Die urbane Spinnstube - Episode 38: Rauschender Regen und Mitleid mit Billigwolle

Heute mal wieder Schmalspurshownotes, denn die Situation hat sich nicht grundlegend geändert - es ist immer noch Urlaubszeit (die Anderen... öchzz) und ich arbeite viel und bin anscheinend für fast alles zuständig, aber heute hats fürs Aufnehmen gereicht.
Die Folge zum Herunterladen gibt es hier:
http://www.spiritvoices.de/pod/ep38.m4a
Dann gibt es hier den Online-Konverter, falls ihr die Datei als mp3 braucht.
Housekeeping
- Handmade Fantasy von Fibrepiratess
- Creative Mother thinking - Susannes Podcast "Handgemacht".
- Cognknitve Podcast
- Just one more Row podcast
Es geht um Mitleidsstricken mit Billigwolle, haha.
Ausserdem werden erwähnt: Spinnen urbane Selbstversorgung
Hier gehts um Plastikvermeidung, weil es den Wunsch gab, das Thema doch mal zu machen - letztes Mal hatte ich ja ein Plastikvermeidungsblog empfohlen. Ich habe mir Plastic Planet von Werner Boote halb angesehen (zu mehr hat die Zeit nicht gereicht). Auf der Webseite kann man sich den Film übrigens komplett anschauen.
Ich habe bei etsy selbstgemachte Naturkosmetiksachen bestellt, um dann nach der Bestellung zu merken, dass die Gläschen, in denen z.b. die Handcreme ist, gar nicht aus Glas sind, sondern auch aus Plastik. Ich habe keinen deutschen Etsy- oder Dawanda-Shop gefunden, wo es solche Dinge in Gläschen z.b. gibt. Trotzdem habe ich mir eine feste Shampoo-Bar gekauft, die in Zellglas statt Plastik verpackt wird.
Zellglas hat einmal Cellophan geheissen und ist so ähnlich wie Viskose aus Zellulose ein Regenerat. Wenn auch die Herstellung von Regeneraten oft nicht so umweltfreundlich ist, so ist Zellglas wenigstens kompostierbar oder man kann es auch ins Altpapier geben.
was ich gerade toll finde
Mein Räucherstövchen!
Politschwafel
Hier gehts um ein vielbeschworenes und hochgelobtes Saatguturteil des Europäischen Gerichtshofes. (Zeit Artikel) Was ich mangels Vorbereitung nicht so gut erklären konnte, was mir aber schon schwante, ist leider hier zu lesen: Erhaltungsrecht bei der Saatgutkampagne (etwas runterscrollen). Das angeblich so tolle Urteil ist keinerlei Durchbruch. Vielmehr bestätigt es die ohnehin zur Zeit geltenden Ausnahmegesetze, die den Handel mit alten Nutzpflanzensorten auf ein absolutes Minimum begrenzen und diese Sorten vom allgemeinen Markt fernhalten. Ein Unternehmen hatte das bäuerliche Netzwerk Kokopelli verklagt, weil es selbst die minimale Tätigkeit, die von den restriktiven Saatgutgesetzen gerade noch erlaubt ist, als unlautere Konkurrenz ansah. Das heisst: Der europäische Gerichtshof hat die Kleinbauern nicht gestärkt - das Gericht hat lediglich verhindert, dass ihnen das wenige, was sie im "Hobbybereich" noch für alte Sorten tun dürfen, auch noch verboten wird. Sollen wir uns jetzt freuen? Naja, vielleicht. Es hätte ja schlimmer kommen können - immerhin hatte Kokopelli in den ersten Instanzen die Schuld bekommen und sollte Schadensersatz zahlen.
distelfliege - 29. Jul, 19:53


Das Segment mit Plastikvermeidung fand ich sehr interessant, ich versuche so viel wie es geht Plastikmüll zu vermeiden, aber wie du schon gesagt hast, ist es gar nicht so einfach, und jedes Mal beim Müll rausbringen bin ich wieder erstaunt wieviel es doch wieder war. Das Zellophan kompostierbar ist wusste ich nicht, allerdings habe ich mich auch noch nicht mit der Thematik befasst und weiß gar nicht wie ich Zellophan von dünner weicher Plastikfolie unterscheide .... muss mich da unbedingt schlau machen. Ebenso weiß ich nicht ob meine Eltern und Großeltern immer nur von Zellophan sprachen oder ob es das was sie als solches bezeichneten auch war und es heute auch noch ist. Danke für diesen Denkanstoss.
Liebe Grüße
Esme