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Argh @Attac-Hippies

Man stelle sich mal Gandhi vor, ja, den berühmten gewaltlosen Gandhi. Würde Gandhi zu englischen Zeitungen gehen und zum englischen Fernsehen (wenn die indische Befreiungsbewegung heute wäre) und sich von steineschmeissenden Indern distanzieren und entschuldigen, und würde der praktisch vor den Augen der englischen Medien grossartige Versammlungen abhalten wo sich jeder so tierisch betroffen zeigt, wie gewalttätig einige Inder ein paar Steine werfen, wohl wissend, daß dann vom eigenen Befreiungskampf gar nix mehr thematisiert wird?

Diese Attac Hippies mit ihren blonden naiven Dreitagebärtchen kotzen mich so langsam wirklich an, wie die den ganzen Tag scheinbar nichts anderes zu tun haben als TV-Kameras beim lamentieren über Gewalt zuzulassen. Kann man ja gerne machen, aber wieso vor Kameras?? Ich mein, man kann doch wissen, wie das dann in den Nachrichten auswertet - man könnte doch vorhersehen daß man dann die Attac-Hippies missbrauchen wird um möglichst betroffen über die böööööösen bösen Autonomen zu berichten.

Daß von 400 verletzten Polizisten berichtet wird, dabei aber ein Bild gezeigt, wie mehrere Bullen eine am Boden liegende Person zu Matsch treten, ist vielleicht sogar ein subversiver Witz der Nachrichtenredaktion gewesen. Boa mei, hat sich einer von den Bullen vielleicht beim Zutreten den grossen Zeh geprellt?

Nunja. Wollen wirs genug sein lassen.
Aber diese Attac-Heinis... das ist echt Medienprostitution..
uäh..
MMarheinecke - 5. Jun, 08:07

Es heißt nun mal "Fernsehen"

... und nicht "ferndenken". Wenn ich im Fernsehen einen nicht-gewaltbereiten Attaci präsentieren will, dann muss er schon von Weitem nach Love & Peace und wir sind doch alle Freunde,ne aussehen. Und das Fernsehen will gerne friedliche Antiglobalisten präsentieren. Aus Guten und weniger guten Gründen.
Dass diese Attacies sich aber wortreich dafür entschuldigen, dass da Leute, für die sie nichts können und die sie nicht herbeigerufen, da Steine werfen, und damit von eigentlichen Thema der Demo ablenken - dass ist die selbe Dummheit, die Kräuterhexchen in die Nachmittagstalkshows treibt: vor den Kamera immer brav das tun, was von einem erwartet wird.

Ich fände es in Ordnung, wenn einer dieser Späthippies (nebenbei: ich habe großen Respekt vor den originalen Hippies und jenen, die ihre Ideale heute noch leben), also dieser nachgemachten Teilzeit-Hippies mal in die Kamera sagen würde: "Ja, ich finde es auch Scheiße, dass da Krawall war. Aaaaber - wir sind nicht ohne Grund hier, denn ... (G8, Demo-Verbot am Zaun, verfassungswiderige Einschränkungen der Bürgerrechte, wieder G8 usw. - in den 80er lief dieses Spielchen manchmal richtig gut.) Leider sind selbst die Ö-R-Anstalten inzwischen so konditioniert, dass sie bei so was gleich nach dem "Aber" wegschalten.

Von daher sollte man als Attacie nicht zu "fernsehgeil" sein. Medienauftritt nur auf Augenhöhe und gut vorbereitet - oder gar nicht!

distelfliege - 5. Jun, 09:45

Bestenfalls...

...sind diese Attac-Leute einfach ungeschickt im Umgang mit Medien. Gut vorbereitet war da gar nix, was gestern in den Nachrichten zu sehen war, waren Ausschnitte aus einem Plenum in einem Zelt, wo sich das Fernsehen wahrscheinlich das Jammern über Gewalt bequem heraussuschen konnte. Die ham wohl das Plenum abfilmen lassen - wie doof kann man sein?
kassandra medea - 6. Jun, 18:00

moah...diese lady vom schwarzen block, die sie da gestern im fernsehen brachten, fand´ich aber nun auch etwas...unreflektiert.
ihre ziele hat sie jedenfalls nicht wirklich darsgestellt, ausser :
die polizei macht ärger, also machen wir auch welchen.

ob das dann irgendwen weiterbringt...*schulterzuck*...

MMarheinecke - 7. Jun, 08:54

Krawallnicks - ganz realistisch

Wie erwartet - nicht "400" auch nicht "40", sondern 2 schwerverletzte Polizisten. (Nicht ganz - ich hätte auf "4" getippt.)

Agent provocateurs? Glaube nicht daran. Zwar gehe ich davon aus, dass auch bei den Krawallen um Heilgendamm rum wie gewohnt Spitzel und V-Leute an vorderster Front stehen, um sich wichtig zu machen. Das ist keine Verschwörungstheorie, dass ist regelmäßig so und wird auch von niemandem bestritten - am wenigsten vom Verfassungsschutz (bis auf das "wichtig machen"). Aber es gibt immer welche, die aus der dritten oder vierten Reihe Steine schmeißen - die wollen eben "Action" sehen, politische Aussage Nebensache.
Ich sehe aber nicht ein, wieso "man" als "friedlicher Demonstrant" sich wortreich für irgendwelche Krawallkids entschuldigen sollte. Einfach sagen: "nicht unsere Baustelle", das war's. Und von den politisch reiferen Jungs und Mädels in Schwarz mit Motorradhaube würde ich mich noch nicht mal distanzieren: Weil vor friedlichen, bunten Demonstranten ja kein "Entscheider" Respekt hat. Vor dem "schwarzen Block" haben wenigsten einige von ihnen ein kleines bisschen Angst - und das ist mehr, als 100.000 friedliche Demonstranten bewirken könnten ...
Dass anderseits jeder Gewalttäter Schäuble und Co. mit ihren Plänen zur scheibchenweisen Abschaffung der Bürgerrechte in die Hände spielt, steht auf einem anderen Blatt.

Frustrierte Grüße,
Martin

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