Denk positiv
...in Bodeceas Blog kann ich irgendwie nicht kommentieren... bei allen Blogger-Blogs kann ich nur kommentieren wenn bisher 0 Kommentare sind. Egal, also was ich kommentieren wollte, war ihr denk positv!
Da steht nämlich:
"Und zweifelt trotzdem an sich – wenn ich den Job noch viel mehr gewünscht hätte, wenn ich mir die Heilung von der Krankheit noch besser visualisiert hätte... wir krank bin ich denn im Kopf, dass ich offenbar unbewusst leiden WILL?"
Momentchen mal.. man will doch den Job nicht deshalb nicht, weil man gerne leidet. Niemand leidet gerne. Vielleicht will man die Heilung von der Krankheit auch deshalb nicht, weil man sichs nicht vorstellen kann, wie es "ohne" wäre.
Der Fehler den die Leut immer machen, ist, zu denken "Wenn es dieses Gesetz der Anziehung gibt, dann sind die Leute ja an allem selber schuld."
Und vergessen dabei, daß man vll. auch selber schuld daran ist, daß man den Sinn seines Lebens nicht im Geldverdienen wiederfinden kann, sondern z.b. in Spiritualität, man ist auch selbst dran schuld, daß man nicht jahrelang jeden Tag den Großteil seines Lebens in Heilanstrengungen investieren will, sondern stattdessen vielleicht LEBEN? Und wer könnte einem das auch verdenken.
Und gut, wenn man echt nicht schafft, das Positive anzuziehen und stattdessen passiert einem lauter Mist, wer sagt denn, daß man einfach "schnips" machen könnte, und dann könnte man "stark genug visualisieren" und alles würde sich ändern?
kann man eben nicht. Über die Konfiguration der eigenen Psyche kann man halt nicht so mir nix, dir nix hinwegspringen. Aber Psyche, das ist ja irgendwie nichts materielles, das ist ja irgendwie gar nicht existent bzw. muss immer total steuerbar sein - und psychische Krankheiten sind eh eingebildet etc.
Solche Auffassungen kursieren auch noch zur Genüge - und auch das passt prima zum "Selbst schuld".
Man kann mit dem entsprechenden Denken (ich würde es nicht "richtiges Denken" nennen, weil für mich ist es nicht immer richtig, was man sich ausdenkt) alles herbeizaubern. Das glaube ich. Aber dieses entsprechende Denken bekomme ich nicht hin, und möchte es aus gutem Grund nicht hinbekommen:
Ich bin froh, wenn sich mein Leben so zusammenfügt, wie ich im Innersten wirklich will, und da geht es mir nicht um das Geld, den Job, die Heilung von diesem oder jenem Zipperlein. Und würde ich dieses innere Feuer an so Dinge verschwenden, hätte ich Angst, daß es mit der Zeit verlöschen würde.
Oder wie mal irgendein Kerl in irgendeinem Forum in der Signatur hatte: Ich kann tun, was ich will - aber ich kann nicht wollen, was ich will. Das ist für mich DER Haken überhaupt, wieso Magie nicht funktioniert. Weil man nicht einfach jeden Scheiss, den man grad lustig findet, wirklich wollen kann.
Aber Ideale und Träume, also wirklich Lebensträume und die tiefste Sehnsucht ist ein starker Motor, und wenn der "kleine Scheiss" mit dieser tiefsten Sehnsucht in Einklang steht, dann kennt die magische Kraft kein Halten mehr. *gg*
Ich muss da grad mal wieder an das olle Märchen vom kalten Herz denken. Das klingt so schrecklich moralinsauer, daß Geld und Beliebt sein nicht alles ist, z.b. - aber mir geht es echt so. Wenn ich mein Herz an Dinge hänge, die ich gerne erfolgreich bewältigt hätte, die aber nicht wirklich so wichtig sind, dann hätte ich Angst es zu verlieren.
Ich denke, man muss die eigene Kraft finden, und den eigenen Traum bewahren. Nicht weil man danach vll. alles andere auch kriegen kann. Sondern weil man dann die Dinge kriegt, die einem zu dem Traum der Kraft führen. Und weil man dann auch schafft, zu verkraften, einige Dinge nicht zu kriegen, weil man weiß ja, wofür "die Lampe an ist", und wofür nicht.
Und in vielen Fällen scheiß ich auf das "entsprechende Denken", das mir alles herbeigezaubert hätte, was ich mal so ab und an geil gefunden hätte. Ich bin tatsächlich mit Mißerfolgen immer super gefahren, nämlich dorthin, wohin ich gehen sollte/wollte. Und ich kann nur hoffen, daß meine Schutzgeister mich weiter so begleiten wie bislang.
So, das warn meine paar Cent zum Gesetz der Anziehung.
Da steht nämlich:
"Und zweifelt trotzdem an sich – wenn ich den Job noch viel mehr gewünscht hätte, wenn ich mir die Heilung von der Krankheit noch besser visualisiert hätte... wir krank bin ich denn im Kopf, dass ich offenbar unbewusst leiden WILL?"
Momentchen mal.. man will doch den Job nicht deshalb nicht, weil man gerne leidet. Niemand leidet gerne. Vielleicht will man die Heilung von der Krankheit auch deshalb nicht, weil man sichs nicht vorstellen kann, wie es "ohne" wäre.
Der Fehler den die Leut immer machen, ist, zu denken "Wenn es dieses Gesetz der Anziehung gibt, dann sind die Leute ja an allem selber schuld."
Und vergessen dabei, daß man vll. auch selber schuld daran ist, daß man den Sinn seines Lebens nicht im Geldverdienen wiederfinden kann, sondern z.b. in Spiritualität, man ist auch selbst dran schuld, daß man nicht jahrelang jeden Tag den Großteil seines Lebens in Heilanstrengungen investieren will, sondern stattdessen vielleicht LEBEN? Und wer könnte einem das auch verdenken.
Und gut, wenn man echt nicht schafft, das Positive anzuziehen und stattdessen passiert einem lauter Mist, wer sagt denn, daß man einfach "schnips" machen könnte, und dann könnte man "stark genug visualisieren" und alles würde sich ändern?
kann man eben nicht. Über die Konfiguration der eigenen Psyche kann man halt nicht so mir nix, dir nix hinwegspringen. Aber Psyche, das ist ja irgendwie nichts materielles, das ist ja irgendwie gar nicht existent bzw. muss immer total steuerbar sein - und psychische Krankheiten sind eh eingebildet etc.
Solche Auffassungen kursieren auch noch zur Genüge - und auch das passt prima zum "Selbst schuld".
Man kann mit dem entsprechenden Denken (ich würde es nicht "richtiges Denken" nennen, weil für mich ist es nicht immer richtig, was man sich ausdenkt) alles herbeizaubern. Das glaube ich. Aber dieses entsprechende Denken bekomme ich nicht hin, und möchte es aus gutem Grund nicht hinbekommen:
Ich bin froh, wenn sich mein Leben so zusammenfügt, wie ich im Innersten wirklich will, und da geht es mir nicht um das Geld, den Job, die Heilung von diesem oder jenem Zipperlein. Und würde ich dieses innere Feuer an so Dinge verschwenden, hätte ich Angst, daß es mit der Zeit verlöschen würde.
Oder wie mal irgendein Kerl in irgendeinem Forum in der Signatur hatte: Ich kann tun, was ich will - aber ich kann nicht wollen, was ich will. Das ist für mich DER Haken überhaupt, wieso Magie nicht funktioniert. Weil man nicht einfach jeden Scheiss, den man grad lustig findet, wirklich wollen kann.
Aber Ideale und Träume, also wirklich Lebensträume und die tiefste Sehnsucht ist ein starker Motor, und wenn der "kleine Scheiss" mit dieser tiefsten Sehnsucht in Einklang steht, dann kennt die magische Kraft kein Halten mehr. *gg*
Ich muss da grad mal wieder an das olle Märchen vom kalten Herz denken. Das klingt so schrecklich moralinsauer, daß Geld und Beliebt sein nicht alles ist, z.b. - aber mir geht es echt so. Wenn ich mein Herz an Dinge hänge, die ich gerne erfolgreich bewältigt hätte, die aber nicht wirklich so wichtig sind, dann hätte ich Angst es zu verlieren.
Ich denke, man muss die eigene Kraft finden, und den eigenen Traum bewahren. Nicht weil man danach vll. alles andere auch kriegen kann. Sondern weil man dann die Dinge kriegt, die einem zu dem Traum der Kraft führen. Und weil man dann auch schafft, zu verkraften, einige Dinge nicht zu kriegen, weil man weiß ja, wofür "die Lampe an ist", und wofür nicht.
Und in vielen Fällen scheiß ich auf das "entsprechende Denken", das mir alles herbeigezaubert hätte, was ich mal so ab und an geil gefunden hätte. Ich bin tatsächlich mit Mißerfolgen immer super gefahren, nämlich dorthin, wohin ich gehen sollte/wollte. Und ich kann nur hoffen, daß meine Schutzgeister mich weiter so begleiten wie bislang.
So, das warn meine paar Cent zum Gesetz der Anziehung.
distelfliege - 4. Dez, 05:55


erst mal - komisch, das mit dem kommentieren. Kann ich mir nicht erklären.
Und ja, ich kann dir in vielem recht geben. Ich hatte ja auch gesagt - wenn ich eins mit mir und dem, was ich wirklich will, bin, dann läuft es auch - nenne es WuWei oder Karma oder was weiß ich. Und ich persönlich konnte bisher auch meine kleinen menschlichen Tragödien im Leben (Liebeskummer, berufliche Misserfolge und so ein Kram) gut integrieren und wollte sie nicht missen, weil sie mich zu mir selbst führen. Und dass es Quatsch wäre, seine innere Kraft, sein Feuer auf äußerlichen Kleinkram zu verwenden und dabei matt und stumpf und pervertiert zu werden. Logisch. Siehe die unendliche Geschichte ;-).
Aber, aber.
Es gibt Menschen - und ich bin ganz froh, dass ich nicht zu denen gehöre - denen im Leben, vielleicht schon in früher Kindheit, entsetzliche Dinge angetan wurden, die sie ihr Leben lang prägen. Ich denke an Missbrauch, Terror, Krieg, KZ, Vergewaltigung. Und da sträubt es sich in mir, wenn ich manchmal die Meinung lese - jaaa, deren Karma hat das ja irgendwie gewollt, dass man sie so behandelt. Der böse Nazivergewaltigungsmörder ist ja nur Erfüllungsgehilfe des höheren Wollens der leidenden Person (oder so ähnlich).
Ich sage jetzt nicht, dass ich das bei dir rein lese, aber es ist mir schon untergekommen. Hat nicht Dahlke sowas über Vergewaltigung verzapft?
Soll ich denken, dass diese und jene Frau als Kind vergewaltigt wurde und ich nicht, das liegt nur daran, weil mein innerer Kern reiner ist oder meine Wünsche für mich gesünder oder meine Karmaerfahrungspunkte ein Level höher? Das will ich nicht glauben, das käme mir unsäglich überheblich und unmenschlich vor.
Alles Liebe
Bodecea
Hmmm...
Aber zu dem Punkt hätte ich auch einen Ansatz in der sich entwickelnden Theorie.
Also, wir sind uns einig, daß man das innere Feuer/Kraft nicht an jeden Kleinmist verschwendet, weil man irgendeine weise Instanz vll. besitzt, die dafür sorgt, daß nicht jeder Wunsch, auch wenn man es momentan gern möchte, mit dieser Kraft versorgt wird.
Dadurch erklärt sich, daß einiges nicht klappt, was man gerne möchte, während gleichzeitig das Postulat im Raum stehen bleibt, daß man alles herbeizaubern könnte, mit dem entsprechenden Denken.
Bei den Menschen, denen entsetzliche Dinge passiert sind, würde ich sagen, besteht oft eine Fehlfunktion dieser "inneren Kraft". Möglicherweise hat das schreckliche Ereignis ihnen eben genau diese innere Kraft weggenommen oder bewirkt, daß sie sich gegen sie richtet und als Folge kämpft man sich mit dieser unverheilten Wunde durchs Leben und einem passiert Schlimmes, Schlimmes und Schlimmes. Also, daß grob gesagt eine Traumatisierung die normale Funktion des "Anziehens von Glück" kaputt gemacht hat.
Ich habe dieses Jahr mal ein Buch über Traumata gelesen, und heute ist mittlerweile klar, daß schwere Traumata dauerhaft in der Psyche/Seele was verändern. Auch wenn man eine Theraphie macht oder eben die Heilung findet, und damit umgehen lernt, damit gut leben kann - die eigene Seele/Psyche wird lebenslang eben anders konfiguriert sein wie bei Nicht-Traumatisierten.
Deswegen meine ich, müsste die Theorie von mir für Leuts, denen entsetzliche Dinge passiert sind, anders lauten, oder eben müsste man sagen, zuerst muss man sein inneres Feuer und die eigene Kraft sich zurückholen, "reclaim your life" usw. und dann klappt meine Theorie vielleicht auch. Und das scheint mir Arbeit zu sein, richtig Arbeit, so daß ich nur vor jedem Menschen, der nach einem tiefen Trauma zum Leben zurückfindet, den Hut ziehen kann.
Das Gesetz der Anziehung funktioniert doch aber nicht, um zu erklären, wieso einige Menschen traumatisiert werden, und andere nicht. Da find ich, geht das etwas zu weit - wie soll denn ein kleines Kind z.b. eine schlimme Traumatisierung "anziehen", es kennt doch so ein Leid gar nicht, und wie soll man sich etwas "innerlich wünschen" was man noch nicht mal kennt?
Ich denke, wir waren ursprünglich dabei, uns zu überlegen, wieso Magie oder Wunschverwirklichung nicht funktioniert. Ich hatte nicht den Eindruck, daß wir dabei waren, zu überlegen, ob man sich Leid, Schmerz oder ein Trauma gewünscht hat.
Du hast recht, daß es bei einigen Leuten so klingt, als ob man "selber schuld" wäre, daß etwas nicht klappt, und daß folglich gar auch alles Schlimme was einem zustösst, auch von einem selbst verursacht wurde. Diese Ansicht teile ich aber nicht, und ich frage hier nach dem Grund, wieso man die These der mangelnden Anziehungskraft derart ausdehnt, daß man eben dann genau das Gegenteil, das Leid, den Schmerz, aktiv angezogen hätte.
Also, ich red hier von der "Ersttraumatisierung". Daß eine Folge davon ist, daß man einerseits versucht, alles zu vermeiden, was zu einer Retraumatisierung führt, und gleichzeitig genau diesen "erneuten Schmerz" aktiv anzieht, ist laut dem Trauma-Buch ein Phänomen das bei vielen Traumatisierten auftritt. Es gibt die Theorie, daß man instinktiv versucht, das Trauma zu verarbeiten, indem man immer wieder auf solche Situationen zusteuert oder immer wieder an solche Orte oder zu solchen Menschen geht - während man aber, und auch das ist hoffe ich, verständlich, es trotzdem nicht erträgt und mit allen Mitteln versucht, das eindringen traumatischer Erinnerungen in sein Leben zu vermeiden. Das ist genau diese "Fehlfunktion" - die zwei Verhaltensweisen, die beide eigentlich gut sind, aber in ihrer Kombination leidbringend.
Insofern denke ich, daß sich erklärt, wieso manche nicht anders können (und hier möchte ich denjenigen sehen, der dann protzt "selbst schuld, ich denke richtig und daher passiert mir das nicht") als Leiden anzuziehen - weils die Seele dringend für nötig hält, eine Bewältigung anzugehen. Während sie gleichzeitig für nötig hält, die erneute Traumatisierung zu vermeiden. Wahrscheinlich wäre, daß du und ich, wären wir in dieser Lage, ganz genauso handeln würden.
Aber was die ERSTE Traumatisierung angeht, die zu der "Fehlfunktion des inneren Feuers" führt, da seh ich nicht, wie man sich das gewünscht haben soll. Und das läuft für mich unter der Flagge "Shit happens". Und es nützt nichts sich hinterher zu fragen, ob das Kind selbst schuld ist, daß es in den Brunnen gefallen ist. Nützt rein gar nichts.
Fakt ist aber auch, daß etwas, das man sich erarbeiten musste, sich immer anders anfühlt und immer mehr "sein eigenes" ist, als das, was einem in den Schoß gefallen ist. Deshalb denke ich, daß mein Kontakt zur "inneren Kraft" nie so werden wird, wie z.b. der eines schwer traumatisierten Menschen, der sich diesen Kontakt erarbeitet hat - dieser Mensch wird mir in diesem Sinne immer was "voraus haben".
Dieses unmenschliche, überhebliche Denken, daß die ja alle "nicht die richtige Denke/unreines karma" hatten, ist doch nix weiter wie eine Abwehrstrategie, um sich zu versichern, daß einem selbst solche Dinge nicht passieren können. Ehrlich gesagt können sie einem aber passieren, egal wie "rein und toll" man ist.
Und auch hier hilft "inneres Feuer" - z.b. ist in dem Trauma-Buch die interessante Feststellung gewesen, daß politische Gefangene, die ideell eine Rechtfertigung hatten, wieso sie im Gefängnis sind, lange Jahre dort erheblich besser psychisch bewältigen wie Gefangene, die sich nicht "im Recht" fühlen oder keine Idee haben, und keine Solidarität, die ihnen den Rücken stärkt.
Doch darf das nicht dazu führen, daß man sich schuldig fühlt, weil einem diese Kraft in dem Moment gefehlt hat! Und ich finde es in der Tat eine Sauerei, genau wie du, wenn man sich hinstellt, und sagt "Haha, du warst halt zu schwach, selbst schuld".
Weil wie gesagt, ich kann tun was ich will, aber nicht wollen, was ich will. Wenn ich diesen Antrieb, der mich ein Trauma überstehen lässt, in dem Moment zufällig habe, z.b. wenn ich einen idealistischen politischen Kampf führe und dann ins Gefängnis komme, dann ist das halt Glück - wenn ich aber den Grund und Antrieb grad nicht zur Hand habe, was dann? So einfach daherhexen kann ich mir diesen Antrieb nun mal nicht.
Weil ich hexe mit Hilfe des Feuers, aber zuerst mal muß es brennen, das Feuer.
Für mich geht es darum, daß jeder Mensch es verdient hat, daß sein Kerzlein brennt, und nicht darum, auf andere mit dem Finger zu zeigen, die ihr Kerzlein verloren haben oder sich als was besseres zu fühlen, weil man selbst ein Kerzlein hat und der andere Mensch nicht. Weil der hat auch ein Kerzlein, das ist eben nur grad ausgegangen. Das kann aber wieder angehen, und anstatt diesem Mensch das eigene Kerzlein hinzuhalten, um seins dran anzuzünden, nimmt man seins zu sich, und sagt "Na, du bist eh selbst schuld, daß deins aus ist, nee, also meins kriegst nicht, das könnte ja bei dem Versuch, deins anzuzünden, ebenfalls ausgehen".
Ja, könnte es. Das weiß man ja sogar insgeheim. Daß einem selbst die eigene "reine Karmaweste" die man sich hinfantasiert, nicht schützt. Weil hätte man tatsächlich "garantiert gutes Karma", wieso dann diese Abwehrreaktion?
Ja, warum??
Bei meiner Erfahrung mit Kali jetzt, hab ich einerseits gemerkt, daß einem ein "reines Herz" hilft, bzw. daß man sich hüten sollte, mit Kali in Kontakt zu kommen, wenn man sie eigentlich verarschen will, (also erst rufen und dann aber wieder lieber nicht in Kontakt mit ihr kommen) - andererseits verschlingt und zerfetzt sie einen vielleicht doch, völlig egal, wie rein die eigene Intention ist. Wenn mich irgendeine Kraft davon überzeugt hat, daß es manchmal gar nichts gibt, was man hätte tun, denken oder sagen können, dann Kali. Bei Kali wird jede Sicherheits-Reißleine ein läppisches Schnürchen, das reissen kann. Und so isses für mich im Leben einfach grundsätzlich auch. Dieses Denken, "ich hätte nur richtig denken müssen" ist eine solche lächerliche Sicherheitsschnur. Weil olle Kali sagt:
"Ich reiße dir trotzdem den Kopf ab, wenn ich Lust habe, ich hab nur aus purem Zufall jetzt keine Lust, nicht weil du irgendwas getan oder gedacht oder gesagt hast, was mich davon abhält"
Und klar macht das Angst. Was ich nicht für eine Angst hatte, also fast schon Todesangst. Todesangst vor der Geliebten, Schönen, was n Drama *ggg*
Dahlke gut und schön, aber es gibt noch andere Dinge, die unter den Hut meiner Theorie passen müssen...
das wird aber lang hier! :-)
Ich denke, da sind wir uns einig - vielen Menschen stoßen schlimme Dinge zu, ohne dass sie vorher böse karmische Dinge in ihre Aura reingeschwurbelt haben. DANN aber ist die Gefahr groß, durch den Schaden weiterhin auf eine Art und Weise zu denken oder zu handeln, die eine Wiederholung dieses Traumas oder andere Probleme anzieht.
Ich würde da jetzt auch die psychologische Komponente mit rein nehmen; wenn z. B. eine Frau gelernt hat, dass sie ein schwaches Opfer ist, das sich am besten unter den Schlägen duckt, um zu überleben, dann wird sie diese Rolle nicht einfach mal so ohne viel Mühe und Arbeit wieder los. Und weil Männer, die Frauen schlecht behandeln, zu so einer Rolle passen, gerät sie leicht wieder an solche Männer, solange sie darin verharrt.
Und es gelingt diesen Menschen nur schwer, ihr Feuer so brennen zu lassen, wie es eigentlich ursprünglich mal brennen sollte und wollte; und sie werden auch kaum wirklich glücklich und zufrieden sein.
Vielelicht geht es auch uns nicht traumatisierten OttonormalbürgerInnen so. Nur dass wir glücklicherweise nicht ganz so schmerzliche und unproduktive Denk- und Verhaltensweisen antrainiert haben, aber oft genug, um ewig unzufrieden zu sein, und sei es wegen der Figur. Ja, vielleicht ist es fatalerweise dafür viel leichter, in diesem halbwegs unbequemen Zustand zu verharren, statt auszubrechen, während es bei Traumatisierten oft um Leben und Tod geht.
Mh.
Andererseits - ab und zu denke ich: vielleicht ist auch alles Quatsch, wir sind nichts unterworfen als einer gottlosen Willkür, und wenn wir uns etwas anderes zusammenkonstruieren, dann nur, damit sich nicht alles so kalt anfühlt. Vielleicht gibt es kein Feuer in uns. Nur Knochen und Staub und Asche.
Aber ich habe beschlossen, dass ich das nicht glauben _will_! Eine der wenigen Sachen, von denen ich weiß, was ich will. ;-)
Ich hoffe, das war jetzt nicht zu verquast...
Nachtrag:
Das mit Kali hatte ich vorher gar nicht gesehen.
Vielleicht ist das ja der Schlüssel - dieses Sicherheitsdenken. Wenn ich richtig denke und meine Diät einhalte, meine magischen Amulette trage und brav in die Rentenklasse einzahle, dann kann mir nix mehr passieren.
Und jetzt kann man noch über Freiheit gegen Sicherheit diskutieren. Aber das sprengt hier wirklich den Rahmen ;-)
Bodecea