefällt. Dafür hab ich so ne "Wandersandalen" gesehen die mir einfach nur perfekt passen. Und arg teuer waren sie auch nicht. Die hab ich mir dann gekauft. So kann ich meine ganzen selbstgestrickten Socken ausführen, so dass man auch was davon sieht... hähä... genial!

Freitag, 17. April 2009

alle meine Garne

all yarns

Hier nun die Fotos von den handgesponnenen Garnen! In der Mitte ist mein zweites, also das, was direkt nach meinem ersten kurzen "Seil" kam.
Links davon sind zwei 100g - Stränge Bergschaf, die eigentlich als Farbverlaufsgarn für ein Revontuli-Tuch gedacht waren, die aber dafür irgendwie zu dick geworden sind.
Rechts davon sind meine zwei Neuzugänge: Ein grünes Merino 2fach Garn, schön weich und in verschiedenen Grüntönen, und eins aus Eiderwolle 3fach, also Navajogezwirnt. Die Wolle ist von Anja handgefärbt und die graubraune ist von der selben Schafrasse, aber naturfarben von Wolle-Traub bestellt.

allyarns2

Neues von der wolligen Seite des Lebens

In der Bäckersprache heisst es, ein Brötchenteig ist "wollig" wenn er besonders gut ist, also weich und elastisch und überhaupt nicht klebrig.
Heute hatte ich mehr oder weniger frei, ich habe mich zwar ein wenig mit meiner To-Do-Liste befasst, aber letztendlich überwog die Freizeitbeschäftigung. Ich habe zwei Garne fertiggestellt, Fotos fehlen aber davon noch.
Mein "Lacelappen" wie ich das Teil liebevoll nenne, nach dem Muster Laminaria von Elizabeth Freeman, ist mittlerweile so weit gediehen:

Laminaria

Der Witz an dem Teil ist, dass die Reihen immer länger werden und auch immer länger zu stricken dauern. Mittlerweile brauch ich für eine einzige Reihe eine halbe Stunde, vor nicht allzu langer Zeit war es noch eine Viertelstunde. Ich habe 5 Wiederholungen des Blossom Charts gestrickt und wollte dann schon zum Edging Chart 1 übergehen, als mir auffiel, dass ich mir vorgenommen hatte, 6 Blossom Charts zu machen... na, den einen schaff ich auch noch. Ich freue mich sehr drauf dass dieser Lacelappen fertig wird! Der wird sicher total schön!

Ausserdem habe ich noch den Tip von TQ beherzigt, und mich im Panschen mit Ostereierfarben versucht. Am Dienstag war ich nämlich bei einem Drogeriemarkt meines Vertrauens Verzweifeltseins (ich fühlte mich sehr zu kurz gekommen, nachdem ich mir am Samstag in 3 Läden anhören durfte, dass Ostereierfarben ausverkauft waren). Dort habe ich nach Restbeständen von Ostereierfarbe gefragt, und die nette Frau ging extra ins Lager, und holte mir eine Auswahl von allem, was noch da war, und ich suchte mir dann diese klassischen Färbetabletten aus, und nahm gleich 5 Packungen.
Das Ergebnis sieht man hier:

eiderwolle1

Hätte ich gewusst, wieviel ich für ein bischen Wolle brauche, hätte ich gleich 10 Packs gekauft. Nun gut. Einiges ist etwas pastellig geworden, aber getreu nach dem Motto "Es gibt keine hässlichen Farben, nur hässliche Farbkombinationen" werde ich auch dafür eine Verwendung finden, wo das einfach nur super aussieht.
Nachdem ich nach einer Tour durchs Haus dann bei MitbewohnerInnen eine Mikrowelle vorfand und diese benutzen durfte, hab ich das auch schnell und stressfrei über die Bühne bekommen.

eiderwolle2

Ausgespült habe ich das nachher nicht, also, nach dem Fixieren jetzt. Ich hab aber so mit Handtuch drum und drauftrampeln herumgewerkt um das Wasser rauszudrücken, und da färbte nix ab. Also dachte ich mir: Wozu noch ausspülen? Ausserdem spül ich dann das gesponnene Garn eh nochmal aus, dann brauch ich das ja nicht doppelt machen.

Ja, zum Spinnen zurück, da muss ich sagen, dass ich wieder was neues lerne. Nachdem ich schon so ein wenig versucht habe, "langen Auszug" zu spinnen, also wo man die Fasern mit einer Hand lässig hält und die von der Spindel so wegzieht und damit sehr schnell einen toll gleichmässigen feinen Faden hinkriegt, wollte ich dann auch "Spinning from the Fold" ausprobieren.
Es gibt dazu ein Video von Spindlicity. Zuerst wollte ich das Video nicht sehen, weil es mit dem Spinnrad losgeht, aber danach in dem Video kommt vor, wie man diese Technik mit einer Spindel ausführt, und das ist sehr sehenswert. Was auch toll ist: Mitten im Lehrvideo hört man ihr Kind reinquaken: "Mummy, my yarn is thick!" da spinnt also das Kind fleissig nebenbei mit.

Aber dieser lange Auszug.... Das ist echt toll. Wenn man auf Youtube Videos anschaut von Leuten, die spinnen, also so traditionell, keine Hobby-Westlerinnen jetzt, spinnen die meist mit diesem langen Auszug, weil das andere sowieso zu lang dauert, nehme ich einfach mal an.
Zuerst ging es überhaupt nicht. Entweder, ich bekam zu wenig Drehung, und mein Garn löste sich einfach in Wohlgefallen auf, und fiel auseiander, oder es war viel zu viel Drehung, und es brach vor lauter Überdrehtheit auseinander. Das ging stundenlang, und ich wollte schon aufgeben, als ich auf einmal den Dreh rausbekam.
Ich hatte quasi zwei Probleme:
Zum einen habe ich beim "spinning from the fold" die gefalteten Fasern im falschen Winkel gehalten, so dass zu wenig Fasern von der Drehung erfasst und aus dem Bündel rausgezogen wurden.
Und zum anderen hatte ich mit der Hand, die so am Faden rumpusselt, also nciht die, die die Fasern hält, nicht das Gefühl gehabt, wie ich die Drehung der Spindel quasi an den seitwärts ausgezogenen Faden weitergeben soll. Der ganze Drall staute sich nur zwischen der Hand und der Spindel an und oben wo ich das Faserbündel auszupfen wollte, kam nix davon an. Wenn man ständig mit den Fingern so rumdreht und rumfummelt an dem Faden, kommt genug Drehung "vorbei". Und die Spindel muss richtig richtig schnell drehen, sonst wird das bei mir nix mit dem langen Auszug. Da muss richtig ein Fahrtwind erzeugt werden von der Spindel, dann ist das genau richtig.

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