Hakim Bey is pädophil
Steht hier:
http://libcom.org/library/leaving-out-ugly-part-hakim-bey
Tjo und nu?
Also wenn ich diese Anarcho-Poesie von ihm und viele sonstige Artikel zu diversen Themen ansonsten geil finde, stellt sich mir doch die Frage, wie ich mich "dazu verhalte".
Schließlich hab ich auch ein Zitat vom dem links im Blog stehen.
1. Darauf hoffen, daß niemand Hakim Bey kennt und sich auch nicht die Mühe macht das rauszufinden (fällt mit diesem Eintrag, zumindest, solang er auf der Startseite erscheint, wohl flach)
2. Bei jedem Zitat und jeder Verlinkung mich von Pädophilie distanzieren
3. Alles raustun
4. ...?....
In dem oben verlinkten Artikel steht:
"I will not offer any reason to be offended by the paedophile literature or the misogynist position of Hakim Bey as quoted above. The ethical idiocy of both are self-evident, and neither is part of anything that should be considered an anarchist idea. I am not surprised that these opinions exist, but I am most uncomfortable for realising that there is a discreet haven for both within the anarchist culture of the United States."
Die temporäre autonome Zone nochmal durchgeguckt, gibt es auch Hinweise, bestimmte Ausdrücke erhalten einen faden Nebengeschmack.
Auf der anderen Seite hat mir das Zeug einfach beim Lesen total viel gegeben, und ich habe auch andere Dinge darin gelesen, tjaja, es ist doch einfacher, auf die pädophilen Artikel Beys hinzuweisen als sich hinterher auszudenken, wie eine authentische Handlungsweise und Reaktion darauf aussehen könnte.
Was würdet ihr denn machen?
Ich denke, ich werde das Zitat in meiner Seitenleiste stehen lassen, weil es inhaltlich für sich spricht, und vll. bei meiner Verlinkung der TAZ im gynozentrischen Knistern einen Hinweis dazu schreiben.
Weil eine von denen, die das völlig untern Tisch kehren, will ich auch nicht sein. Und es geht mir ähnlich, daß ich das unangenehm finde, wenn unterm anarchistischen Mäntelchen pädo-Sachen fröhliche Urständ feiern können.
Also wenn z.b. ein oller Nazi gute Sachbücher geschrieben hat, bring ich es auch fertig zu sagen: Man muss wissen daß dat halt ein oller Nazi war und kritisch lesen aber ansonsten kann man die guten Sachen die der geschrieben hat, durchaus verwenden".
Vielleicht kann man das mit Bey dann ähnlich bewerkstelligen.
Also läuft es auf ein "dazusagen was Sache ist" hinaus.
Schätz ich ma.
http://libcom.org/library/leaving-out-ugly-part-hakim-bey
Tjo und nu?
Also wenn ich diese Anarcho-Poesie von ihm und viele sonstige Artikel zu diversen Themen ansonsten geil finde, stellt sich mir doch die Frage, wie ich mich "dazu verhalte".
Schließlich hab ich auch ein Zitat vom dem links im Blog stehen.
1. Darauf hoffen, daß niemand Hakim Bey kennt und sich auch nicht die Mühe macht das rauszufinden (fällt mit diesem Eintrag, zumindest, solang er auf der Startseite erscheint, wohl flach)
2. Bei jedem Zitat und jeder Verlinkung mich von Pädophilie distanzieren
3. Alles raustun
4. ...?....
In dem oben verlinkten Artikel steht:
"I will not offer any reason to be offended by the paedophile literature or the misogynist position of Hakim Bey as quoted above. The ethical idiocy of both are self-evident, and neither is part of anything that should be considered an anarchist idea. I am not surprised that these opinions exist, but I am most uncomfortable for realising that there is a discreet haven for both within the anarchist culture of the United States."
Die temporäre autonome Zone nochmal durchgeguckt, gibt es auch Hinweise, bestimmte Ausdrücke erhalten einen faden Nebengeschmack.
Auf der anderen Seite hat mir das Zeug einfach beim Lesen total viel gegeben, und ich habe auch andere Dinge darin gelesen, tjaja, es ist doch einfacher, auf die pädophilen Artikel Beys hinzuweisen als sich hinterher auszudenken, wie eine authentische Handlungsweise und Reaktion darauf aussehen könnte.
Was würdet ihr denn machen?
Ich denke, ich werde das Zitat in meiner Seitenleiste stehen lassen, weil es inhaltlich für sich spricht, und vll. bei meiner Verlinkung der TAZ im gynozentrischen Knistern einen Hinweis dazu schreiben.
Weil eine von denen, die das völlig untern Tisch kehren, will ich auch nicht sein. Und es geht mir ähnlich, daß ich das unangenehm finde, wenn unterm anarchistischen Mäntelchen pädo-Sachen fröhliche Urständ feiern können.
Also wenn z.b. ein oller Nazi gute Sachbücher geschrieben hat, bring ich es auch fertig zu sagen: Man muss wissen daß dat halt ein oller Nazi war und kritisch lesen aber ansonsten kann man die guten Sachen die der geschrieben hat, durchaus verwenden".
Vielleicht kann man das mit Bey dann ähnlich bewerkstelligen.
Also läuft es auf ein "dazusagen was Sache ist" hinaus.
Schätz ich ma.
distelfliege - 27. Aug, 19:58


... ja und?
Und wenn es um frauenfeindliche Äußerungen geht, da würden sich meine Regale aber leeren. ;-) Es wären sogar einige Frauen darunter ...
Also: den Vorschlag, die Texte des Beys kritisch zu lesen, mit dem Wissen im Hinterkopf, welche Ansichten er sonst noch vertrat, halte ich für den praktikabelsten. Wobei es, da er ein politischer Autor ist, sicher schlimmer wäre, wenn er Nazi wäre.
Für mich...
Wenn ich mal von der Prämisse ausgehe, daß das Private politisch ist, ist es genauso schlimm, wie wenn er ein Nazi wäre. Vielleicht kann einer, der sexuelle Ausbeutung propagiert, ansonsten gute politische Werke schreiben. Es ist auch denkbar, daß ein Neonazi einen superguten emanzipatorischen Sex-Ratgeber schreibt - und trotzdem macht das Eine das Andere nicht besser.
Ums nochmal zu verdeutlichen, wenn etwas lediglich bei mir im Regal stünde, dann kann ich das auch kritisch lesen und dann ist das gut. Aber wenn ich jemanden unterstütze, z.b. durch Verlinkung, oder wenn ich dessen Bücher kaufen würde, oder für ihn sonstwie Werbung machen würde dann ist das schon was Anderes.
Ob sich Bey wirklich an Kindern vergriffen hat, ist nicht klar, insofern hat er als unschuldig zu gelten, aber in dem oben verlinkten Artikel hat der Autor nachgewiesen, daß Bey das sich-an-Kindern-vergreifen aktiv propagiert und daraus noch eine anarchistische Tugend macht.
Ich kann dir nicht zustimmen, daß diese geistige Brandstiftung "nicht wirklich ein Problem" sei, das würden wir bei Nazis z.b. auch nicht sagen. Dann wäre es analog auch "nicht wirklich ein Problem", wenn jemand nur schmalzige Gedichte über das lustvolle Abfackeln von Asylantenheimen schreibt, solang er selbst keins anzündet.
Die Gesellschaft ist insofern pädophil, als daß es de fakto Strukturen gibt, die ihren Mitgliedern erlauben, das, was in ihrem "Besitz" ist, zu ficken. Zwar gibt es Gesetze dagegen, aber es gibt auch eine (früher sicher in stärkerem Maß) durch diese Strukturen fortbestehende Straffreiheit oder sagen wir, "geringe Strafwahrscheinlichkeit" WENN sich das Kind im eigenen "Besitz" befindet. In diesem Zusammenhang unterstütze ich durchaus politisch etwas ganz Übles, wenn ich "Pädo-Schrott-Autoren" unterstütze.
Eine Frage des "Schutzalters"
An anderer Stelle ersetzt der Autor eine (apologetische) Legende gegen eine andere: seine Darstellung der paidophilia ("Knabenliebe" im antiken Griechenland ist einfach falsch - was die apologetische Legende moderner Pädophiler "im alten Griechenland war das aber üblich" allerdings nicht richtiger macht.
Zur Pädophilie (an Kindern sexuell interessierte sollte man besser "Pädosexuelle" nennen, der Klarheit wegen): das ist erst mal eine Neigung - eine gefährliche Neigung allerdings. Vor daher sind z. B. Präventionsprojekte, die sich zum Ziel setzten, dass "Pädophile" nicht zu Tätern werden, sehr sinnvoll. Sinnvoll ist es auch, dem nachzugehen, wieso Menschen überhaupt pädosexuell werden - um zu verhindern, dass sie zu Tätern werden, nicht, um mögliche "Gefährder" zu erkennen und "wegzusperren, und zwar für immer".
Du schreibst: Es geht also um "sexuelle Selbstbestimmung" - wenn jemand abhängig ist oder sich nicht wehren kann, dann ist jede sexuelle Handlung nicht mehr freiwillig - und damit sexuelle Nötigung (jetzt nicht im juristischen Sinne zu verstehen, sondern im moralischen) bzw. wenn Gewalt(-androhung) ins Spiel kommt, Vergewaltigung. Damit ist "Kindersex" in jedem Falle automatisch mindestens sexuelle Nötigung - selbst wenn das Kind "ja" sagt. Das wäre so, als ob ich auf einen kleinen Jungen, der mit erhobenen Fäustchen auf mich zukommt und sagt: "hau mich doch, wenn du kannst" mit aller Gewalt einschlage. Soviel nur zur "Pädo-Apologetik".
Anders, ganz anders, sieht die Sache schon bei einen Jugendlichen aus. Da neige ich zum Standpunkt: kommt ganz auf den Einzelfall an. Auf Fragen wie: ist gegenseitige Freiwilligkeit überhaupt möglich oder ist der "erwachsene Partner" ein einer übermächtigen Lage gegenüber dem Jugendlichen?
"Man-boy Love" is a term used by apologists of paedophilia. stimmt insofern nicht, da der Ausdruck sich in der Regel nicht auf Jungs vor der Geschlechtsreife bezieht. Es stimmt allerdings, dass er auch von "Pädophilen" verwendet wird.
(Deshalb auch meine vermeintliche Haarspalterei weiter oben.)
Wenn Bey meint, Sex zwischen Jugendlichen und Erwachsenen sei "normal", kann man da anderer Ansicht seien, aber verwerflich muss so ein Standpunkt nicht sein. (Sein zitiertes Gedicht ist leider uneindeutig, lässt beide Interpretationen - Kind oder Jugendlicher - zu. )
Wenn er aber wirklich "Kindersex" meinte, dann gibt es keinen Diskussionsbedarf mehr. Das ist nicht in Ordnung - und Bey sollte sich dringend einer Selbsthilfegruppe mit dem Ziel "nicht Täter werden" anschließen.
guckuck!
Ja, also zuerst mal: Natürlich gehts um sexuelle Selbstbestimmung, wobei sich das Recht auf eine solche auf systematische Weise und an bestimmten Alters- Geschlechts- und Statusgrenzen entlang ungleich verteilt in dieser Gesellschaft.
Du redest jetzt erstmal davon, ob es eine Chance auf eine sexuelle Selbstbestimmung gibt - bei Sexualität zwischen Kindern und Erwachsenen sind wir uns da einig, daß es - vom Recht darauf mal abgesehen - die Chance aufgrund des Macht- und Erfahrungsunterschiedes nicht gibt.
Was nun Erwachsene und Jugendliche angeht: Da besteht vielleicht schon eher die Chance einer sexuellen Selbstbestimmung bei den Jugendlichen. Ich würde sogar mal theoretisch behaupten, daß zwischen männlichen Jugendlichen und Männern die Chance vielleicht noch eher besteht als zwischen weiblichen Jugendlichen und Männern. Weil sich "Weiblichkeit" in die Mädchen gerade hineinwachsen, doch auch stark bestimmt durch attraktiv und begehrenswert für Männer sein, was Mädchen vll. verfügbarer macht. Auf der anderen Seite verhindert die "Indianer kennen keinen Schmerz" Ideologie der Männlichkeitskonstruktion, daß männliche Jugendliche Grenzüberschreitungen an ihnen auch gscheit abwehren können. Sie könnten sie über die Homophobie-Schiene abwehren (Männern gegenüber)... dat ginge denk ich mal.. Wenn das eine Frau ist... da sag ich nur: "So here's to you, Mrs. Robinson.." Den Film "die Reifeprüfung" kennst du bestimmt, es ist jetzt die Frage, ob man solche Probleme als "normal" und "da muss man eben durch" betrachten will, oder ob man hier einen Mißbrauch seitens der Mrs. Robinson feststellt.
Der erwachsene Partner ist, finde ich, in einer mächtigeren Lage als der Jugendliche. Auch schon allein vom Erfahrungshorizont. Ausser es handelt sich um jemanden, der halt auf dem Papier schon erwachsen ist, weil er die 18 überschritten hat, aber von seiner Entwicklung her halt noch in die Peer group von Jugendlichen passt.
Was das angeblich so uneindeutige Gedicht angeht: Der Junge in dem Gedicht ruft den Ich-Erzähler ins Badezimmer um ihm sportliche Übungen unter Wasser zu zeigen. Ich frage mich, wie wahrscheinlich ist denn das bitte, daß ein Jugendlicher seinem erwachsenen Lover mit der "guck mal, ich kann unter Wasser Sit-Ups machen" - Nummer kommt... bzw. ihn zu diesem Zweck reinholt. Wenn der in einem Alter wäre wo er ihn zu erotischen Zwecken ins Bad ruft, würde der dann ausgerechnet Sportübungen vorführen? Das käme einem Jugendlichen, der grad nicht mehr "kindisch" sondern erwachsen sein will, doch zu kindlich vor.
Die Zeile, daß ein Elternteil den Flur herunterkommt, um sicherzustellen daß "keiner von uns den anderen vergewaltigt" ist genauso Schwachsinn. Wenn, dann um sicherzustellen, daß der Erwachsene das Kind nicht vergewaltigt, für das Umgekehrte hat der Elternteil kein Motiv. Ich sehe in dieser Zeile eine realitätsferne Illusion von Gleichheit. Und sorry, wer sich selber so grob bescheisst und belügt, kann keine Verantwortung für sich selbst in einer sexuellen Situation mit einem Jugendlichen übernehmen.
Wohlgemerkt: Für sich selbst. Noch nicht mal das.
Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er ein Recht auf Kinder-Vergewaltigung - die gar nicht gewaltfrei sein kann gefordert hatte.
Hat er auch nicht, "Kinder-Vergewaltiger" ist ja nicht Hakim Beys Wortwahl. Aber ich setze das Recht auf "gewaltfreien Sex mit Kindern" mit Kinder-Vergewaltigung gleich, aus den bekannten Gründen, daß von einer selbstverantwortlichen Zustimmung auf Seiten des Kindes nun mal nicht die Rede sein kann.
Deshalb ist die Forderung nach gewaltlosem Ausleben von Sex mit Kindern de Facto die Forderung nach Kinder-Vergewaltigung.
nicht aus juristischer Korinthenkackerei, sondern um einer möglichen "Hexenjagd" gegen einen prominenten Anarchisten keinen Vorschub zu leisten.
Noch sind wir ja nicht bei einer Hexenjagd. Sondern wir diskutieren die Vorwürfe, die in einem Text gegen Bey erhoben werden.
Als in der TAZ von Inzest als "Amour Fou" (ich glaube, in diesem Kapitel) die Rede war, hielt ich das schon früher - und andere Andeutungen - eher für eine Provokation...
Und ich denke noch dazu, es ist nicht immer ein "hineinlesen" sondern es kommt noch dazu auf den Blickwinkel an, mit dem man liest. Ob ich Hakim Bey direkt nach Catharine MacKinnons radikaler Frage, ob es eine nicht von Macht überlagerte Heterosexualität überhaupt gibt, lese, oder sonstwie einen geschärfteren Blick auf Sexualität und Macht habe, oder ob ich einen anderen Blickwinkel auf Sexualität im Allgemeinen habe.
Danke für deine Kommentare bis hierhin, hilft mir beim Denken.
Falls dir noch was einfällt, nur zu :)
Mainstream Anpassung statt selber denken???
Bitte erinnern wir uns an Anarchisten der Vergangenheit:
Peter Schult!
John Henry Mackay!
Oder auch Künstler, Autoren und Wissenschaftler, wie Will McBride, Theo Sandfort, Rosa v. Praunheim, Griesemer, Katharina Rutschky usw.
Die sexuelle Befreiung für Kinder und Erwachsene war immer Teil des Anarchismus. Die heutige Hexenjagd am Beispiel geisteskranker Systemopfer erinnert mich an die Rechtfertigung von Abschiebung am Beispiel exemplarischer Ausländerkriminalität.
Anarchismus heisst Tabus entgegen- denken!
Inzwischen leben wir unter Gesetzen, welche JEDE Sexualität Minderjähriger strafbar macht! Europaweit! Unter der Flagge des ANTI- PÄDO- FELDZUGS! Und kaum jemand (aus anarcho- Zusammenhängen) scheint sich dran zu stören!??
Lasst uns weder reale Missbrauchsverhältnisse romantisieren, aber noch viel weniger lasst uns dem sexualfeindlichen, angstzentrierten Mainstream (dem Denken der Herrschenden) die Deutung des Sexus überlassen!!!