Ostseeradweg Dänemark, Tag 3: Ærø - Tåsinge - Langeland
Diese Etappe führte uns über 5 Inseln und wir konnten in unserem ersten "Luxus-Shelter" übernachten.

Aufbruch am Zeltplatz Voderup Klint auf Ærø
Es blieb morgens alles trocken, und wir packten früh ein. Um 8 Uhr waren wir im Sattel. Die Straßen quer über die Insel führten durch eine schöne Landschaft an die Nordküste von Ærø. Als wir das Meer erreichten, sahen wir gerade die Fähre reinkommen. Wir hatten aber noch 6km und dachten, dass wir die bestimmt nicht mehr erwischen. In Æroskøbing ist es wirklich genauso malerisch, wie es in den ganzen Touristenbroschüren beschrieben stand, aber die Fähre, die wir gesehen hatten, lag immer noch im Hafen und wir konnten der Versuchung nicht widerstehen, einfach drauf zu rollen, und keine Wartezeit zu haben.
Dadurch, dass wir auf Ærø recht wenig gesehen haben, und die Insel sehr schön fanden, fassten wir den Entschluß, die Insel irgendwann noch mal zu besuchen und mehr Zeit für sie zu haben.
Unterbrechung für eine Durchsage
Während ich das schreibe, lese ich auf Twitter, dass die Rosenblätter ihre Radtour ans Meer abbrechen mussten. Ihr Assistenzhund benötigte eine Notoperation. Hier könnt ihr was in den Pool spenden, denn die OP-Kosten können sie sonst nicht stemmen: Eigentlich für Hannah Rosenblatts Geburtstag gedacht, jetzt auch für Hund NakNak*
Es macht mich gerade super traurig und geschockt. Ich hatte Hannahs Radtour gespannt verfolgt, und hätte ihr eine genau so gute (mindestens!) gegönnt, wie wir sie hatten. Ich hoffe, alles inklusive des wieder zuhause Ankommens wird gut.
Weiter gehts...
Auf der Fähre posteten wir ein paar Bilder auf Instagram, dank Ærø Ferry Wifi :)

malerisches Ærøskøbing
Die Fahrt nach Svendborg dauerte fast 1 1/2 Stunden. Wir hatten keine Zeit gehabt, Brötchen zum Frühstück zu kaufen, und deshalb kauften wir uns auf der Fähre welche. So teure Brötchen haben wir noch nie gegessen, das sind dort dänische Restaurantpreise gewesen. Aber egal, das sollte sowieso eine Ausnahme bleiben. In Svendborg verfuhren wir uns erstmal mehrmals auf der Suche nach dem Netto. Es haben uns auch mehrere Leute in verschiedene, falsche Richtungen geschickt. Aber irgendwann kamen wir doch hin. Die Stadt ist SEHR hügelig und steil. Aber ganz malerisch.
Die Brücke nach Tåsinge war auch nicht leicht zu finden, denn es ist eine Autobahnbrücke. Der Rad- und Fußweg ist erst kurz vor der Brücke vorhanden, und ich dachte, ich könne eine Abkürzung nehmen, da wäre ich aber nur auf die radweglose Autobahn gekommen. Das wollten wir dann doch nicht. Auf Tåsinge fuhren wir durch schnucklige Dörfchen (Troense) und kauften dort an einer "Kasse des Vertrauens" Erdbeeren aus dem Garten. Die schmeckten so wie richtige Gartenerdbeeren! Fantastisch. Ich wurde an meine Kindheit erinnert, als wir einen Garten mit Erdbeerpflanzen hatten.

Der Radweg führt mitten durch "Valdemars Slot" und wir hielten an, setzten uns in den Schloßgarten, und aßen Erdbeeren mit Bananen-Birnen-Joghurt vom Netto. Klar, dass es bei dem Schloß nicht nur Sitzbänke gab, sondern auch eine für Alle kostenlose, schöne Toilette, wo wir die Wasserflasche nachfüllen konnten.

Blick von der Brücke nach Tåsinge

Autostrasse. Nicht so schön.

Troense

Valdemars Slot - der Radweg geht mitten durch.
Auf Tåsinge führte die Route meistens über eine wenig befahrene Landstraße. Es hätte dort eine Landspitze gegeben, wo es einen tollen Shelterplatz geben soll, aber wir wollten noch nicht halt machen und weiterfahren nach Langeland. Außerdem war ich auf die Brücken nach Langeland gespannt. Ich hatte mir das vor dem Urlaub sehr aufregend vorgestellt, über Brücken übers Meer zwischen Inseln zu fahren. Es war viel weniger spektakulär, als ich gedacht hatte. Außerdem begann es zu nieseln und Gegenwind hatten wir auch noch. Auf der Brücke nach Siø kam uns ein Vagabund entgegen, der all seine Sachen in einem Kinderwagen dabei hatte. Wir sollten ihn 10 Tage später auf Fyn kennenlernen, weil wir uns einen Übernachtungsplatz teilten :)

Pass auf mich auf!
Siø ist eine sehr kleine Insel mit nur wenigen Häusern drauf. Obwohl sie so klein ist, kam es mir ganz schön lang vor, bis wir sie durchfahren hatten. die Brücke nach Langeland hatte dann nochmal eine Steigung für uns bereit.

Blick nach Rudkøbing auf Langeland
Wir fuhren nicht nach Rudkøbing rein, denn wir hatten uns in Svendborg mit allem nötigen für den Tag eingedeckt. Der Weg führt durch eine ländliche Gegend durch Siedlungen nach Norden. Uns fiel dann noch ein, dass wir nicht genug Wasser hatten, um damit bis morgen früh auszukommen. Es gab aber keine Kirche mehr bis zum Shelterplatz Pæregårdstrand, wo es Klos und Waschbecken gegeben hätte. Deshalb hielten wir in Kassebølle und versuchten, die Dorfbevölkerung anzutreffen. Viele Häuser haben keine Klingel und oft sind die Leute auch nicht da. Aber auf einmal stellte eine Frau einen Putzeimer vor die Tür, um ihre Veranda zu wischen, und die sprachen wir an und bekamen unseren Wassersack aufgefüllt und bedankten uns schön.
Langeland war weniger hügelig als Ærø, und ich spähte vergeblich nach dem berühmten Steinzeitgrab an der Seite des Weges. Da war schon der Abzweig zum Pæregård Strand. Der Shelterplatz war schön ausgeschildert und nicht besetzt, Erfolg! Um dorthin zu kommen, mussten wir über einen kleinen Graben, der mit einem morschen, angebrochenen Brett überbrückt wurde. Deswegen lud ich mein Fahrrad ab, ich hatte keine Lust, mit der ganzen Last im Graben zu landen. Es war eh nur ein Mini-Graben, aber trotzdem hatte ich keine Lust.
Der Shelterplatz war richtig schön. Es gab zwei schwarz gestrichene Holzhütten, die wir "Luxus-Shelter" nannten, weil sie super designed und auch sehr luxuriös waren. Sie hatten Türen und verschiedene Fenster zum Aufklappen und zwei Ebenen, auf denen man schlafen konnte. Ich wollte nicht oben schlafen, weil ich dann nachts im Dunklen nicht runterklettern wollte, aber B. schon, also baute ich mein Zeug unten auf und er seins oben.

Es gab auch eine Feuerstelle (sogar zwei) und eine zweite Hütte, die eine Art Aufenthaltsraum mit Bänken und Tisch war. Den Tisch konnte man aber hochklappen und hatte dann eine zweite Hütte zum Übernachten.
Diese Luxusshelter sind im Voraus buchbar. Wir hatten deswegen doch Bedenken, dass noch jemand kommen würde. Dann hätten wir unser Zelt einfach dort noch dazu aufgebaut. Es kam aber niemand, und stattdessen kam abends noch die Sonne raus. Ich fuhr nochmal ein Stück zurück, um das Hügelgrab zu sehen, aber ich fand es wieder nicht. Also beschloss ich, im Wald etwas Holz zu sammeln für ein kleines Lagerfeuer am Abend.

Holzbeladen

Shelterplatz
Wir hatten viel Zeit am Pæregård Strand, wir waren schon um 14 Uhr angekommen. Zeit, um am Strand herumzuhängen, im Gras zu liegen.. ich machte ein bischen Yoga am Strand und strickte an meinem Urlaubstuch weiter, und las mein Buch weiter.
Abends saßen wir am Lagerfeuer und ich kochte Couscous, Baked Beans, gebratene Zwiebeln und gebratene Zuchhini. Das sollte es noch öfter auf der Tour geben, es wurde unser all-Time-Tour-Fave.

Obwohl der Tag die meiste Zeit bewölkt war, war es trocken geblieben. Ich war suer glücklich und zufrieden mit diesem Tag. Ich schlief bei offener Luke im Shelter und schaute beim Einschlafen Rehen zu, die über die Wiese spazierten.

Teil 1: Bis Ærøskøbing sind es nur 10km

Teil 2: 38km

Aufbruch am Zeltplatz Voderup Klint auf Ærø
Es blieb morgens alles trocken, und wir packten früh ein. Um 8 Uhr waren wir im Sattel. Die Straßen quer über die Insel führten durch eine schöne Landschaft an die Nordküste von Ærø. Als wir das Meer erreichten, sahen wir gerade die Fähre reinkommen. Wir hatten aber noch 6km und dachten, dass wir die bestimmt nicht mehr erwischen. In Æroskøbing ist es wirklich genauso malerisch, wie es in den ganzen Touristenbroschüren beschrieben stand, aber die Fähre, die wir gesehen hatten, lag immer noch im Hafen und wir konnten der Versuchung nicht widerstehen, einfach drauf zu rollen, und keine Wartezeit zu haben.
Dadurch, dass wir auf Ærø recht wenig gesehen haben, und die Insel sehr schön fanden, fassten wir den Entschluß, die Insel irgendwann noch mal zu besuchen und mehr Zeit für sie zu haben.
Unterbrechung für eine Durchsage
Während ich das schreibe, lese ich auf Twitter, dass die Rosenblätter ihre Radtour ans Meer abbrechen mussten. Ihr Assistenzhund benötigte eine Notoperation. Hier könnt ihr was in den Pool spenden, denn die OP-Kosten können sie sonst nicht stemmen: Eigentlich für Hannah Rosenblatts Geburtstag gedacht, jetzt auch für Hund NakNak*
Es macht mich gerade super traurig und geschockt. Ich hatte Hannahs Radtour gespannt verfolgt, und hätte ihr eine genau so gute (mindestens!) gegönnt, wie wir sie hatten. Ich hoffe, alles inklusive des wieder zuhause Ankommens wird gut.
Weiter gehts...
Auf der Fähre posteten wir ein paar Bilder auf Instagram, dank Ærø Ferry Wifi :)

malerisches Ærøskøbing
Die Fahrt nach Svendborg dauerte fast 1 1/2 Stunden. Wir hatten keine Zeit gehabt, Brötchen zum Frühstück zu kaufen, und deshalb kauften wir uns auf der Fähre welche. So teure Brötchen haben wir noch nie gegessen, das sind dort dänische Restaurantpreise gewesen. Aber egal, das sollte sowieso eine Ausnahme bleiben. In Svendborg verfuhren wir uns erstmal mehrmals auf der Suche nach dem Netto. Es haben uns auch mehrere Leute in verschiedene, falsche Richtungen geschickt. Aber irgendwann kamen wir doch hin. Die Stadt ist SEHR hügelig und steil. Aber ganz malerisch.
Die Brücke nach Tåsinge war auch nicht leicht zu finden, denn es ist eine Autobahnbrücke. Der Rad- und Fußweg ist erst kurz vor der Brücke vorhanden, und ich dachte, ich könne eine Abkürzung nehmen, da wäre ich aber nur auf die radweglose Autobahn gekommen. Das wollten wir dann doch nicht. Auf Tåsinge fuhren wir durch schnucklige Dörfchen (Troense) und kauften dort an einer "Kasse des Vertrauens" Erdbeeren aus dem Garten. Die schmeckten so wie richtige Gartenerdbeeren! Fantastisch. Ich wurde an meine Kindheit erinnert, als wir einen Garten mit Erdbeerpflanzen hatten.

Der Radweg führt mitten durch "Valdemars Slot" und wir hielten an, setzten uns in den Schloßgarten, und aßen Erdbeeren mit Bananen-Birnen-Joghurt vom Netto. Klar, dass es bei dem Schloß nicht nur Sitzbänke gab, sondern auch eine für Alle kostenlose, schöne Toilette, wo wir die Wasserflasche nachfüllen konnten.

Blick von der Brücke nach Tåsinge

Autostrasse. Nicht so schön.

Troense

Valdemars Slot - der Radweg geht mitten durch.
Auf Tåsinge führte die Route meistens über eine wenig befahrene Landstraße. Es hätte dort eine Landspitze gegeben, wo es einen tollen Shelterplatz geben soll, aber wir wollten noch nicht halt machen und weiterfahren nach Langeland. Außerdem war ich auf die Brücken nach Langeland gespannt. Ich hatte mir das vor dem Urlaub sehr aufregend vorgestellt, über Brücken übers Meer zwischen Inseln zu fahren. Es war viel weniger spektakulär, als ich gedacht hatte. Außerdem begann es zu nieseln und Gegenwind hatten wir auch noch. Auf der Brücke nach Siø kam uns ein Vagabund entgegen, der all seine Sachen in einem Kinderwagen dabei hatte. Wir sollten ihn 10 Tage später auf Fyn kennenlernen, weil wir uns einen Übernachtungsplatz teilten :)

Pass auf mich auf!
Siø ist eine sehr kleine Insel mit nur wenigen Häusern drauf. Obwohl sie so klein ist, kam es mir ganz schön lang vor, bis wir sie durchfahren hatten. die Brücke nach Langeland hatte dann nochmal eine Steigung für uns bereit.

Blick nach Rudkøbing auf Langeland
Wir fuhren nicht nach Rudkøbing rein, denn wir hatten uns in Svendborg mit allem nötigen für den Tag eingedeckt. Der Weg führt durch eine ländliche Gegend durch Siedlungen nach Norden. Uns fiel dann noch ein, dass wir nicht genug Wasser hatten, um damit bis morgen früh auszukommen. Es gab aber keine Kirche mehr bis zum Shelterplatz Pæregårdstrand, wo es Klos und Waschbecken gegeben hätte. Deshalb hielten wir in Kassebølle und versuchten, die Dorfbevölkerung anzutreffen. Viele Häuser haben keine Klingel und oft sind die Leute auch nicht da. Aber auf einmal stellte eine Frau einen Putzeimer vor die Tür, um ihre Veranda zu wischen, und die sprachen wir an und bekamen unseren Wassersack aufgefüllt und bedankten uns schön.
Langeland war weniger hügelig als Ærø, und ich spähte vergeblich nach dem berühmten Steinzeitgrab an der Seite des Weges. Da war schon der Abzweig zum Pæregård Strand. Der Shelterplatz war schön ausgeschildert und nicht besetzt, Erfolg! Um dorthin zu kommen, mussten wir über einen kleinen Graben, der mit einem morschen, angebrochenen Brett überbrückt wurde. Deswegen lud ich mein Fahrrad ab, ich hatte keine Lust, mit der ganzen Last im Graben zu landen. Es war eh nur ein Mini-Graben, aber trotzdem hatte ich keine Lust.
Der Shelterplatz war richtig schön. Es gab zwei schwarz gestrichene Holzhütten, die wir "Luxus-Shelter" nannten, weil sie super designed und auch sehr luxuriös waren. Sie hatten Türen und verschiedene Fenster zum Aufklappen und zwei Ebenen, auf denen man schlafen konnte. Ich wollte nicht oben schlafen, weil ich dann nachts im Dunklen nicht runterklettern wollte, aber B. schon, also baute ich mein Zeug unten auf und er seins oben.

Es gab auch eine Feuerstelle (sogar zwei) und eine zweite Hütte, die eine Art Aufenthaltsraum mit Bänken und Tisch war. Den Tisch konnte man aber hochklappen und hatte dann eine zweite Hütte zum Übernachten.
Diese Luxusshelter sind im Voraus buchbar. Wir hatten deswegen doch Bedenken, dass noch jemand kommen würde. Dann hätten wir unser Zelt einfach dort noch dazu aufgebaut. Es kam aber niemand, und stattdessen kam abends noch die Sonne raus. Ich fuhr nochmal ein Stück zurück, um das Hügelgrab zu sehen, aber ich fand es wieder nicht. Also beschloss ich, im Wald etwas Holz zu sammeln für ein kleines Lagerfeuer am Abend.

Holzbeladen

Shelterplatz
Wir hatten viel Zeit am Pæregård Strand, wir waren schon um 14 Uhr angekommen. Zeit, um am Strand herumzuhängen, im Gras zu liegen.. ich machte ein bischen Yoga am Strand und strickte an meinem Urlaubstuch weiter, und las mein Buch weiter.
Abends saßen wir am Lagerfeuer und ich kochte Couscous, Baked Beans, gebratene Zwiebeln und gebratene Zuchhini. Das sollte es noch öfter auf der Tour geben, es wurde unser all-Time-Tour-Fave.

Obwohl der Tag die meiste Zeit bewölkt war, war es trocken geblieben. Ich war suer glücklich und zufrieden mit diesem Tag. Ich schlief bei offener Luke im Shelter und schaute beim Einschlafen Rehen zu, die über die Wiese spazierten.

Teil 1: Bis Ærøskøbing sind es nur 10km

Teil 2: 38km
distelfliege - 14. Jul, 09:29

