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the dead zone

...vor ein paar Jahren bekam ich mal einen Link zu einer Seite einer ukrainischen Motorradfahrerin. Ihr Hobby war es in die "tote Zone" von Tschernobyl zu fahren, und darüber hat sie eine gespenstische Webseite mit Fotos gemacht.

"Every time I bring someone here, they ask why are we crushing frogs in Chernie and not drinking beer in some cozy cafe ... I always tell them that smoking two packs of cigarets in cafe can be more harmful for health than riding to Vilcha. They mostly just want to get the hell out of here. People think this land is cursed."
Quelle: http://www.angelfire.com/extreme4/kiddofspeed/

laut der Autorin ist die aktuelle Version von 2005, nachdem die alte Version als Fake und ungewöhnliche Kawasaki-Werbung bezeichnet worden war. Laut Wikipedia und dem Artikel über die Autorin dort ist die Glaubwürdigkeit der "Motorradausflüge" zumindest stark in Frage gestellt. Wie dem auch sei. Ich finde es ist trotzdem eine interessante Seite, mit interessanten Fotos, z.b von der "Geisterstadt". In dem (selber umstrittenen) Wikipedia-Artikel steht: "While there are numerous accounts of the consequences of the catastrophe, Elena presented it to the world in a way never done before."
Ja, Elena hat die Geschichte von der verbotenen Zone von Tschernobyl auf eine Weise präsentiert, die ihr sogar einen eigenen Artikel in der englischen Wikipedia eingebracht hat ;-))
Ich persönlich würde sagen.. in sehr vielen Doku-Filmen oder Nachverfilmungen "wahrer Begebenheiten" wird auch die künstlerische Freiheit in einem Ausmaß benutzt welches man als Betrug bezeichnen könnte.. aber dafür wird die Geschichte einfach unterhaltsamer. Warum soll sich das nicht auch eine Privatperson leisten können - wenn dadurch kein Schaden entsteht, sondern eher ein Nutzen - der Nutzen nämlich daß eine Menge Leute sich auch Jahre danach mit dem Thema Tschernobyl beschäftigen?

Die Hauptseite ist jetzt dort:
http://www.elenafilatova.com/

Nicht mehr lange, dann haben wir den 20. Jahrestag des SuperGAU von Tschernobyl.
"a cooling system burns down in the ukraine
trees and umbrellas
protect us from the new rain
armies of engineers
to analyze the soil
the food we contemplate
the water that we boil "
(Paul Simon - zitat von dem Lied "Can't run but" von 1986)

lesenderweise im "Land der Wölfe"

Distel
Zia - 11. Jan, 12:42

Die Seite...

...muß ich mir merken. Hab mich sofort festgelesen.
Die Bilder und Berichte sind absolut bewegend weil so real - ohne Panik und ohne Schmeicheleien. Das guck ich mir noch genauer an.
Scheint `ne Intelligente, mutige, wilde Frau zu sein diese Elena!
Danke für den Link!
Zia

distelfliege - 11. Jan, 12:48

editiert..

..aaaaalso...
Ich hab eben noch bissel rumrecherchelt (was ich meistens nach dem durchlesen solcher geschichten tue) und ich habe meinen Blogeintrag um einen Absatz ergänzt, der sich mit der Echtheit der Geschichte beschäftigt.
Grad als ich fertig war hattest du deinen Kommentar geschrieben, der eigentlich gut illustriert warum ich - selbst wenn das mit den Motorradausflügen gar nicht stimmen sollte - die Seite trotzdem gut finde.
Eine Durchschnittsfrau scheint Elena auf keinen Fall zu sein, und ich fand es ebenfalls urspannend und bewegend.
baerin - 11. Jan, 20:27

Hiermit oute ich mich mal...

...als langjähriger Fan von Elena, jawoll!
Selbst wenn das alles erfunden ist, ist es eine super-story.
Aber warum sollte es nicht wahr sein? Warum sollte sich ein Mensch nicht einfach auf sein Mopi setzen und durch Tschernobyl fahren und dort Fotos machen??? Surfen ja auch Leute S-Bahn.
Pooh, und 20 Jahre ist der GAU schon her - ich weiß noch, wie die Frühlingssonne total heiß vom strahlend blauen Himmel knallte und ich lag halbnackert zu Hause auf dem Rasen, beach-feeling in West-Westfalen *g*. Und dann diese Nachricht und alle schrieen was von Verstrahlung und im Haus bleiben und darauf hatte ich so gaar keine Lust ;)

Bodecea - 12. Jan, 08:57

Ja, Tschernobyl... da war ich 12 und als passenderweise grade dieses schreckliche Buch "Die letzten Kinder von Schewenborn".... es war ein richtig toller Frühling mit Sonne und vielen Schlüsselblumen, und wir durften in der Schule nicht mehr draußen Unterricht machen...

distelfliege - 12. Jan, 12:01

oh ja das Buch..

habe ich auch gelesen, wirklich ganz ganz schrecklich :-((
Ich habs aber ein zwei Jahre nach Tschernobyl gelesen.
MMarheinecke - 13. Jan, 23:14

"Die Wolke" kommt in die Kinos

"Die letzen Kinder von Schewenborn" handelten von den Folgen eines Atomkriegs. Die selbe Autorin, Gudrun Pausewangs, schrieb auch ein Buch über einen "Supergau", "Die Wolke" - das schaffe es immerhin bis zum Kurt-Laßwitz-Preis.
"Die Wolke" wird gerade verfilmt und soll im Frühjahr, zum 20. Tschernobyl-Jahrestag, in die Kinos kommen.

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