Montag, den 15.8.: Gestern hatte ich frei und ich und Herr distelfliege sind ins Wuhletal gefahren und sind in die Altstadt Köpenick gewandert, den Wuhlewanderweg entlang. Das ging los am S+U Wuhletal. Wir sind im Frühling schon von Ahrensfelde bis zum S-Wuhletal gelaufen, und der 1. Teil des Wanderwegs war wirklich, muss ich leider sagen, hässlich und reizlos. Dafür war der 2. Teil schöner. Überall waren die Bäume voller Obst. Mirabellen, Pflaumen, lila Mirabellen, Äpfel, Holunder. Ich hatte leider nix dabei, sonst hätte ich vielleicht was für nen kleinen Obstkuchen eingesammelt.

wir haben eine süsse Katze getroffen

Köpenicker Altstadt
Gestern habe ich wieder viele Tomaten geerntet. Eine Pflanze ist leider wegen dem vielen Regen an der Braunfäule erkrankt. Den anderen geht es noch recht gut.
Ein paar Tomaten sind, vielleicht auch wetterbedingt, mehlig geworden, ich glaube, ich hätte diese früher ernten sollen. Ich habe dazu keine Informationen, woran das liegt. Die Roma-Buschtomaten sind alle mehlig, das ist wahrscheinlich sortenbedingt. Ich habe damit schon mal eine Tomatensosse gekocht, die schweinelecker war! Viel besser in der Konsistenz als mit nichtmehligen Tomaten.

Tomatenernte
Gestern abend bin ich dann mit Regenschirm durch den Wolkenbruch gegangen, weil uns die Milch ausgegangen war. Das war schon ein Erlebnis. Der Mann vom Späti und ich haben dann noch über das Wetter geredet und den verregneten Sommer.
Ausserdem geiere ich nach einem ipod nano. Ich werde leider, ohne dass ich das unbedingt will, so langsam eine Apple-whore. Nein, das schreib ich nicht auf deutsch. Da mein mp3player aber sich, nach einer kurzen Abschwächelphase, wieder bester Funktionsweise erfreut, erscheint es sinnlos und luxuriös, sich einen ipod kaufen zu wollen. Das wird also nicht stattfinden. Naja, zum Glück auch.
Ich bin mit dem ersten Stapel Putzlappen fertig, und da ich für das 13monde-Projekt ein Wanderpaket zusammenstellen möchte, kommt mir das gerade recht. Zunächst hatte ich gedacht, Putzlappen aus alter Bettwäsche ist einigen vieleicht zu anrüchig, aber als Bella beim Spinntreffen meinte, sie hätte schon über Wege sinniert, mir ein paar dieser Putzlappen aus den Rippen zu leiern - nach einer solch direkten Rückmeldung, dass meine selbstgemachten Putztücher begehrenswert sind, erachte ich sie als gutes Wanderpaketfutter.
Ab Mittwoch, den 17.8. bis zum Wochenende habe ich Krankheitsvertretung um Krankheitsvertretung gemacht und am Freitag eine Doppelschicht geschoben. Das mache ich wohl nicht so bald wieder, also 1 1/2 Schichten ok, Doppelschicht, naja - nein. Dafür guckt mich jetzt mancher Kollege mit staunender Verehrung ob meiner Stärke an.
Samstag hiess es erstmal ausschlafen und dann habe ich den Tag damit verbracht, Podcasts zu hören und spontan sogar einen aufzunehmen. Wir waren auch mal draussen, aber ich war für viele Aktivitäten draussen auch einfach zu schlapp. Und draussen waren wir bei Suppe und Mucke! Davor war ich nie bei S+M, weil nie Zeit gehabt - dieses Jahr wenigstens auf Besuch. Meine Gartengruppe hat sich aktiv mit einem Stand beteiligt, aber ich wegen Zugeschüttetsein mit Arbeit habe mich da rausgehalten. Suppe und Mucke ist eine Idee des unkommerziellen Nachbarschaftsfestes, wo kostenlos Suppe ausgeschenkt wird und dazu MusikerInnen open air in der Strasse auftreten. Die Idee kommt aus Frankreich. Man bringt sich am besten selbst einen Teller und einen Löffel mit, ansonsten gab es auch vor Ort so essbare Kekspappschüsselchen und Sperrholzlöffelchen. Und es gab "Suppe und Mucke" Tässchen von einer Behindertenwerkstatt im Nachbarbezirkt getöpfert, die man gegen Spende ab 3 Euro erwerben konnte. Diese waren klein, aber dafür konnte man 7 oder 8 Sorten Suppe kosten, bevor man satt war und nicht mehr konnte. Das war schön!
Sonntag (also gestern) war ich auf dem Flohmarkt in der Revaler Strasse. Das ist ein Flohmarkt, wo ganz viele Leute wirklich privat ihren alten Kram verkaufen. Man sollte meinen, Flohmärkte sind eben so. In Berlin ist das aber nicht der Fall. In Berlin ist ein Flohmarkt normalerweise ein Trödelladen unter freiem Himmel, wo sich Stand an Stand reiht und fast hinter jedem Stand professionelle Trödler stehen, die oft genaue Vorstellungen vom Wert der Sachen haben, die ihre Dinge auch gezielt zusammenkaufen von Privat, und dann natürlich ne Gewinnspanne draufhauen müssen. Abends muss nichts raus, nix wird billiger, denn das wird dann am nächsten Flohmarkt wieder angeboten, manche Stände, auf Hallenflohmärkten, werden auch niemals abgebaut. Und je nach Flohmarkt, sind manche Dinge auch echt kaputte, dreckige und unfunktionelle Ladenhüter, durch die man sich durchkämpfen muss. Wobei ich ja sagen muss, viele Trödler sind ja eh ganz nett, aber ich bin auch schon verärgert worden, weil mir wirklich schmutziger Schrott angeboten wurde für Fantasiepreise, handeln war nicht möglich. Also, da hab ich schon im normalen Neuwaren-Einzelhandel mehr gehandelt als bei manchen Flohmarktfritzen. Naja, egal, genug des Abziehens über Flohmarktprofis. Es ist wie so oft, dass die, die negativ auffallen, oft mehr Raum bekommen und die, die nicht negativ auffallen, werden wie selbstverständlich nicht mal erwähnt.
Jedenfalls hab ich auf dem Flohmarkt gestern einen Stand gesehen, wo ganz viele ältere Klamotten waren, und ein Teil war in einem riesigen Weidenwäschekorb. Sowas wollte ich schon lange, um unterm Bett meinen "kann man nochmal anziehen" Klamottenberg verschwinden zu lassen. Ich mag diese Sachen nicht auf den Boden schmeissen, daher beeinträchtigen sie die Sicht am Fussende des Betts. Die Frau vom Stand meinte, sie würde den Korb auch verkaufen, aber erst wenn der Flohmarkt zumacht - und dann fuhr ich mit dem Fahrradanhänger hin und holte ihn mir. Juhuuuuuuuuuu! Er war super günstig (8 Tacken) und wenn ich mal einen Aufbau für den Hänger brauche, kann ich ihn auch benutzen, denn er passt dem Hänger wie angegossen. Super.
Ich habe geträumt, dass ich Brot in einem uralten holzbeheizten Ofen backe, und dass während des Backvorgangs (boah wat schlechtes Timing) der Ofen von Handwerkern abgerissen wird und ein neuer, schicker Holzofen um das Brot herum aufgesetzt wird. Die spinnen, die Handwerker, mein armes, armes Brot!
Und dann stricke ich grad an Socken, lustigerweise gerade nur Uni-Socken. Ich liebe uni-Socken.
