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Mittwoch, 17. Oktober 2012

Critical Whiteness: Jetzt erst recht!

Ich war auf einem tollen Critical Whiteness Workshop am Montag und am Dienstag, und habe dazu hier auf einem Wordpress Blog, das ich vor Urzeiten mal angelegt habe, einen Text gebloggt. Ich bin dort rübergewandert, weil twoday.net kaum Möglichkeiten zur Kommentarmoderation bietet und ich bei Politthemen bischen mehr Kontrolle haben möchte.
Deshalb kann man diesen Beitrag hier auch nicht kommentieren *g*

Freitag, 12. Oktober 2012

Die urbane Spinnstube, Episode 44: Die Kratzigkeit von Garn.

Heute gehts um den Turn a Square Hat, um Kratzigkeit von handgesponnenem Garn (und wie man sie beeinflusst), um das Camp der streikenden Flüchtlinge in Berlin, um Art Journaling und um ein Teechen.

Art, Heart and Healing

Die Folge zum Runterladen gibt es wieder hier:

hinweisgrafik podcastdownload
http://www.spiritvoices.de/pod/ep44.m4a

download episode 44

Wenn ihr die Datei als mp3 benötigt für euer Abspielgerät, könnt ihr die Adresse oben kopieren und hier im Online-Konverter eingeben. Dieser konvertiert sie direkt von meinem Webspace und bietet euch danach die Datei als mp3 zum Herunterladen an.

Housekeeping
Danke für eure Kommentare zur letzten Folge, liebe la-wi, Hoshi, Nenya, tini und Daniela!
Es gibt einen neuen Podcast auf deutsch, und zwar von Jademondin! In ITunes zu finden unter "Jademonds Podcast".

Ich hatte heute Tonprobleme, irgendwas wollte nicht so wie ich, ich meine, es lag am Mikro, aber ich hab es nicht eingestellt bekommen. Ich hoffe, es geht trotzdem so halbwegs. Ausserdem sage ich im Intro, es wäre Episode 43, ist aber tatsächlich schon 44. *hüstel*


Stricken
Ich stricke gerade nur an Turn a Square Hats von Jared Flood. Ich wollte sie für die Aktion "Refugee Tent Action" machen, wir hätten dort einen Stricktreff gemacht. Ich bin aber krank geworden und konnte nicht teilnehmen, so sitze ich noch zuhause auf meinen Mützen rum.

Spinnen
Hier gehts um die Kratzigkeit von Garn und wieso es manchmal kratziger ist und manchmal weicher, um weiche und grobe Fasern und die entsprechenden Spinnarten.
Erwähnt wird:
Eiderwolle
Masham
Boneyard Shawl
Micron Einheit
The Softness Myth von Clara Parks

urbane Selbstversorgung
Hier gehts einfach darum, Teil der Community zu sein um was auf die Beine zu stellen und auch ohne Geld viele Ressourcen zu haben. Z.b. das oben verlinkte Refugee Zeltlager in Berlin fällt mir dazu ein. Das Thema war auch mal bei Knitcents - den Podcast gibts aber leider nicht mehr :-(

was ich gerade toll finde:

Hier gehts um Art Journaling - das Gestalten künstlerischer Tagebücher mit Mixed Media-Techniken. Einige haben es schon gemacht, und ich bin gerade auch angesteckt worden. Ich habe folgende Links für euch:
Willowing die Seite von Tam, wo es auch Art, Heart and Healing gibt, den kostenlosen Online-Kurs. Er lief vor 2 Jahren, aber das Material ist alles noch online und man kann den machen, wenn man möchte. Dort gibts auch dieses Life Book 2013, was ich bei Facebook sah.
Book of Days von Effy von Wild Soul Arts
Inspiration Wednesday von Donna Downey

Teechen
Mal wieder Roibusch-Kräuter "Lustgarten" von Bohea!

Viel Spass beim Anhören und Stricken ohne Tränen!

Freitag, 5. Oktober 2012

Die urbane Spinnstube, Episode 43 - Knitty Deep Fall!

Heute gibts mal wieder eine aaaauuuuuusführliche Knittybesprechung (da die neue Knitty rausgekommen ist), ich rede über das Basteln von Maschenmarkierern, Sockenstrickprojekte, Daybreak, das Zusammenschweißen von Polycord-Antriebsriemen für einfädige Spinnräder, Ernte und Einlagern/Einmachen, und über die Freude des Tantendaseins.

Die Folge zum Runterladen gibt es wieder hier:

hinweisgrafik podcastdownload
http://www.spiritvoices.de/pod/ep43.m4a

download episode 43

Wenn ihr die Datei als mp3 benötigt für euer Abspielgerät, könnt ihr die Adresse oben kopieren und hier im Online-Konverter eingeben. Dieser konvertiert sie direkt von meinem Webspace und bietet euch danach die Datei als mp3 zum Herunterladen an.

Ich bin heute total matschig und fröstelig, deswegen werde ich die Shownotes, heissen Roibuschtee schlürfend, mal wieder kurz halten.

Housekeeping:
Erwähne einige Podcasts.
Handmade Fantasy
Happycrafter 207
Commuter Knitter
Subway Knits

Stricken
Knitty Deep Fall 2012
Und hier die Musterseite
Ich stricke noch, aber gerade jetzt nicht an den Shur'tugal Socken von Alice Yu
Dann stricke ich Ringelstinos.
Und den Daybreak Shawl.
Lampwork Berlin ist der Laden, wo ich Perlen für die Maschenmarkierer gekauft habe.

Spinnen
Handgefaerbt.com
Wolllust Berlin (Antriebsriemen)


urbane Selbstversorgung
Nenyas Ernteblogposting
Salted caramel pear butter
Ugly Apple sauce
Fruit Roll ups
Stadt macht satt: Apfelernte für ein Jahr

Was ich gerade toll finde:
Tante sein und Nichtenbespassung

Samstag, 29. September 2012

Bastelstunde.

Ich habe Maschenmarkierer gebastelt.

Maschenmarkierer

Die Perlen sind handgemacht von Lampwork Berlin in der Proskauer Strasse.
Jedenfalls die meisten davon. Ich habe keine Quetschperlen gehabt und auch keine hier gefunden, die gross genug für meinen Draht waren. Also habe ich alles mit Heißklebepistole fixiert. Diese macht so dicke, schnell härtende Tropfen Kleber, dass es kaum machbar war, die Maschenmarkierer dezent zu fixieren. Jetzt haben sie halt transparente Bobbels am Ende und am Schlaufenansatz.

Dienstag, 25. September 2012

Die urbane Spinnstube, Episode 42: Das Universum und der ganze Rest

Heute gehts um Socken, Stashabbau, Daybreak, Wollmeisen, Spinnen in der Öffentlichkeit, Bauernmärkte und Rassismus und weiße Privilegien.

spininpublic

Die Folge zum Runterladen gibt es wieder hier:

hinweisgrafik podcastdownload
http://www.spiritvoices.de/pod/ep42.m4a

download episode 42

Wenn ihr die Datei als mp3 benötigt für euer Abspielgerät, könnt ihr die Adresse oben kopieren und hier im Online-Konverter eingeben. Dieser konvertiert sie direkt von meinem Webspace und bietet euch danach die Datei als mp3 zum Herunterladen an.

Housekeeping:
Die Intromusik ist "Tot'Shival" von der Band Desgavell. Gefunden über Jamendo.
Danke für eure Kommentare zur letzten Folge, liebe: murmansk,abc Daniela, Strelitzluise, Phazeiia, engelkristall, Esmerelda, Irka, Alruna, Regina und La-Wi, und Edith! (Du warst das mit der Mail, genau.)

Stricken:
Ich habe meine Stinos mit der Vinnlandsocken-Ferse fertig!
Ich rede davon dass ich beschlossen habe, immer Stinos zum zwischendurch schnell mal stricken oder für unterwegs in Arbeit haben zu wollen.
Ich habe neue Stinos angeschlagen: Bunte Ringelsocken! Ringelsocken rocken.
Weiter stricke ich noch an den Shur'tugal von Alice Yu, da bin ich mit einem Socken fast fertig.
Und ich habe den Daybreak Shawl von Stephen West angeschlagen, juhu! Aus einem Brombeere-Zauberball und einem Uni-Regia-Sockengarn. Das Muster hat mir Nala mal geschenkt.
In der Zukunft dämmert herauf, dass ich das Ulmus-Tuch von Kirsten Kapur stricken will oder aber Morlynn von Alexandra Wiedmayer. Beide Tücher erfordern 2 Farben. Ich möchte meine Wollmeise dafür verstricken, aber nichts, was ich sonst im Stash habe, passt zu der Farbe und Garnqualität. Also habe ich mir über Ravelry noch 2 Meisen 2nd Hand gekauft. Bei Ravelry kann man nämlich die gestasheten Garne anderer Leute nach bestimmten Garnen, die sie als "zu verkaufen/tauschen" markiert haben, durchsuchen. Denn diese normalen Meisenupdates mache ich nach wie vor nicht mit, das ist mir zu hart.

Auf jeden Fall stellt sich mir irgendwann die Frage, was ich mit meinem ganzen Tüchern machen soll. Was macht ihr denn mit euren ganzen Tüchern, so ihr viele gestrickt habt?

Spinnen:
Claudia Flinkhand und YayaSis von Berlin Spinnt haben am Alexanderplatz ein öffentliches Spinntreffen zum Wold Wide Spin In Public Day organisiert. Ich habe dort auf meinem alten Spinnrad ein graues Kardenband vom Finkhof gesponnen.
Ausserdem ist der Merinokammzug von ickeausberlin fast fertig spindelgesponnen!

urbane Selbstversorgung:
Zunächst nochmal zum Buch "Die Stadtbienen" von Erika Mayr: Was ich erzählt hatte, dass Honig Mehrfachzucker ist, während Haushaltszucker aus Einfachzuckern besteht, stimmt nicht - abcDaniela hat darauf hingewiesen, es ist genau umgekehrt. Hätte ich eigentlich wissen müssen, hab ich aber so gedankenlos aus dem Buch entnommen.
Dann wollte Irka noch mal ihre Demeter-Imkerin fragen was das mit den Monokulturen auf sich hat, da Bienen ja eh Blütentreu sind.
Und wir haben uns gefragt, ob das so hinhaut, dass Blüten sich nur in Zeiten mit niedriger Belastung öffnen, weil es ja viele Blüten gibt, die ganztägig offen sind, Sonnenblumen, zum Beispiel.
Also, da sind auch ungereimtheiten und offene Fragen...
das eigentliche Thema sind aber Bauernmärkte. In den USA gibt es die in amerikanischen Podcasts vielgelobten "Farmers Markets". Hier gibt es sie auch, nur in Berlin, wo ich wohne, habe ich bislang keinen gefunden, bis vorletzten Samstag. Da habe ich den Markt auf dem Boxhagener Platz in Fhain besucht, und fand es positiv, dass wirklich viele kleine Erzeuger_innen da waren, die regionale und saisonale Produkte verkauft haben. Ansonsten sind bei uns die Märkte vom Angebot und den Preisen, sowie der Herkunft der Sachen identisch mit dem Angebot in Bioläden (freue mich aber über weitere Tips zu Märkten, wo das anders ist!)

Was ich grade toll finde:
Meine aufgeräumte Wellnesstempel-Bude
Meine netten neuen Arbeitskolleginnen!

Politschwafel:
Da es in der letzten Folge um Critical Whiteness ging, habe ich nochmal die Ereignisse bei der Jubiläumsparty der Mädchenmannschaft (über die ich hier schon gebloggt habe) in Bezug darauf Revue passieren lassen, wie sich mein Weiß-sein bzw. meine privilegierte Position auf mein (nicht-)Handeln ausgewirkt hat und was ich überlegt habe, was anders laufen kann in Zukunft.

Teechen: Roibusch Ingwer Beuteltee!

Die Knitty wird erst nächste Woche besprochen :)

Sonntag, 23. September 2012

Eindrücke von 5 Jahre Mädchenmannschaft

Vorsischt, es gibt keine Triggersternchen...
Ich schreibe das hier vom Standpunkt einer weißen Teilzeitfeministin aus, die seit 10 Jahren keine Uni von innen mehr gesehen und sich stattdessen einem Handwerksberuf verschrieben hat. Zwangsläufig bin ich also bei einigem theoretisch nicht so up to date, aber bin dankbar für hilfreiche Kommentare..

Gestern war ich auf dem Jubiläumsfest der Mädchenmannschaft, sie feierten 5-Jähriges.. das war tagsüber sehr schön und entspannt. Aufgrund von Arbeit am Vortag bis spät in die Nacht und Arbeit am kommenden Tag ab relativ früh am Morgen wollte ich am Samstag eine sehr ruhige Kugel schieben. Deshalb haben wir einen spontanen "Stricktreff on the run" eröffnet, indem eidechse und ich (und dann kam noch die Faserpiratin) uns in ein sonniges Eckchen gesetzt haben und mit Fähnchen und Flyern gerüstet dem öffentlichen Stricken gefrönt haben.
Wir waren dann auf der Diskussion über die 5 Jahre Mädchenmannschaft, was hat sich geändert und wie gehts so und wie gehts weiter? und das war interessant und sehr nett.
Dann gingen wir was essen und danach strickten wir unten weiter und hörten uns Phia an (toll).
eidechse musste dann zur Arbeit und ich ging nach oben und der Workshop zu häuslicher Gewalt, der mich eigentlich interessiert hatte, war schon in vollem Gang. Ich habe mich dann noch reingesetzt und das war dann doch noch sehr interessant! Mitten im Workshop bekamen einige die Nachricht aufs Smartphone, dass nebenan nun die Diskussion zum Online-Aktivismus vs. Aktivismus im "Richtigen Leben" losging und gingen diskret rüber, ich allerdings nicht, denn ich hatte kein Smartphone und bekam auch gar nicht mit dass welche gingen, und so verpasste ich sie - als ich dann nach dem Ende des Workshops rüberging, wurde die Diskussion 5 Minuten später wegen rassistischem Bullshit von einer der Veranstalterinnen abgebrochen.

Dem voraus ging auf Facebook schon ein klein wenig Diskussion, soweit man bei dem, was in Facebook-Kommentaren an Tiefe möglich ist, von Diskussion reden kann. Denn auf dem Berliner Slutwalk die vorige Woche verkleideten und bemalten sich augenscheinlich weiße Aktivistinnen als verschleierte Muslimas, und forderten Dinge wie "unveil women's rights to unveil" und "Free women from religious oppression" (Recht auf Entschleierung, gegen religiöse Unterdrückung). Das geht gar nicht, zum einen weil es "Blackfacing" ist, wenn Weiße sich als rassistisch Unterdrückte verkleiden und als diese verkleidet dann sprechen - ob der Sprechakt dann an sich nochmal beleidigend ist oder nicht, ist wurst, weil schon diese Verkleidung und so tun als ob furchtbar sind. (Auch die Günter Wallraff Anpinslerei damals war furchtbar, btw - ich verlinke das jetzt aber nicht). Und zum anderen geht das nicht, weil man nicht auf einer Demo, die die Botschaft hat, Frauen könnten tragen, was sie wollen, die Botschaft vermitteln kann, Frauen seien erst dann frei und nicht unterdrückt, wenn sie sich entblättern. Das ist einfach ein ellenlang wiedergekäuter Islamfeindlicher Klischeetopos. Anstatt Muslimas selbst anzuhören, was diese zum Thema Verschleierung und Feminismus zu sagen haben, verkleidet man als Angehörige der Mehrheitsgesellschaft sich selbst als solche und gibt zum Besten, was der eigenen Meinung am Niqab furchtbar unfeministisch ist. Jaaa ganz super.

Aber damit ja nicht genug, denn die Kritik am Slutwalk ging auf jeden Fall noch weiter und mehr in die Tiefe, Ressourcen dazu hat Accalmie auf ihrem Blog "Stop!Talking" mit 15 Links zu entsprechenden Texten bereitgestellt. (auf englisch) Kurz geht's darum, dass es an und für sich super ist, gegen das Hinschieben der Schuld zum Opfer sexualisierter Gewalt zu protestieren, dass aber für einige Menschen das zurückfordern und positiv umdeuten des Wortes "Slut"/"Schlampe" nicht funktioniert. Beziehungsweise, daß das Zurückfordern dieser Begriffe fast nur aus einer privilegierten weißen Mittelschichtsposition möglich ist. Warum der Slutwalk auch klassistische Ausschlüsse produziert, hab ich da gelesen bei Clara Rosa. Und da überschneidet sich das bzw. geht auch direkt in das Thema Rassismus/Kolonisierung über. Das Bild von Frauen wird erst in die ehrenwerte und die Hure/Schlampe aufgespalten, und in einer Welt, wo wohlhabende Weiße Women of Color sexuell ausbeuten, im Katalog bestellen, und halt den ganzen Scheiss, finden diese es halt nicht so cool und lustig sich den Begriff Schlampe zurückerobern zu sollen - das habe ich jedenfalls aus diesen beiden Texte Hier und Hier, die beim brauen Mob und Accalmie verlinkt wurden, mitgenommen. Übrigens hat sich, hörte ich am Abend bei der Mädchenmannschaftsparty, der Slutwalk Hamburg deswegen umbenannt, in den schönen klangvollen Namen "enter_the_gap".

Wo war ich? Achso, also diese Kritik gab es, und dem Lesen nach auf Facebook und wie ich gehört habe, auch am Abend der Mädchenmannschaftsparty, haben Slutwalk-Orga-Frauen* darauf mit Ausflüchten und Gejammer, Unverständnis und live in der Diskussion mit unangemessenem rassistischen Verhalten reagiert. Und die wurde ja dann wie schon erwähnt abgebrochen. Was cool war, was ich aber auch leider halb verpasst habe, war, dass es ein spontanes Panel auf der Musikbühne gab von 5 Women of Color - Nadia Shehadeh, Noah Sow, Sabine Mohamed, Accalmie und Daniele Daude von Bühnenwatch - die alle auf der Veranstaltung als Vortragende beteiligt waren, wo sie einfach klar und deutlich gemacht haben, dass Rassismus und gerade Alltagsrassismus aus ihrer Perspektive keine abstrakten linken Politprobleme sind sondern sie damit täglich zu tun haben. Und Bullshit Bingo - Was sie nicht mehr hören wollen. Was aber trotzdem ständig kommt... das war sehr cool und kraftvoll. Andererseits war es auch ärgerlich und unangenehm für mich, erkennen zu müssen (und andere Weiße, mit denen ich geredet hatte danach) dass wir das nicht überrissen hatten, früher und deutlicher einzuschreiten. Naja, ich bin sowieso so spät dazu gekommen, dass ich mir sowieso zu unsicher war, was zu sagen. Weil ich halt auch die vorweggegangende Diskussion nicht mitgekriegt hatte. Aber es war ja vorher abzusehen gewesen dass es zu einer Rassismusdiskussion kommt, und ich persönlich - spät kommen hin oder her - hatte mir auch nix zurechtgelegt a la "was mache ich, wenn..". Das nicht machen zu müssen, ist halt auch ganz klar ein Privilegiending. Sich vorweg Überlegungen zu sparen oder zu "vergessen" sich zu überlegen, wie man reagiert, wenn - das passiert erst gar nicht wenn man nicht in der privilegierten Position ist. Ja, das hat mich schon geärgert. Ein paar mit denen ich geredet habe, haben sich auch über die mangelnde Moderation geärgert, die das Einschreiten gegen kritikresistente Äusserungen dem spontanen Gruppenprozess überlassen hat und keine Regeln durchgesetzt hat.

Was ich positiv fand, war auf jeden Fall das Gespräch mit der Clique der FibrePiratess, und ich kam mir im Vergleich zu den selbsterklärten Provinzlerinnen und deren echt fortschrittlicher Meinung selbst ein wenig zurückgeblieben vor, haha. Das war gut, dass wir danach noch so rumdiskutierten bzw. nochmal über die Diskussion und Rassismus redeten und das ohne das unter Weißen verbreitete Derailing und Abwehrreaktionen. Ich denke, sonen Kram muss weißmensch einfach auch üben und sich nicht nur in der Theorie da reinfummeln, sondern im "echten Leben" reagieren lernen. Wenn man, wie eine aus der netten Gruppe sagte, nicht noch 2 Stunden überlegen kann wie man den Kommentar formuliert...

Ich bin ja sonst eher eine, die sich zwar feministisch und links positioniert, aber nicht mit der linksten und feministischsten Bildung herumprotzen kann... vielleicht bin ich auch schon zu lange in keiner akademischen Szene mehr unterwegs gewesen, um "mithalten" zu können... hmja.. ich dachte nur, es sollte beim Selbermach Sonntag der Mädchenmannschaft dazu was geschrieben werden, und bislang war noch nix dazu in den Kommentaren.. was ich schade finde. Also, dann von mir so das als Bericht..

Was ich mir auf jeden Fall vornehme, für ein nächstes Mal: Wenn schon vorweg erkennbar ist, dass es eine Debatte um Rassismus gibt wo mit ziemlicher Sicherheit diskriminierende Sachen gesagt werden - vorher überlegen wie und was man sagen kann und sich das vornehmen. Und zweitens, nicht alleine reinkommen und sich alleine irgendwo hinsetzen. Ich glaube, das wird nüscht mit intervenieren so ganz alleine im Eck, wie es so schön in dem Text "Just one ally" steht. Also vorher überlegen und jemanden mitnehmen und vorher schon gemeinsam überlegen was man machen/sagen könnte.

Hier noch Links zu anderen Texten zum Event:

Und so sah mein schnell gebastelter Wimpel für den spontanen Stricktreff auf "MMwird5" aus:

stricktreff on the run

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