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So!



Jeg elsker Danmark!

Das ist ja sowas von unerträglich - grade hab ich auf ntv gesehen daß Dänemark und Norwegen ihre Bürger aus Syrien evakuieren, Botschaften brennen - sagt mal, Islamisten, habt ihr sie noch alle?

"Ich persönlich fand die Zeichnungen plump und dumm. Aber wenn die Reaktionen darauf bis zu Morddrohungen wie »Tötet die Dänen!« reichen, dann geht das über jedes Maß hinaus. Unsere Leser sollten wissen, worum es geht und deshalb haben wir diese Karikaturen gezeigt. Gleichzeitig veröffentlichten wir auch Zeichnungen, wie sie häufig in arabischen Tageszeitungen erscheinen. Hier werden Juden im Vergleich zu den umstrittenen Mohammed-Karrikaturen viel diskriminierender dargestellt: mit spitzen Zähnen, dem obligatorischen Hut, gierigen langen Fingern usw. – da kann ich mich auch pikiert fühlen. Aber ich komme nicht auf die Idee, etwa Ägypter zu jagen oder auf Flaggen rumzutrampeln. Eine gewisse Form der Streitkultur muss man auch von der islamischen Welt verlangen."
Aus einem Interview mit David Gall von hagalil.com im ND
MMarheinecke - 5. Feb, 15:57

Ytringsfriheden har sin pris ...

Na gut, ist vielleicht nicht der richtige Anlass, mit meinen eher kümmerlichen Dänischkenntnissen anzugeben.
Meinungsfreiheit hat ihren Preis. Sie erfordert Mut. Den Mut von David Gall & haglil.com kann man nicht hoch genug einschätzen. (Und die Feigheit deutscher Regierungsstellen, die Leisetreterei gegenüber geschworenen Feinden der Freiheit, die ständige Rücksichtsnahme auf noch so maginale Geschäftsinteressen, nicht genug ablehnen.)

Meinungsfreiheit erfordert die Bereitsschaft, sich auch für Leute und Medien einzusetzen, die man persönlich eher ableht. Was die rechte Jyllands Posten damals, im September, gemacht hat, ist eine instinklose Eselei der Güteklasse A, und mindestens zwei der Karrikaturen überschreiten die Grenze zur Hetze bei weitem. Trotzdem: Eine Zeitung, und sei so noch so "rechts", muß das Recht haben, eine Dummheit zu begehen (für die sich der Chefredakteur inzwischen entschuldigt hat), ohne das es Morddrohungen hagelt und ein ganzes Land in "Kollektivhaftung" genomen wird!

Mehr zu dem Thema senfe ich hier: http://martinm.twoday.net/stories/1516887/
http://martinm.twoday.net/stories/1508196/
http://martinm.twoday.net/stories/1494437/

Hilsner,
Martin

distelfliege - 5. Feb, 22:34

Das mit Hagalil...

...find ich auch krass.
Was mir auch aufgegangen wird: Bei Telepolis (frag mich jetzt nicht nach dem Link) wird breit rumspekuliert warum das Hagalil-Portal nicht schon wieder online ist, da deren Hoster "tägliche Backups auf einem separaten Server" mache - und hm also wer sagt denn daß alle Daten von Hagalil bei dem selben Hoster sind der die Domains bei der Denic beantragt hat? Viele Leuts ham ihre Domains bei einem Provider und die Daten wiederum auf nem anderen Webspace.

Jo hoffen wir mal daß sie wieder online gehen bald!

Distel
Londo - 5. Feb, 19:42

Ich teile deine Meinung..

...und die oben zitierten Ansichten von David Gall und habe mir daher erlaubt, das in meinem Weblog zu zitieren. Auch mich kotzt die Gewalt an, die die Islamisten gegen dänische Einrichtungen ausüben. David Galls letzten Satz habe ich fett hervorgehoben.

MMarheinecke - 6. Feb, 10:44

Interssanter Fund

Offensichtlich hatten sich doch Illustratoren für das Kinderbuch über das Leben Mohammed von Kåre Bluitgen gefunden. Auf einem dänischen Blog wurden einige der Zeichnungen online gestellt:
Billeder fra Kåre Bluitgens bog om Mohammed

mdw - 6. Feb, 11:57

Ich fürchte aus der Diskussion kann mensch nur unbeschadet rauskommen,wenn mensch keine Meinung dazu äußert. Es sieht mir so aus, als gäbe es keine klaren Fronten und wie mir scheint, lassen sich zwar ein paar Aspekte des Ganzen kritisieren aber im Komplex betrachtet, seh ich da schwarz.

Das zeigt für mich auch der Inhalt der Debatte. Es geht doch nicht um Pressefreiheit. Wenn Distel fragt, ob die Islamisten sie ich alle haben, könnte sie gleich das Grün fragen, ob es ein Farbe ist. :)
Und weil das so ist, verteidige ich auch die Jyllands-Posten nicht, weil deren Recht in Dänemark zu erscheinen und zu schreiben wa sie will ja nocht eingeschränkt wird.

Ich sehe aber dass dieses Recht in der Konsequenz zu Problemen führt, die die Redaktion hätte vorhersehen können. Die wissen auch, das Grün eine Farbe ist.

Insofern trifft aus meiner Sicht auch der Vergleich David Galls mit den Karrikaturen in muslimischen Zeitungen nicht. Weil es darum einfach nicht geht.
Die Leute, die sie nicht mehr alle haben nutzen gern, was ihnen als Steilvorlage gegeben wird um ihre Umzulänglichkeiten in die Welt zu schreien.

Diskussionen um Themn wie Presefreieit oder Kollektivhaftungen sind einfach kurzsichitg, weil es für die Menschen in den meisten islamischen Staaten ein weitaus eingeschränktere Pressefreiheit (um nicht zu sagen gar keine) gibt und Kollektivhaftung in vielen Kulturen, machen wir uns nichts vor auch bei uns, von den meisten Menschen als normal hingenmmen wird. Googelt Euch mal zu diesem Thema durch Blogs von Leuten die wietaus weniger Intellektuelles Gelaber ablassen als wir hier grad.
Gut die killen keine Muslime, weil wir das aus der mitteleuropäischen Kultur weitgehend entfernt haben- für jetzt erst mal.

Trotzdem ist die Diskussion um europäische bürgrliche Rechte, incl der Foderung anch Einführung derselben in den muslimischen Staaten Nabelschau, solange die Mehrheit der Menschen dort daran auch kein Interesse hab. Womit ich nicht gesagt haben will, dass sie ein Interesse am Gegenteil haben.

Ich mein, wo in den islamischen Ländern gewählt wurde, erhileten in den letzten Jahren Gruppierungen Mehrheiten, die den Scheiß gegen die SkandinavierInnen mittragen.

So und bevor hier Missverständnisse auftauchen, ich bin genauso wütend auf die Angriffe gegen europäische Einrichtungen. Aber ich hab halt keinen Bock, einen Block um die Dummheit der Jyllands-Posten aufzurichten, weil die nicht das Ziel des Angriffs ist. Höchtens der Auslöser.

Bodecea - 6. Feb, 16:02

Weil wir das grade anderweitig diskutieren, stell ich meine Position auch mal hier rein...

***

Was ich dazu meine...

Einerseits finde ich vollkommen indiskutabel, auf ein paar blöde (oder auch nicht so blöde) Karrikaturen mit Anschlägen und internationalen Verwerfungen zu reagieren. Was da manche radikal-islamistischen Gruppen abziehen, ist einfach nur verrückt und dient ganz eigenen Interessen der Machtsicherung (v.a. Palästina, Iran). Zum Beispiel wurden im arabischen Raum auch angeblich dänische und SEHR üble Karikaturen gezeigt, die aber gar nicht im Westen veröffentlicht (und geschaffen?) wurden, um die Stimmung anzuheizen.

Komischerweise fühlen sich ja alle Totalitaristen gerne verfolgt (man gucke sich "Buhu, wir dürfen nicht unsere Meinung sagen"-Nazis oder "kein Kreuz im Klassensaal, wir werden verfolgt"-Christen an). Ich und du und Müllers Kuh müssen auch akzeptieren, dass ihre Religion "verunglimpft" wird. Das nennt sich nun mal Pressefreiheit.

Andererseits bin ich mir nicht 100%ig sicher, ob da nicht doch religiöse Gefühle mit verschiedenem Maß gemessen werden. Ich erinnere an die Zeitschrift U-Comic, die wegen ein paar blöden "blasphemischen" Karikaturen (gegen Christen in dem Fall) so lange am Erscheinen gehindert wurde, bis sie pleite war. Wie eine Gesellschaft es regelt, dass Pressefreiheit und ein Schutz der religiösen Gefühle der Menschen zusammengehen, ist sicher schwierig, aber wenn, muss alles mit einem Maß gemessen werden. Dänemark ist da wohl in jeder Hinsicht liberal, also gilt der Aspekt eher für andere Länder wie die BRD.

Was mich aber total stört, sind neben den Propagandisten von isalmischer Seite, die das jetzt so aufbauschen, auch die Propagandisten der anti-islamischen Agitation. Die, die sich - ob nun als xenophober Verleger oder auch nur dumme Schreiberlinge bei jesus.de - auf jedes anti-islamische Gerücht stürzen und genüsslich zum 100. Mal ganzseitig die Karikaturen zeigen. Da wird wiederum die Reaktion einiger Spinner als "der Islam" dargestellt. Und die katholische Kirche steht plötzlich auch noch dahinter und heuchelt Verständnis für solche Reaktionen auf "Blaphemie" (Trittbrettfahrer!). Manchmal kriegt man da wiederum das Gefühl, es sei schon eine Unverschämtheit, dass sich ein Moslem überhaupt darüber aufregt.

Ich meine, dass der uneindeutige Kurs des Westens der letzten Wochen hier schon viel geschadet hat. Ich finde, es muss klar gesagt werden, dass hier (theoretisch...) JEDER seine Meinung sagen darf - auch Mohammed-Karrikaturisten, aber auch Moslems, die das ablehnen und darüber sprechen möchten. Man muss es ja nicht toll finden, wenn etwas seiner Meinung nach gegen religiöse Gebote verstößt.

Bodecea

distelfliege - 6. Feb, 18:58

Also... Thema Karikaturen

...dazu hab ich ja nüscht gesagt. Ich finde die Karikaturen ziemlich dumm und fand keine einzige davon lustig. Wobei ich denke, sich über extrem-Fundis lustig zu machen, ist legitim - dann aber nicht indem man Mohammed hernimmt und damit alle Muslime beleidigt.
Wenn ich ein Problem hab mit z.b. christlichen Terroristen nehme ich zu deren Verarsche schon sie selber her und nicht z.b. Jesus.

Ich denke eine Gesellschaft sollte sich nach Strich und Faden selbst verarschen dürfen, z.b. finde ich die vor einigen Jahren erschienenen Jesus-Karikaturen in der Titanic voll witzig, aber wenn es von Aussen kommt ist das noch mal ne andere Sache, also z.b. wenn sich im christlichen Abendland über Mohammed lustig gemacht wird.

ich hab mich einfach drüber aufgeregt, was dann ist, wenn "der Spaß aufhört".
Hellblazer - 6. Feb, 22:48

das Problem sind imo nicht "die Moslems" oder "die Pressefreiheit" oder ein angeblicher "Kampf der Kulturen", sondern die Instrumentalisierung und Emotionalisierung über Zeugs um dass es eigentlich garnicht geht um von dem abzulenken, worum es eigentlich geht.

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