Der Sommer war ereignisreich und enthielt wenig Verschnaufpausen. Es war vieles total schön, vieles war anstrengend, und ich bin auf der Suche nach einem Zustand, wo ich sagen könnte, es läuft, anstatt mir nahezu über den Kopf zu wachsen. So weit ist es nicht gekommen, aber es steht mir schon ziemlich bis hier. So habe ich seit gut einem Monat, nein - einem Monat und einer Woche - das Saxophon kaum mehr gespielt. Zweimal. Gut, ich hatte Handoperation und zwei Drittel der Auszeit gehen auf deren Konto. Trotzdem leidet so manche Aktivität. Ich muss mich besser strukturieren.
Im Internet gibts ja da bestimmt so Strukturierungsguru-Webseiten. "How to become organized" als Thema... Ich nehme gerne Tips entgegen! Zur grossen Not müsste ich es sonst mit Flylady ("shine your sink") versuchen.. *würg* hm.. vielleicht ist es nicht ganz so schlimm, aber diese auf Hausfrauen durchgegenderte Art und Weise, weniger chaotisch zu sein fühlt sich für mich einfach so.. unfortschrittlich an.
Wie dem auch sonst so sei - vor einigen Tagen mailte mich meine schon wieder lang vernachlässigte Amnesty Gruppe an, und ich freute mich über die Extraeinladung zur Mahnwache gegen die Todesstrafe. Die Leute sind so nett und relaxed. Der
internationale Tag gegen die Todesstrafe ist am Sonntag, wir haben aber heute schon unsere Veranstaltung gemacht, vor der Botschaft von Belarus. Heute waren erstaunlich viele Passanten gerne bereit, eine Postkarte gegen die Todesstrafe in Belarus mit ihrem Absender und ihrer Unterschrift zu versehen, die die Gruppe dann zum Präsidenten Lukashenka schicken wird. Sonst gucken die Leute ja auch oft so schlunzig und denken, man will ihnen ein Abonnement verkaufen.
Am Sonntag findet dann übrigens noch eine Mahnwache vor der Botschaft der USA statt, und zwar von 17-20:00 Uhr.