Am Samstag waren hier ja ein paar wenige, aber dafür äusserst fleissige und gesellige Frauen, und wir machten uns wie eine türkische Frauenrunde über ein Schafsvlies her, dass ich von einem Bauern aus dem Umland geschenkt bekommen hatte, um es zu verlesen und zu waschen.
Das Waschen ist wirklich gut gelungen. Wir haben eine Zinkwanne benutzt und diese mit gechlortem Pool-Badewasser gefüllt, einfach um Wasser zu recyceln... dann kam die Wolle rein:
Bella hatte sich, nachdem sie die Schafwollfotos von meinem vorletzten Blogeintrag gesehen hatte, vorsorglich Latexhandschuhe mitgebracht. So erhielten ihre Hände keine Fangopackung aus Schafkack-Brühe.
Die Wolle haben wir dann eine Stunde oder etwas länger einweichen lassen. Das weicht diese kleinen Kack-Köttel auf, die zwischen den Fasern hängen. Also, die ganz kleinen. Die stecknadelkopfgrossen Teile.
Und dann entstieg dem Wasser, welches mit Aldi-Kräuter-Shampoo und Ecover-Bio-Spüli geschwängert war, diese Wolle:
Unsere Ausbeute, nicht alles von dem Vlies, aber vom Feinsten, also von den besten Teilen:
Das habe ich dann schwesterlich geteilt mit denen, die beim Wollewaschen geholfen haben, und das war auch gut, weil gerade das eine Arbeit ist, die einen, wenn man sie allein macht, voll irre machen könnte.
Ich bin von der Kräutershampooduftwolle, die rauskam, echt begeistert.