Ostseeradweg Dänemark, Tag 6: Ulslev auf Falster - Bogø
Etappe: 37km
Gesamt: 287km
Die Strecke heute sollte eher kurz werden. Der Plan war, auf Bogø bei privat im Garten zu zelten, dort sollte es laut der Udinaturen.dk Webseite auch eine Duschmöglichkeit geben. Ich finde ja, dass mich seltener duschen nicht so stört, wenn ich den ganzen Tag draussen an der Luft bin. Das lüftet quasi alles aus. Aber wenn doch die Sonne scheint, muss Sonnenmilch benutzt werden. Meine ist wasserfest. Und dann ggf. auch Mückenspray. Das riecht zwar gut, aber erzeugt auch erhöhten Wasch- und Duschbedarf.
Ich bin um 6 Uhr aufgewacht, wie immer. Bei solchen Touren pendelt es sich bei mir ganz schnell so ein, dass ich vor der Dunkelheit müde bin und am frühen Morgen von alleine aufwache. Das ist praktisch und spart die Batterien der Taschenlampe. Bis zum kompletten Abbau und nach dem Kaffee trinken war es 8:30, da sind wir losgefahren.

Durch den Wald am Meer entlang
Die erste Station waren die Hünengräber vom Halskov. Die Hünengräberdichte ist in diesem Waldstück hoher als irgendwo sonst in Dänemark. Es gibt ausserdem auch Hügelgräber, Ganggräber, Findlinge und Schiffssetzungen. Es gibt eine Museumshütte, und wie fast überall in DK, Toiletten mit der Möglichkeit, Wasser aufzufüllen. Die Museumshütte ist unbesetzt, aber offen. Es gibt Broschüren und eine grosse, nett gebastelte Steinzeitszene in der Hütte.

Die Museumshütte
Ich bin dann zu Fuß den Rundweg durch den Wald gegangen. B. wartete auf der Wiese mit Sitzbänken vor der Museumshütte und betrieb etwas aktives Entspannen. Am meisten hat mich eine Buche mit hohem Stamm beeindruckt. Aber auch die vielen Steine aus dem Altertum fand ich sehr schön und sehenswert.

eine Schiffssetzung

zerfallene Hünengräber

Die hohe Buche
Wir haben dort auf dem Rastplatz auch gefrühstückt und fuhren dann weiter an der Ostküste von Falster entlang. Ich wollte die Hängematte aufspannen, und es gab dafür auch tolle Bäume am Strand. Aber es war zu kühl und zu windig, um lange in der Hängematte zu liegen. Der Küstenweg war schön zu fahren, vor Stubbekøbing gibt es ein Stück geschotterten, aber guten einspurigen Weg, und echt schöne Natur.

Waldskulptur

Pause am Hafen von Hesnæs

Mövenpicknick

Küstenradweg
Die Ostküste von Falster scheint ein Badeparadies zu sein, Marielyst ist nicht der einzige Badeort. Diese Badeorte bestehen aus langgezogenen, am Strand liegenden Anreihungen von Sommerhäusern, und sie heißen oft wie der nächstgelegene Ort plus den Zusatz "Strand". Ich mochte diese touristischen Orte zum durchfahren nicht so, aber schön war die Küste auf jeden Fall. Die Badeorte sorgen leider für eine Küstenverbauung, so dass man nicht mehr an den Strand kommt, weil dieser von privaten Wassergrundstücken besetzt ist. Es gibt auch eine Initiative in Dänemark, die gegen Privatisierung von Küsten ist: 300meter.dk

Kurz vor Stubbekøbing
In Stubbekøbing gibt es zwei Shelter direkt am Hafen, was ungewöhnlich ist, dass die mitten in der Stadt quasi sind. Aber sie sahen gut gepflegt aus. Wir wollten aber weiter und einkaufen mussten wir auch noch. Beim Netto im Nonfood gab es Handtücher in der perfekten Grösse für 20 Kronen. Raaah! Hätte ich doch einen Tag gewartet mit dem Handtuchkauf! Ich will ja mein Strandlaken-Handtuch nicht wegwerfen, deswegen blieben die Netto-Handtücher liegen. Aber ich habe mich so geärgert.
Ausserdem hatte ich beim Netto Energieriegel gekauft, die sehr lecker waren. Irgendsowas oder auch Traubenzucker dabei zu haben, finde ich ganz gut. Mitten beim Fahren einen plötzlichen Energieabfall zu haben ist nicht so toll, bzw. es geht natürlich schon, damit zurecht zu kommen, aber wenn das einfach mit einem Zuckerle aufgefangen werden kann, bis sich eine Rastgelegenheit ergibt, ist das doch gut.
Wir wollten das WiFi in der Touri-Info nutzen, und dort muss man noch so einen altertümlichen kopierten Wisch ausfüllen, und die netten Leute vom örtlichen Geschichtsverein wussten nicht so genau, wie das genau geht. Aber dann kam ein Wissender und gab uns ein Passwort, und wir bekamen noch eine Schale mit frischen Erdbeeren vorgesetzt. Ich war ganz gerührt vor lauter Freundlichkeit.
Wir konnten nicht lange bleiben, da die Fähre nach Bogø um 14:30h fuhr. An Bord des kleinen Schiffs mit richtiger Holzbrücke fing es zu regnen an, und kaum auf Bogø angekommen, hörte es wieder auf. Praktisch!

Tschüs Stubbekøbing! Auf der Museumsfähre "Ida". Während wir an Bord sind, geht ein starker, aber kurzer Regen nieder.

unsere Fahrräder auf der Fähre

Und nochmal die Fähre.
Die Unterkunft in Bogø zu finden, war nicht ganz so leicht. Erst verfuhren wir uns und mussten ein ganzes Stück bergauf zurück fahren, und dann war es doch eher teuer (1x Duschen ca. 2 Euro), so dass wir auf deutsches Campingplatzniveau mit dem Preis kamen. Aber für mal ist das schon okay. Unsere Telefone konnten wir eigentlich auch nicht aufladen, und suchten uns dann halb heimlich eine Steckdose im Geräteschuppen. Dafür standen im Garten Möbel rum, die wir nutzen konnten, das war fein.

Im Garten auf Bogø
Abends gab es nochmal Pasta mit Kartoffeln, die wir bei einer "Kasse des Vertrauens" am Wegrand gekauft hatten. Beim Duschen stellte ich fest, dass mein neues Handtuch mich von oben bis unten mit blaugrünem Flaum vollfusselte. Noch mehr Handtuchfrust. Ich habe das Handtuch, mein Hemd und Unterwäsche dann durchgewaschen, mit warmem Wasser und Seife dort im Badezimmer, was das Fusseln nicht komplett beseitigte, aber sehr reduzierte.

Zu mehr Infos über die Strecke auf Outdooractive.com - aufs Bild klicken!
Gesamt: 287km
Die Strecke heute sollte eher kurz werden. Der Plan war, auf Bogø bei privat im Garten zu zelten, dort sollte es laut der Udinaturen.dk Webseite auch eine Duschmöglichkeit geben. Ich finde ja, dass mich seltener duschen nicht so stört, wenn ich den ganzen Tag draussen an der Luft bin. Das lüftet quasi alles aus. Aber wenn doch die Sonne scheint, muss Sonnenmilch benutzt werden. Meine ist wasserfest. Und dann ggf. auch Mückenspray. Das riecht zwar gut, aber erzeugt auch erhöhten Wasch- und Duschbedarf.
Ich bin um 6 Uhr aufgewacht, wie immer. Bei solchen Touren pendelt es sich bei mir ganz schnell so ein, dass ich vor der Dunkelheit müde bin und am frühen Morgen von alleine aufwache. Das ist praktisch und spart die Batterien der Taschenlampe. Bis zum kompletten Abbau und nach dem Kaffee trinken war es 8:30, da sind wir losgefahren.

Durch den Wald am Meer entlang
Die erste Station waren die Hünengräber vom Halskov. Die Hünengräberdichte ist in diesem Waldstück hoher als irgendwo sonst in Dänemark. Es gibt ausserdem auch Hügelgräber, Ganggräber, Findlinge und Schiffssetzungen. Es gibt eine Museumshütte, und wie fast überall in DK, Toiletten mit der Möglichkeit, Wasser aufzufüllen. Die Museumshütte ist unbesetzt, aber offen. Es gibt Broschüren und eine grosse, nett gebastelte Steinzeitszene in der Hütte.

Die Museumshütte
Ich bin dann zu Fuß den Rundweg durch den Wald gegangen. B. wartete auf der Wiese mit Sitzbänken vor der Museumshütte und betrieb etwas aktives Entspannen. Am meisten hat mich eine Buche mit hohem Stamm beeindruckt. Aber auch die vielen Steine aus dem Altertum fand ich sehr schön und sehenswert.

eine Schiffssetzung

zerfallene Hünengräber

Die hohe Buche
Wir haben dort auf dem Rastplatz auch gefrühstückt und fuhren dann weiter an der Ostküste von Falster entlang. Ich wollte die Hängematte aufspannen, und es gab dafür auch tolle Bäume am Strand. Aber es war zu kühl und zu windig, um lange in der Hängematte zu liegen. Der Küstenweg war schön zu fahren, vor Stubbekøbing gibt es ein Stück geschotterten, aber guten einspurigen Weg, und echt schöne Natur.

Waldskulptur

Pause am Hafen von Hesnæs

Mövenpicknick

Küstenradweg
Die Ostküste von Falster scheint ein Badeparadies zu sein, Marielyst ist nicht der einzige Badeort. Diese Badeorte bestehen aus langgezogenen, am Strand liegenden Anreihungen von Sommerhäusern, und sie heißen oft wie der nächstgelegene Ort plus den Zusatz "Strand". Ich mochte diese touristischen Orte zum durchfahren nicht so, aber schön war die Küste auf jeden Fall. Die Badeorte sorgen leider für eine Küstenverbauung, so dass man nicht mehr an den Strand kommt, weil dieser von privaten Wassergrundstücken besetzt ist. Es gibt auch eine Initiative in Dänemark, die gegen Privatisierung von Küsten ist: 300meter.dk

Kurz vor Stubbekøbing
In Stubbekøbing gibt es zwei Shelter direkt am Hafen, was ungewöhnlich ist, dass die mitten in der Stadt quasi sind. Aber sie sahen gut gepflegt aus. Wir wollten aber weiter und einkaufen mussten wir auch noch. Beim Netto im Nonfood gab es Handtücher in der perfekten Grösse für 20 Kronen. Raaah! Hätte ich doch einen Tag gewartet mit dem Handtuchkauf! Ich will ja mein Strandlaken-Handtuch nicht wegwerfen, deswegen blieben die Netto-Handtücher liegen. Aber ich habe mich so geärgert.
Ausserdem hatte ich beim Netto Energieriegel gekauft, die sehr lecker waren. Irgendsowas oder auch Traubenzucker dabei zu haben, finde ich ganz gut. Mitten beim Fahren einen plötzlichen Energieabfall zu haben ist nicht so toll, bzw. es geht natürlich schon, damit zurecht zu kommen, aber wenn das einfach mit einem Zuckerle aufgefangen werden kann, bis sich eine Rastgelegenheit ergibt, ist das doch gut.
Wir wollten das WiFi in der Touri-Info nutzen, und dort muss man noch so einen altertümlichen kopierten Wisch ausfüllen, und die netten Leute vom örtlichen Geschichtsverein wussten nicht so genau, wie das genau geht. Aber dann kam ein Wissender und gab uns ein Passwort, und wir bekamen noch eine Schale mit frischen Erdbeeren vorgesetzt. Ich war ganz gerührt vor lauter Freundlichkeit.
Wir konnten nicht lange bleiben, da die Fähre nach Bogø um 14:30h fuhr. An Bord des kleinen Schiffs mit richtiger Holzbrücke fing es zu regnen an, und kaum auf Bogø angekommen, hörte es wieder auf. Praktisch!

Tschüs Stubbekøbing! Auf der Museumsfähre "Ida". Während wir an Bord sind, geht ein starker, aber kurzer Regen nieder.

unsere Fahrräder auf der Fähre

Und nochmal die Fähre.
Die Unterkunft in Bogø zu finden, war nicht ganz so leicht. Erst verfuhren wir uns und mussten ein ganzes Stück bergauf zurück fahren, und dann war es doch eher teuer (1x Duschen ca. 2 Euro), so dass wir auf deutsches Campingplatzniveau mit dem Preis kamen. Aber für mal ist das schon okay. Unsere Telefone konnten wir eigentlich auch nicht aufladen, und suchten uns dann halb heimlich eine Steckdose im Geräteschuppen. Dafür standen im Garten Möbel rum, die wir nutzen konnten, das war fein.

Im Garten auf Bogø
Abends gab es nochmal Pasta mit Kartoffeln, die wir bei einer "Kasse des Vertrauens" am Wegrand gekauft hatten. Beim Duschen stellte ich fest, dass mein neues Handtuch mich von oben bis unten mit blaugrünem Flaum vollfusselte. Noch mehr Handtuchfrust. Ich habe das Handtuch, mein Hemd und Unterwäsche dann durchgewaschen, mit warmem Wasser und Seife dort im Badezimmer, was das Fusseln nicht komplett beseitigte, aber sehr reduzierte.

Zu mehr Infos über die Strecke auf Outdooractive.com - aufs Bild klicken!
distelfliege - 20. Aug, 23:30


Sehr schön...