#Lifebook2015 - der aktuelle Stand.
Dieses Lifebook - der vielleicht bekannteste Artjournaling-Jahreskurs überhaupt im Netz - entpuppt sich für mich wirklich als Glücksgriff. Es scheint nicht von ungefähr zu kommen, dass jedes Jahr Tausende teilnehmen.
Ich bin auch positiv überrascht, dass neben der Komponente persönliches Empowerment auch Spass und rumdudeln nicht zu kurz kommen. Ich weiss nicht, wie euch das geht, aber ich war über die Jahre auf vielen zum Empowerment gedachten Mailinglisten und in Projekten, und oft wird einfach viel gejammert. Das ist logisch, weil Leute, die nicht unter struktureller Unterdrückung leiden, benötigen das Empowerment schließlich nicht. Und die Anderen, naja - wenn sie MAL einen Raum haben, wo es möglich ist, diese Dinge auszuschütten ohne dass es heisst "nun hab dich mal nicht so", kann es auch überhand nehmen. Was dann auch alle runterzieht, die in diesen Gruppen sind. Ich rede hier über nichts, was sich in den letzten 8-10 Jahren abspielte, also braucht sich hier jetzt sicher niemand speziell angesprochen fühlen :D
Aber zurück zu Lifebook. Ich merke, dass der Spass genau das Element ist, was in dieser Hinsicht ausgleichend wirkt, das herumpanschen mit Farbe und Papieren und Kleber und Glitzer und das Lachen über die eigenen Fehler.

Dieses Bild habe ich in Woche 3 von Lifebook gezeichnet und coloriert, nach einem Tutorial von Joanne Sharpe. Mein letzter Eintrag zu Lifebook war das Comic und die Lettering Übungen. Das Lettering auf dem Bild gefällt mir nicht sooooo gut, aber es geht. Neulich war auch das Buch von Joanne Sharpe "Whimsical Lettering" für 5$ im Interweave Store im Angebot, und ich habe gleich zugeschlagen. (Ich habe es jetzt als e-book, weil ich dann nicht die Hasselei mit Porto etc. aus den USA habe.)
Leider hatte ich noch keine Zeit, das Buch wirklich anzufangen oder gar damit zu beginnen, es durchzuarbeiten.
Die 4. Woche gab es einfach ein kurzes Bonus-Tutorial, was eher einem Youtube-Artjournalingfilm entsprach von Patti Ballard.
Meine Interpretation sah so aus:

Das Gesicht rechts oben ist übrigens mein erster selbstgeschnitzter Stempel. Es gibt ja diese Stempelblöcke/Stempelmatten aus einer Art weichem, kreidigen Gummi, die mit Linolmessern bearbeitet werden können.

In Woche 5 gab es das Thema Traumfänger. Ich war nur so halbzufrieden damit, wie das Thema kulturelle Aneignung in der Community behandelt wurde. Die Dozentin hat zwar kundgetan, dass es sehr wichtig ist, sich als privilegierte Menschen verantwortungsvoll zu verhalten und dass sie selber Projekte von nordamerikanischen First Nations unterstützt, und uns auch mit Links versorgt, damit wir über die Kämpfe und Themen von First Nations uns informieren können. Die Links kamen dann aber nicht, ich fragte danach, und sie hatte sie - öhm - naja, halt vergessen. Sie reichte sie dann nach, und es lief dann so ab, dass ein winziger Teil der riesigen Lifebook Gruppe sich in einem von mir eröffneten Facebookthread über das Thema ausgetauscht hat, während die anderen halt ihre Traumfänger malten und bastelten und nicht erkennbar darüber reflektierten.
Immerhin war in dem Grüppchen, das das Thema behandelt hat, das Feedback durch die Bank positiv, und kein Mensch maulte herum, weil das Thema Privilegien angesprochen worden war. Auch die Orga von Lifebook und die Dozentin haben das unterstützt.
Ich habe 10 Euro an Idle no More gespendet, das ist zwar nicht viel, aber in meinem kleinen Rahmen ist es eben das, was ich so da und dort beitragen kann.
Wir haben in dem Sinne auch keine "original Traumfänger" gebastelt, sondern angelehnte Objekte aus Häkeldeckchen. Das war eigentlich ganz kreativ. Meins ist nicht so schön geworden. Ich habe auch keinen Traumfänger gemacht, sondern ich habe eine Schneeflocke gestrickt und diese mit schmelzenden Wassertropfen anstatt Federn versehen, eine Art vorweggenommenes Imbolc-Ritual.

Das Strickmuster gibt es übrigens kostenlos bei Berroco (englischsprachig)
Heute male ich dann hier dran weiter:

Da weiche ich mal kaum ab von der Vorlage. Zum einen, weil die Muse mich dann schon auch küssen muss, und weil ich grade auch den Kopf voll habe mit Arbeit, Projekten und anderen Dingen, und dann einfach mal entspannt alles abmale was mir so vorgesetzt wird. Let it flow.
Wenn das Bild fertig ist, gibts dann natürlich auch entsprechende Credits an Tamara LaPorte!
So weit, so gut.
für mich hat sich rausgestellt, dass ich manchmal deshalb nicht hinterherkomme, weil ich keine Zeit habe, die manchmal doch sehr langen Videos alle zu gucken. Abends möchte ich hangouten, da kann ich nebenher zwar malen, aber nicht die Tutorials ansehen. Gut bewährt hat sich, die Tutorials vorab zu schauen und dann abends aus dem Kopf zu malen.
Ich bin auch positiv überrascht, dass neben der Komponente persönliches Empowerment auch Spass und rumdudeln nicht zu kurz kommen. Ich weiss nicht, wie euch das geht, aber ich war über die Jahre auf vielen zum Empowerment gedachten Mailinglisten und in Projekten, und oft wird einfach viel gejammert. Das ist logisch, weil Leute, die nicht unter struktureller Unterdrückung leiden, benötigen das Empowerment schließlich nicht. Und die Anderen, naja - wenn sie MAL einen Raum haben, wo es möglich ist, diese Dinge auszuschütten ohne dass es heisst "nun hab dich mal nicht so", kann es auch überhand nehmen. Was dann auch alle runterzieht, die in diesen Gruppen sind. Ich rede hier über nichts, was sich in den letzten 8-10 Jahren abspielte, also braucht sich hier jetzt sicher niemand speziell angesprochen fühlen :D
Aber zurück zu Lifebook. Ich merke, dass der Spass genau das Element ist, was in dieser Hinsicht ausgleichend wirkt, das herumpanschen mit Farbe und Papieren und Kleber und Glitzer und das Lachen über die eigenen Fehler.

Dieses Bild habe ich in Woche 3 von Lifebook gezeichnet und coloriert, nach einem Tutorial von Joanne Sharpe. Mein letzter Eintrag zu Lifebook war das Comic und die Lettering Übungen. Das Lettering auf dem Bild gefällt mir nicht sooooo gut, aber es geht. Neulich war auch das Buch von Joanne Sharpe "Whimsical Lettering" für 5$ im Interweave Store im Angebot, und ich habe gleich zugeschlagen. (Ich habe es jetzt als e-book, weil ich dann nicht die Hasselei mit Porto etc. aus den USA habe.)
Leider hatte ich noch keine Zeit, das Buch wirklich anzufangen oder gar damit zu beginnen, es durchzuarbeiten.
Die 4. Woche gab es einfach ein kurzes Bonus-Tutorial, was eher einem Youtube-Artjournalingfilm entsprach von Patti Ballard.
Meine Interpretation sah so aus:

Das Gesicht rechts oben ist übrigens mein erster selbstgeschnitzter Stempel. Es gibt ja diese Stempelblöcke/Stempelmatten aus einer Art weichem, kreidigen Gummi, die mit Linolmessern bearbeitet werden können.

In Woche 5 gab es das Thema Traumfänger. Ich war nur so halbzufrieden damit, wie das Thema kulturelle Aneignung in der Community behandelt wurde. Die Dozentin hat zwar kundgetan, dass es sehr wichtig ist, sich als privilegierte Menschen verantwortungsvoll zu verhalten und dass sie selber Projekte von nordamerikanischen First Nations unterstützt, und uns auch mit Links versorgt, damit wir über die Kämpfe und Themen von First Nations uns informieren können. Die Links kamen dann aber nicht, ich fragte danach, und sie hatte sie - öhm - naja, halt vergessen. Sie reichte sie dann nach, und es lief dann so ab, dass ein winziger Teil der riesigen Lifebook Gruppe sich in einem von mir eröffneten Facebookthread über das Thema ausgetauscht hat, während die anderen halt ihre Traumfänger malten und bastelten und nicht erkennbar darüber reflektierten.
Immerhin war in dem Grüppchen, das das Thema behandelt hat, das Feedback durch die Bank positiv, und kein Mensch maulte herum, weil das Thema Privilegien angesprochen worden war. Auch die Orga von Lifebook und die Dozentin haben das unterstützt.
Ich habe 10 Euro an Idle no More gespendet, das ist zwar nicht viel, aber in meinem kleinen Rahmen ist es eben das, was ich so da und dort beitragen kann.
Wir haben in dem Sinne auch keine "original Traumfänger" gebastelt, sondern angelehnte Objekte aus Häkeldeckchen. Das war eigentlich ganz kreativ. Meins ist nicht so schön geworden. Ich habe auch keinen Traumfänger gemacht, sondern ich habe eine Schneeflocke gestrickt und diese mit schmelzenden Wassertropfen anstatt Federn versehen, eine Art vorweggenommenes Imbolc-Ritual.

Das Strickmuster gibt es übrigens kostenlos bei Berroco (englischsprachig)
Heute male ich dann hier dran weiter:

Da weiche ich mal kaum ab von der Vorlage. Zum einen, weil die Muse mich dann schon auch küssen muss, und weil ich grade auch den Kopf voll habe mit Arbeit, Projekten und anderen Dingen, und dann einfach mal entspannt alles abmale was mir so vorgesetzt wird. Let it flow.
Wenn das Bild fertig ist, gibts dann natürlich auch entsprechende Credits an Tamara LaPorte!
So weit, so gut.
für mich hat sich rausgestellt, dass ich manchmal deshalb nicht hinterherkomme, weil ich keine Zeit habe, die manchmal doch sehr langen Videos alle zu gucken. Abends möchte ich hangouten, da kann ich nebenher zwar malen, aber nicht die Tutorials ansehen. Gut bewährt hat sich, die Tutorials vorab zu schauen und dann abends aus dem Kopf zu malen.
distelfliege - 11. Feb, 12:42


Nur was ich nicht verstehe....
Aber wie gesagt - ich lass' mich gerne überzeugen.
lG
antje
Ich kanns aber kurz erklären: Es ist quasi ein kreatives Tagebuch mit einem leichten Anspruch auf Selbstheilung und Selbstermächtigung. Das hat es mit Empowerment zu tun.