Verständnis
Anlässlich des Themas "Verständnis für Gewalttaten", ging um ne Diskussion bezüglich des neulich Amok gelaufenden jungen Mannes, hab ich bei Martin nen Kommentar abgelassen, der zwar ein wenig pauschal ausfällt, aber durchaus nen wahren Kern hat..
Und den ich hiermit mal den Leuts die hier reinlesen reinstell... und für mich selbst, als Erinnerung daß ich das gedacht habe und mich sogar getraut habe, das zu schreiben.
Yo Jungs, ich wills mal so sagen: Für Männer scheint das einfacher zu verstehen zu sein - mag sozialisationsbedingt so sein, ne.. D.h. ihr habt die besseren Vorraussetzungen zum Verstehen, dann macht wat draus - Umwandlung von Opfergefühlen in Aggression gegen andere ist statistisch gesehen ein Männerproblem, und daher wäre es am logischsten wenn sich die "Versteher" dann auch aus der erfahrungskompetenten männlich sozialisierten Bevölkerung rekrutieren lassen würden.
Ich fänds jedenfalls klasse. Ich mein nur mal so, das wär doch traumhaft, wenn es mehr Versteher gäbe. Dann müssten viel weniger Frauen die Punchingbälle für unverstandene Gewalttäter spielen. Apropos: diese Punchingbälle brauchen auch Versteherinnen, die ham nämlich auch ein echtes Problem.
Und den ich hiermit mal den Leuts die hier reinlesen reinstell... und für mich selbst, als Erinnerung daß ich das gedacht habe und mich sogar getraut habe, das zu schreiben.
Yo Jungs, ich wills mal so sagen: Für Männer scheint das einfacher zu verstehen zu sein - mag sozialisationsbedingt so sein, ne.. D.h. ihr habt die besseren Vorraussetzungen zum Verstehen, dann macht wat draus - Umwandlung von Opfergefühlen in Aggression gegen andere ist statistisch gesehen ein Männerproblem, und daher wäre es am logischsten wenn sich die "Versteher" dann auch aus der erfahrungskompetenten männlich sozialisierten Bevölkerung rekrutieren lassen würden.
Ich fänds jedenfalls klasse. Ich mein nur mal so, das wär doch traumhaft, wenn es mehr Versteher gäbe. Dann müssten viel weniger Frauen die Punchingbälle für unverstandene Gewalttäter spielen. Apropos: diese Punchingbälle brauchen auch Versteherinnen, die ham nämlich auch ein echtes Problem.
distelfliege - 24. Nov, 02:01


Es ist keine direkte Anwort
Zufall
Danach sagte der Psychotherapeut wieder vernünftige Dinge, z.b. daß Männer die schlagen sich beraten lassen sollten, und mit ihren Freunden und anderen Männern drüber reden und in ne Männerberatung gehen sollen.
Ich finde mich da echt immer in nem Wechselbad wieder, auf der einen Seite bin ich dem Kerl wirklich dankbar wenn er Männern hilft nicht mehr zum Schläger werden zu müssen, auf der anderen Seite versteh ich nicht wieso eine derartige Erklärung da gebracht wird für Vorgänge, wie daß ein Mensch gegen jemand, dem er sich unterlegen fühlt, gewalttätig wird! Auf meiner Seite besteht da noch Erklärungsbedarf. Ich fühle mich ohnmächtig. Ich empfinde meine Partnerin als überlegen. Also schlag ich sie?
Hä???
Und eh: Als ob die Frauen, die sich ebenfalls durch aktive Teilnahme in diesem "Spielchen der Gewalt" verstricken, überlegen wären - ich glaub dem Psychologen ja, daß Männer sie als überlegen wahrnehmen, aber die Frauen selber ham genauso Psychoprobleme und nehmen sich genauso ohnmächtig und unterlegen wahr, und wie sollen sie da in dieser ihrer Lage fähig sein tatsächlich so souverän und überlegen ihren kranken Kerl zu entlasten?
Nunja. ich lass das Thema mal, war eher ein generelles vor-mich-hinventilieren :)
Ich glaub ich kann mich nur wiederholen.. ich stecke als Frau in anderen Reaktionsmustern auf Machtgefälle - und daher ist es gut daß es Männer gibt, die ihr Verständnis für männlich ansozialisierte Reaktionsmuster aktiv dafür einsetzen etwas zum Guten zu verändern und Gewalt abzubauen. Die es vorleben sozial zu sein.
Von daher.. auch wenn das Verständnis bei mir irgendwie sogar manchmal etwas Angst erzeugt - letztendlich ist es gut wenn sowas verstanden wird.
Zum Therapeuten
Vermutlich hat das der liebe Therapeut verrafft. Maaaaacht ja nix. *seufz*
Was her muss, ist meiner Ansicht nach eine Emanzipation. Nicht nur der Frauen, auch der Männer. Wir alle stecken in überkommenen Rollenvorstellungen, das ist kein Geheimnis, und wir alle tun uns damit keinen Gefallen, was für einige Männer und ebenso einige Frauen eine Neuigkeit zu sein scheint.
Wenn Mann nicht immer überlegen sein muss, wo ist dann das Problem? Wo ist dann der Druck, der von den Frauen (ach ja, gerade von den Frauen) von ihm genommen werden soll? Wer defginiert denn bitte, was stark ist und was schwach, was dominant und was inferior?
Ich finde es ehrlich gut, dass es schon anfängt: Dass sich ganz heimlich still und leise auch Männer emanzipieren. Von den ihnen aufgezwängten Rollen, von vermeintlichem Müssen und Nicht-Dürfen. Ich sehe das ganz konkret bei einigen Männern in meinem Umfeld, allerdings erst in meiner Generation. In der über mir, bei den Vätern, sehe ich nix als Stagnation.
Ich hoffe, dass das zu einer gewaltfreieren Welt führt.