Heute waren wir schon wieder Schlitten fahren. Draussen wars sehr kalt, als wir uns auf den Weg machten, biss mir die Kälte in die Nase. Gegen Nachmittag wurde es aber immer wärmer, und der Schnee war knackig und die Oberfläche pulverig.
Unglaublich, dass mein alter Schlitten aus Kindertagen immer noch fahrtüchtig ist! Er gehört jetzt meiner Nichte, aber ich durfte auch damit fahren.
Hinten geht er ein bischen aus dem Leim. Ich hab die eine Leiste mit ein bischen Schnur wieder angebunden. Die Handschuhe habe ich aus selbstgesponnener Wolle gestrickt und mit Fleece gefüttert, sie sind schon seit 2 Wintern meine bewährten Lieblingshandschuhe.
Diesmal waren wir im Mauerpark. Die Schlittenbahn ist o.k. aber für kleine Kinder eher nicht geeignet... Aber manche stürzen sich im zarten Alter von vier oder fünf Jahren zu dritt die steilen Pisten runter. Hut ab!
Die Bahn war aber recht leer, vielen war es heute draussen wohl zu kalt. Deshalb konnte man schön Serpentinen fahren und es gemütlich angehen.
Nachher gab es Waffeln mit Apfelmus in einem Cafe in der Nähe.
Tja, das war nun bald 2010. Ich hoffe ernsthaft, das nächste Jahr wird weniger stressig. Ich dachte dieses Jahr, ich kratze mal das zusammen, was nach 2009 von mir noch übrig ist, aber stattdessen werde ich wohl 2011 mit dem arbeiten müssen, was 2010 von mir noch übrig gelassen hat.
Zur Sonnenwende habe ich, wie mir eben beim Durchgehen der angestauten Yule-Blogeinträge in meinem Newsreader immer stärker auffiel, gar nix spirituelles gemacht. Auch sonst habe ich nicht viel explizit spirituelles gemacht.
Der einzige Bereich, der dieses Jahr Fortschritte gemacht hat, war das Projekt spirituell-politische Weltverbesserung. Ein schöner Gartensommer in einem urbanen Gemeinschaftsgarten liegt hinter uns, ich habe spannende Leute kennengelernt, die "altes Wissen" hüten, Wissen landwirtschaftlicher und handwerklicher Natur, aber bestimmt auch eine Menge spirituelles Wissen und zwischenmenschliche Kompetenz, etwas, das Hand und Fuss hat. Dieser Kontakt tat mir richtig gut.
..und in der Liebe läufts nach wie vor stabil und gut, 2010 sind wir 15 Jahre zusammen. Dafür bin ich wirklich dankbar! Wer kann das schon von sich sagen. Das ist ein Geschenk.
Und selbstverständlich geht das Jahr 2010 in mein persönliches Geschichtsbuch ein als das Jahr, wo das Kätzchen kam. Es hört nun schon auf seinen Namen, aber es hört nicht, wenn man es lautstark darauf aufmerksam macht, dass es nicht auf den Küchentisch und den Wohnzimmertisch darf. Meistens nicht. Meine Schwägerin hat gesagt, dass sie gelesen hat, im Leben einer Katze gäbe es drei Perioden von jeweils 10 Tagen, an denen die Katze sich gelerntes richtig merken kann. Deshalb müsste man einfach geduldig und beharrlich sein bis diese 10 Tage mal kommen. Ich halte das für ein Gerücht, das uns Katzenpersonal davon abhalten soll, gegen die samtpfötigen Tyrannen aufzumucken.

Motto des zu Ende gehenden Jahres: "Guck nicht so doof!"