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Die urbane Spinnstube, Episode 59: schnell mal zwischendurch.

Heute gehts um Stricken für Kinder, die walisische Ferse (naja, nur angerissen, zugegeben) die neue Knitty, Bio und Nachhaltigkeit nur für Reiche? Unsortiertes Gelaber über mein Reclaimen von meinen Arbeiterklasse-Roots und natürlich gibts ein bischen Tee.

toriamos1

Hier geht es zum wunderbaren Download:

hinweisgrafik podcastdownload
http://www.spiritvoices.de/pod/ep59.m4a


download episode 59

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Housekeeping:
Danke an die liebe Jademondin für den Photoshop und die Programme für meinen Mac – und die anderen tollen Sachen zum Art Journaling und den Tee!
Danke an Monika für die Opal Schafpatenwolle und die schönen Karten! (Ich erwähne ausserdem das Blog von Ulli aus Stuttgart.)
Und natürlich allen, die mir für die letzte Episode so nettes Feedback wieder gegeben haben!
Liebe Pe, leider habe ich den Anti-Strapazentee noch immer nicht verschickt, ich bin gerade mit manchem echt hinten nach! Aber am Montag will ich das tun!

Stricken

Ich stricke die Tridactyl Handschuhe aus der Knitty für meine Nichte. Ich stricke dabei die Erwachsenengrösse und benutze aber Sockenwolle und dünne Nadeln (2,25) und hoffe, dass die Grösse dann so wird, dass sie einem 6jährigen Kind passt.
Dann stricke ich noch die Naive Socks von SpillyJane weiter, deren Zopfrepeats über 270 Reihen gehen, hahaha.. Ich habe aber gerade ausgerechnet, dass 90 Reihen auch gehen würde. ;)
90 geht sowohl durch 5, als auch durch 6, als auch durch 9 zu teilen.
Ausserdem gibt es glaube ich einen Fehler in der Anleitung für die Fersenrundung, da fehlt ein „k1“ und ich habe das eruiert weil es das „Welsh Heel“ von Nancy Bush ist, und ich habe ein Buch von Nancy Bush hier, in dem diese walisische Ferse beschrieben ist: Knitting Vintage Socks.
Aber jetzt klappts.

Und es gibt eine neue Knitty! Spring/Summer 2013.
Hauptsächlich besteht die Strickmustersammlung aus Schultertüchern, Tshirts und Socken.
Ich steh meist nicht auf gestrickte Tshirts, im Sommer trage ich dann doch gekaufte Baumwolltshirts oder Tank Tops.
Gefallen tun mir:
Button Box, sieht sehr einfach und klassisch aus. Der Kragen ist mir vielleicht ein wenig zu verspielt.
Foliolum – zwar nicht mein Kleidungsstück, aber aus dem handgesponnenen Garn sieht es schon schick aus.
Steps – ein kraus rechts gestrickter „Effektschal“ für Farbverlaufsgarne.
Die Socken gefallen mir diesmal auch wieder gut, aber ich hab ja schon so viele Socken gequeued.

Spinnen:
Ich hatte Mottenbefall in einem Ziplockbeutel mit Pommernschaf, zum Wegwerfen fand ich es zu schade, daher habe ich das schnell verlesen, kardiert, gesponnen und gezwirnt und im Moment hängt es zum trocknen. Ich habe es nach dem Zwirnen im kochenden Wasser „sterilisiert“.

Urbane Selbstversorgung
Hier habe ich einen unsortierten Rant darüber, dass ich finde, man sollte nicht die Welt verbessern durch den "richtigen" Konsum, und ich rede, ohne eine Lösung oder eine gute Idee zu haben, was wir tun könnten (außer Revolution) um mit dem Problem fertig zu werden, dass Bio-Lifestyle etwas ist, was sich viele Menschen nicht leisten können.

Was ich gerade toll finde

Hier geht’s um Klassismus und wie ich gerade in den letzten Wochen meinen Arbeiterklassenbackground reclaime und mir Dinge mal anders bewusst mache. Ich mag auch die Handwerkerei. Relativ ungeordnetes Geschwafel, das alles!

Teechen
Wieder mal Tropicana von Rossmann.

Viel Spass beim Hören, und öhm... ja, nehmt mal das unsortierte Gelaber nicht allzu ernst :)
Andrea D. (Gast) - 24. Mär, 19:55

Beruf = Berufung

Hi Distel,
ich mag deine Zwischendurch-Folgen ganz besonders! :-)
Was du über deinen Beruf und die Einstellung dazu gesagt hast, kann ich nur unterschreiben.

Ich habe vor Jahren eine feste Stelle in einer großen Werbeagentur aufgegeben, weil ich mich in dieser Welt überhaupt nicht wohl fühlte. Da kriegt man jeden Tag mit welche Unsummen Firmen für Werbung und Verpackung rausschmeißen, aber auf der anderen Seite bei ihren Produkten an der Qualität sparen. Der Endverbraucher wird getäuscht und erhält minderwertige Ware für einen überhöhten Preis. Das ging mir so gegen den Strich, dass ich dieses System nicht länger unterstützen konnte.
Heute arbeite ich immer für 1 Jahr befristet und leider nur halbtags als archäologische Zeichnerin und lebe an der Armutsgrenze. Aber meine Arbeit macht mir riesigen Spaß und erscheint mir sinnvoll, denn ohne die Vergangenheit zu erforschen und zu kennen, können wir nicht aus Fehlern lernen um eine bessere Zukunft zu gestalten. Ich fahre jeden Tag mit Freude zur Arbeit und bin rundum zufrieden - das ist tausendmal mehr wert als ein fettes Gehalt.

Leider soll das Denkmalförderprogramm, von dem u.a. auch ich bezahlt werde, drastisch gekürzt und ab 2015 sogar ganz gestrichen werden. Das bedeutet das Aus für viele wichtige Bereiche der Archäologie! Leider haben Kultur und Wissenschaft eine ganz schlechte Lobby und deshalb wird dort immer zuerst gespart.
Sorry, aber das musste ich jetzt mal loswerden. ;-)

Schönen Sonntag!
Andrea

distelfliege - 24. Mär, 20:14

Das finde ich auch sehr schade, und das habe ich bei meinem Gelaber gar nicht so einbezogen, glaube ich: Dass es ja auch total okaye akademische Jobs gibt, die halt wenig einbringen.
Es gibt ja auch super sinnvolle akademische Jobs, die Geld bringen, wie z.B. Anwält_in - aber ich glaube, wenn man da nur arme Schlucker_innen vertritt, wird der Mensch auch nicht reich. Oder Sozialarbeiter_in. (Auf jeden Fall verdient man als Sozialarbeiter_in das doppelte wie als Bäcker_in.)
Henriette (Gast) - 24. Mär, 22:05

KGV

Bin noch nicht sehr weit mit der Folg, aber die gesuchte Zahl wäre 90.
90:9=10
90:6=15
90:5=18
Vielleicht hilft Dir das ja bei Deinen Socken.

Viele Grüße,
Henriette

Pe (Gast) - 25. Mär, 00:28

Nur keine Hektik

wegen dem Tee :)

Liebe Grüße Pe

distelfliege - 31. Mär, 14:13

Puh, da bin ich aber froh.
Micha (Gast) - 26. Mär, 17:18

Podcast zwischendurch

Für zwischendurch war der Podcast mal wieder sehr inhaltsreich - danke für die vielen Anregungen!

distelfliege - 31. Mär, 14:13

Das freut mich :)
Esmerelda - 26. Mär, 23:59

Es war wieder richtig schön, dich beim nächtlichen Stricken und Zwirnen zu hören. In einer Folge hast du mal über Waschsoda gesprochen, ich habe es heute ausprobiert und muss sagen ich bin sehr angetan davon und vor allem auch von der Vielseitigkeit.

Liebe Grüße
Esme

distelfliege - 31. Mär, 14:13

Danke, liebe Esme!
trippmadam (Gast) - 6. Apr, 19:16

Armutsklasse

Zumindest väterlicherseits bin ich ja schon die zweite Akademikergeneration, aber meine Mutter ist die Tochter von "Schwengelschissern". So hat man früher bei uns in Nordhessen die Kleinbauern genannt, die mangels Pferd oder Ochsen eine Kuh vor den Pflug spannen mussten. Wobei meine Großeltern sich nicht als "arm" sahen, denn für sie waren arme Leute die, die " nicht mal Kühe", sondern "nur" Ziegen hatten.
Was mich immer und immer wieder stört: in den Augen eines großen Teils der Mittel- und Oberschicht (wieder die Hierarchie, aber mir fällt jetzt nichts Gescheiteres ein) scheint es gute und schlechte Arme zu geben. Die guten sind die, die sich den A... aufreißen, damit die Kinder ans Gymnasium und an die Uni kommen, die schlechten sind die, die das nicht können oder wollen. Ich finde, da gibt es so viele Faktoren, die ein kluges Arbeiter - oder Bauernkind daran hindern können, weiterführende Schulen zu besuchen. Diese Faktoren müssen gar nichts mit Begabung, Fleiß oder ähnlichen Charaktereigenschaften zu tun haben. Nur ein Beispiel: manche meiner älteren Cousinen vom Lande haben deshalb "nur" den Hauptschulabschluss, weil es zu ihrer Schulzeit in den späten 60ern und frühen 70ern nicht möglich war, mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einer angemessenen Zeit und zu einem erschwinglichen Preis vom Dorf in die Kreisstadt zu kommen, wo es eine Realschule und ein Gymnasium gab. Heute gibt es sicher bessere Möglichkeiten, trotzdem hängt m.E. auch heute der Erwerb von Bildung nicht nur vom Einzelnen ab, wie man uns mitunter einreden will.

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