Vor schon einer ganzen Weile, also irgendwann 2014, teilte jemand auf Facebook einen Link zu einem Artikel, der von einer Familie handelte, die...
Das sind mir zuviele Schachtelsätze. Also da ist diese Familie. Sie kochen immer das gleiche. Sie haben ein paar Gerichte, die sie immer kochen, immer in der selben Reihenfolge, und wenn sie ihre Liste runtergekocht haben, fangen sie von vorne an. Viele Leute denken, das ist bestimmt eintönig. Allerdings haben Umfragen (oder etwas ähnliches) ergeben, dass die meisten Leute immer nur 5-10 verschiedene Gerichte kochen. Diese Familie, die alle 12 Wochen ihre Liste mit dem, was sie immer kochen, von vorne beginnt, kocht also viel mehr Gerichte als die durchschnittlichen Leute.
Soweit so gut.
Es ist sehr faszinierend, finde ich!
Hier ist übrigens
der Artikel, der damals geteilt wurde.
Ich habe mich mit meinem Partner abgesprochen, und weil wir beide es nicht hinkriegen, regelmässig zu kochen, wollen wir das mal mit einem Speiseplan versuchen.
Ich selber koche ja wenigstens gerne. Er gar nicht. Also bleibt alles an mir hängen, und das ist für mich keine tragbare Situation. Ich finde das ungerecht, dass ich die meiste Arbeit für eine okaye Ernährung und Lebensqualität machen soll. Also streike ich. Der Streik führt aber nicht zu Veränderungen, sondern dazu, dass wir monate lang von beschmiertem Brot, Müsli und Fertigpizza leben. Es tut mir nur weh und nicht gut. Das geht schon seit Jahren so. (Ich hab ja auch nicht wirklich Langeweile, sondern arbeite einfach auch schwer und viel und mit Lebensmitteln, da hab ich zuhause nicht mehr soviel Bock, auch noch in der Küche zu stehen).
Der Partner möchte sich ja auch besser ernähren. Uns fehlt nur eine Lösung, die zu einer gerechten Arbeitsverteilung führt. (Dazu muss ich aber auch sagen, dass wenn ich doch mal koche, er wenigstens alles putzt.)
Ich weiß schon, dass wir nicht aus dem Stand von einem monatelangen "entweder total schlecht fressen oder die Frau kocht halt mal was" zu einer kooperativen und leckereren Routine kommen werden, wahrscheinlich wird etwas schief laufen am Anfang, und vielleicht schaffen wir es auch nur, alle 2 Tage warm zu essen.
Aber wir hoffen schon, dass es etwas nützt. Wenn es regelmässige Routinen und Verpflichtungen gibt, und nicht optionale Gimmick-Aufgaben, die du machen kannst, wenn du halt Lust hast, dann wird es vielleicht auch mal gemacht (und es bleibt nicht alles an mir alleine hängen.)
Ich mache keinen 12 Wochen Plan. Das würde sich mit einer saisonalen Küche gar nicht vereinbaren lassen. Ausserdem finde ich 12-Wochen-Rhythmen so lang, dass sich wieder keine Gewohnheit entwickelt, sondern es ist im Prinzip nur ein täglicher Plan, ohne dass du in eine Routine rein kommst.
Ich habe einen 3-Wochen Plan gemacht, er nennt sich "Winterplan" und wenn es Frühling wird, bzw. spätestens im Frühsommer, wird er sich auch noch mal ändern.
Gerade mache ich die ganze Orga-Arbeit, aber wenigstens ist der Partner interessiert und willens, mitzumachen. Wir stehen auch auf echt unterschiedliche Gerichte, und haben deshalb Dinge eingebracht, die wir jeweils gut finden. Da ist von beiden Seiten etwas Mitmachen und Toleranz gefragt.
Also, hier ist unsere erste Idee:
1. Woche
Germknödel
Fertigpizza
Kartoffeln mit Kräuterquark
Spaghetti mit Sojabolognese
Pommes mit Veggiesteak o.Ä.
Pakoras, Spinat + Reis
Nusscrepes mit Bananensosse
(Die erste Woche ist eigentlich selbstgemachtes Fastfood, einfach-Essen und Süßkram, ist aber vielleicht auch mal gut)
2. Woche
Frittata
Hot Dogs
Nudeln mit Gorgonzola-Sahne-Sauce
Tofusuppe mit Kokosmilch
Gebackenes Gemüse, Reis und Dal
selbstgemachte Pizza
Alu ki Tikki (Kartoffelbratlinge)
3. Woche
Krautfleckerl
Essen vom Imbiß holen
Risotto mit Kürbis/Möhren
Curry mit Reis (u. Paneer für die nächsten 2 Tage herstellen)
Malai Kofta mit Reis und 1 Möhrensalat
Erbsen mit Paneer
Brokkoli und Blumenkohl Gratin
Ich überleg grad, ob es geschicktere wäre, die Käsebällchen (Malai Kofta) in die 1. Woche zu schieben, weil ich da extra die Sachen die fritiert werden, nacheinander gelegt habe. So könnten wir das Fritieröl gleich komplett benutzen. Hm...
Ich denke, die erste Zeit müssen wir ganz viel ausprobieren, ob das überhaupt so geht, und auch sehen, ob wir nicht Gerichte hintereinander legen, wo wir die Zutaten auch aufbrauchen und nichts schlecht wird...
ganz schön kompliziert!