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Die urbane Spinnstube, Episode 45: Lehrreiche Stinos!

Heute geht es um geringelte Stinos, Cat Bordhis Sweet Tomato Heel, Jogless Stripes, Farbwechsel, Artyarn, nochmal Kratzwolle, das Rauhwollige Pommersche Landschaf, eine Tandemkupplung und ein bischen Politschwafel.

herbst artyarn

Die Folge zum Runterladen gibt es wieder hier:

hinweisgrafik podcastdownload
http://www.spiritvoices.de/pod/ep45.m4a

download episode 45

Wenn ihr die Datei als mp3 benötigt für euer Abspielgerät, könnt ihr die Adresse oben kopieren und hier im Online-Konverter eingeben. Dieser konvertiert sie direkt von meinem Webspace und bietet euch danach die Datei als mp3 zum Herunterladen an.


Housekeeping
Ich habe mich sehr über eure Kommentare, die Flattrs und das toooolle Paket von Ella - ihr Blog ist Ringelmiez.de - gefreut. In dem Paket waren Spinnwollproben (aber ganz schön grosse Proben) und Tee, und 2 Büchlein (ein DIY Buch und eins über Ernährungssouveränität), ein eingefilztes Schneckenhaus, Samenbomben, Kekse, Marmeladen, und ein toller Button und ein super schöner Maschenmarkierer (mit einer Lampworkperle).

Stricken
Bei meinem aktuellen Stinoprojekt habe ich gleich drei neue Sachen gelernt:
- Sweet Tomato Heel von Cat Bordhi (Link zum Youtube-Tutorial)
- Jogless Stripes - Methode 1 von Techknitting und Methode 2 von Jared Flood
- Farbwechsel ohne Verhedderung bei mehr als 2 Farben: man stopft einfach die nicht gebrauchen Knäuelchen in die Socke rein.

Spinnen
Ich habe Artyarn gesponnen mit einem Herbstthema (leider noch kein Foto) und ein Garn aus einer sehr sehr groben Wolle aus dem Paket von Ella (vermutlich ein sehr rauher Coburger Fuchs). Das bringt mich zum Thema "The Softness Myth" von Clara Parks. Ich hab den Artikel inzwischen gelesen und er ist wirklich toll. Am Ende ihres Artikels sagt Clara Parks, dass die einseitige Förderung weicher Wollen auch zum Aussterben vieler Nutztierrassen geführt hat, und das bringt mich zu einer seltenen Schafsrasse:

urbane Selbstversorgung
Hier wirds jetzt nicht so urban, dafür ist das ein Beitrag zur Biodiversität, denn ich erzähle euch was von einer seltenen Schafsrasse, dem Rauhwolligen Pommerschen Landschaf (RPL).
Ich mag diese Wolle sehr, obwohl ich erst ein Vlies (Rohwolle ungewaschen vom Schaf) von einem Pommerschen Landschaf hatte, find ich die Schafe toll und die Wolle war super.
Hier sind ein paar Links:
Portrait Pommersches Landschaf
Portrait von Michael Runau (PDF, sehr interessant und nicht nur Daten, sondern Geschichte)
Rauhwoller.de

Was ich gerade toll finde:
Die Follow-Me Tandemkupplung!
Damit kann man Kinderfahrräder an sein Erwachsenenfahrrad ankoppeln und Tandem fahren.

Teechen
Ich trinke "Glückstee" von Sonnentor.
Aus dem Paket von Ella! Toll!

Politschwafel
Also hier kommt eine Menge sehr unstrukturiertes Geschwafel über meine jüngste Beschäftigung mit dem Thema Rassismus. Der Grund ist die Auseinandersetzung in der linken und feministischen Szene zum Thema und mein Artikel dazu . ich hab auch einen Workshop mitgemacht letzte Woche, und darüber habe ich geschrieben) Zu meinem Artikel kam ganz schön viel Gegenwind und ich begann dann unsicher zu werden, ob ich mich zu irgendwas verstiegen habe, ob ich euch als Hörer_innen zuviel damit zugemutet habe hm... ja, also diese Unsicherheit und einfach noch einige unsortierte Gedanken schlagen sich in diesem Segment nieder.
Es gibt irgendwie kein Fazit und keine besondere Botschaft, ausser, dass ich glaube, dass zwischenmenschliche Beziehungen sehr wichtig sind und sehr wertvoll, wenn man sich mit Machtungleichgewichten befasst. Also wenn man menschliche Beziehungen hat, die solche Machtgefälle überbrücken, kann man als der privilegierte Teil (und als solches rede ich in dem Fall) einfach total viel mitnehmen, erkennen und lernen, wenn man bereit ist, zuzuhören und sich zu sensibilisieren. Ansonsten ist es wirklich sehr schwammiges Gefasel. Ich hab nur gedacht, besser als nix - und das nochmal neu aufzunehmen und vorher ordentlich ein Konzept zu haben, was ich sagen will, ist zeitlich grad nicht drin.

Viel Spass beim Anhören, und eine faserverrückte Zeit und Stricken ohne Tränen!
Henriette (Gast) - 26. Okt, 16:44

Critical Whiteness & Jogless Stripes

Liebe Distel,

vielen Dank für diese Folge!

Ich denke mal, jeder hat seine eigene Baustelle: Feminismus, Tierschutz, Kinderrechte...
Ich lese und höre gern bei Dir zu allen politischen Themen, kann aber nicht immer etwas dazu sagen.
Das Argument, man würde die "normale Gruppe" (z.B. Männer, Weiße, allg. Menschen) herabsetzen, wenn man sich für die Rechte einer unterdrückten Gruppe (z.B. Frauen, PoC, Tiere) einsetzt, kenne ich auch z.B. aus dem Tierschutz. Leider sind solche Leute meist geistig zu beschränkt, um die Problematik zu verstehen oder über unsere Argumente nachzudenken. Das ist sehr schade. Ich habe leider auch keine Idee, wie man darauf sinnvoll reagieren kann. Der Begriff "Solidarität" ist den meisten doch eher fremd. Wenn jeder an sich denkt, ist doch an alle gedacht...

Zu den Jogless Stripes: Ich habe ja schon sehr viele Ringel gestrickt und auch diese Treppenstufen bemerkt, aber immer gedacht, das wäre halt so und da könne man nichts gegen tun. Vielen Dank für die Info! Ob beim Stricken oder in der Politik: Man sollte viel öfter die Zustände hinterfragen und versuchen, sie zu ändern! *lach*

Liebe Grüße,
Henriette

distelfliege - 27. Okt, 09:49

Huhu Henriette, Danke für deinen Kommentar!

Es gibt bei diesen Streifen und Stufen auch das ein oder andre Mysterium für mich: Bei eidechse vom queerfeministischen Stricktreff z.B. entstehen - ich weiß gar nicht wie sie das macht - gar keine Stufen, obwohl sie gar nichts dagegen unternimmt.

liebe Grüsse zurück
distel
FibrePiratess (Gast) - 27. Okt, 12:28

Huhu Distel!

Wieder mal eine sehr spannende Folge - diesmal sogar mit Art Yarn :-)
Ich finde es toll, was du immer zum Sockenstricken erzählst. Ich lerne dabei ziemlich viel. Wenn ich nur mal schneller wäre, um das auch alles testen zu können... *grml*

Politschwafel interessiert mich immer (weißt du wahrscheinlich). Ich müsste auch endlich mal deinen Blogeintrag lesen. Die vielen Kommentare haben mich abgeschreckt. Ich brauch Ruhe für solche Themen, da muss ich Zeit haben, das alles mitzudenken.

Viele Grüße,
FP

distelfliege - 29. Okt, 10:08

Ich steh ja schon auf Artyarn, und ich muss mal dazu kommen, das entstandene richtig schön zu fotografieren. Aber momentan denke ich eher ans Refugeecamp - oder an die beiden, die es hier gibt - in Berlin :-(( WUUUT!
Heike (Gast) - 28. Okt, 16:02

Hallo Ziska,

vielen Dank für diese neue podcast-Folge.
Besonders interessant fand ich das Schafportrait. Als Spinnanfängerin endtdecke ich gerade diese verschiedenen Woll- und Schafarten und bin begeistert von der Vielfältigkeit. Dieses ewige Merino beginnt mich gerade zu langweilen. Bei mir muss es aber auch nicht immer weich sein - ich bin da sehr unempfindlich.

Übrigens war der Ton glasklar. Ich höre mit Kopfhörer auf dem Iphone.

Viele Grüße von Heike

distelfliege - 29. Okt, 10:07

Hallo Heike, das freut mich aber, das der Ton bei dir gut klingt. Bei mir ist das leider etwas... schlecht. Ich muss glaube ich, demnächst mal überhaupt in meine Klanglandschaft investieren, das ist alles recht alt und geht einfach kaputt.
Die härteste aller Kratzwollen, die ich neulich gesponnen habe, ist nach dem Waschen auch nicht mehr ganz so schlimm. Hihi...
Perdita (Gast) - 29. Okt, 19:00

weiche Wolle

Hallo Distel,

ich lese ja immer gerne deinen Blog und verfolge auch gerne deine Projekte.

Nun was zum Thema weiche Wolle.

Was viele nicht wissen, auch das Deutsche Angorakaninchen (mit roten oder blauen Augen) steht auf der Liste der bedrohten Haustierrassen, weil kaum mehr ein Züchter sich die Arbeit mit den Tieren machen möchte. die meisten Angorazüchter, die ich kenne sind schon jenseits der 60 und Nachwuchs, der die Züchtung fortsetzen will ist nicht in Sicht.

Ja es stimmt, ein Angora ist etwas empfindlicher als ein Japaner, Blauer Wiener oder "normaler Stallhase".

Meine 4 Angoras werden alle 90 Tage geschoren, mit einer normalen scharfen Schere rücke ich deren Wolle zu leibe. Diese hat dann am Rücken und den Seiten die erforderlichen 6cm länge. Kürzere Haare eignen sich prima zum filzen. Die Wolle ist sehr sehr fein und weich.

Und nein ich rupfe nicht, das kann man bei den deutschen Angoras nicht, geht nur bei den französischen Kollegen, deren Haare eh irgendwann ausfallen. Bei meinen würde die Wolle immer weiter wachsen und das Kaninchen sich dann irgendwann nicht mehr wohlfühlen.

Reine Boxenhaltung lehne ich ab, bei mir wohnen alle in Boxen mit angeschlossenem Freigehege, das sie tagsüber nutzen können. Nur nachts muss ich sie wegen Marder und Fuchs in ihre Schlafboxen wegsperren. Meine 4 wissen übrigens ganz genau wann ihre Möhrchengeberin kommt und sie endlich rauslässt und auch abends wissen sie wann die Zeit ist, dass sie wieder in ihre Schlafboxen müssen.

Die beiden Mädels geniessen ein gemeinsames großes Gehege, nur die Rammler müssen alleine leben. Aber durch die Gitter der Freigehege können sie sich trotzdem sehen und riechen. Zusammensetzen geht nicht, sie würden sich tierisch bekämpfen.

Gerne schicke ich dir mal eine Probe von meiner Rohwolle Angora zu.

Es grüßen aus Meck-Pom

Arwen, Adele, Athos und Aramis

und ihre Möhrengeberin Perdita

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