Zwischendurch mal wieder verspäteter Jahreskreis-Meckerantenstadl
Demletzt war ja wieder mal eins dieser Jahreskreisfeste.
Also jetzt mal rein datumsmässig betrachtet - ich habe den Tag mit Sushi und mit/bei Lucia gefeiert, mit Web-Basteln anstatt Punk/Ska/Techno auf der Fete de la Musique.
Aber es war ja rein vom Datum her eines dieser neu-heidnischen Jahreskreisfeste, genannt Mitsommer, wo irgendwie wieder diese "Der Gott und die Göttin" Lovestory weitergesponnen wird. Und NEEEEEEEEIN - liebe Bella! DU bist nicht die Auslöserin! Ich schwöre!
Ich gelobe hoch und heilig. Also, weiter im Text.
Diese Lovestory. Die Göttin ist hochschwanger, der Gott herrscht solange herum. Und wenn der Gott dann abends von der Arbeit (dem Herrschen) nach Hause kommt, muß er noch mal los, der Göttin ein Glas Gurken kaufen, ihr wisst ja - diese Schwangerschaftsgelüste.
Ich weiß auch nicht, also - diese kleinfamiliäre Heteroromantik, die sich in so vielen Jahresfestchen-Beschreibungen zwischen den Sofaritzen findet wie ein dort vor 3 Jahren reingefallenes Käsebrötchen... nein, ist echt nicht so meins.
Ich habe Respekt vor wirklich tief empfundenem, nachvollzogenem und verstandenem Gott+Göttin Fruchtbarkeits-Hetero-Kult. Vor jedem Weg, der wirklich von Herzen gegangen wird, der wirklich mit Liebe zur Art und Weise dieses Weges gegangen wird, habe ich Respekt und mir liegt es fern, irgendwen in seinen religiösen Gefühlen verletzten zu wollen.
Aber im Laufe meiner Annäherung an naturspirituelle und hexische Ideen habe ich doch einiges an trotziger Ablehnung angestaut, so ähnlich wie ein kleines Kind, das sein Essen nicht mag und den Teller trotzdem immer wieder hingeschoben bekommt. Und es ist doch immer wieder das selbe drauf. Das, was dem Kind einfach nicht schmeckt.
Für mich war es eine Offenbarung, vor einigen Jahren, lass es mal vielleicht 10 Jahre schon her gewesen sein, "Menschenfrauen fliegen wieder" von Ute Manan Schiran zu lesen. Das ist wirklich, obwohl ich heute leider weniger Bücher, die neu rauskommen, lese, das einzige Buch gewesen, das ich kenne, wo die Jahreskreisfeste völlig ohne dieses Gott+Göttin Pärchentralala auskamen.
Nicht daß es besser wäre, also ich finde es ja okay, wenn man das Pärchentralala mag - aber außerdem, also alternativ dazu, gibt es einfach sehr sehr wenig Inspiration. Sehr wenig. Ute Schirans Buch war einzig in seiner Art und für mich eine Bestätigung, wie sie nur jemand so richtig auskosten kann, dessen spirituelle Vorliebe sehr selten sogar in Buchform bestätigt wird.
Ja, und das Beste überhaupt, was mir passieren konnte, war, daß ich Jahresfeste selbst mit anderen feiern konnte, die sehr "Schiran" waren, oder - Buchstaben umgekehrt - "nar(r)isch". :-)
Dafür bin ich einfach nur sehr dankbar.
Wobei mir grade auffällt, bei dem ersten wirklich lauten, narrischen, wild-schönen Jahreskreisfest, das ich erlebt habe, haben wir am Anfang mit obszönen und wirklich sehr pietätlosen Spaßtiraden brüllend und lachend den Gehörnten verarscht (und damit gebannt). Das war keine "böse Absicht" sondern hat sich, wie so vieles, wie das meiste, oder überhaupt alles, so ergeben.
Wir waren haltjung und brauchten das Geld eine junge Formation, die sich in ihrer spezifischen Form "zwischen den Welten" positionieren wollte und sollte, und gerade dieses Einnehmen eines Platzes ist eine Tätigkeit, bei der gehobelt wird. Wo gehobelt wird, da fallen aber auch Späne.
Als der Raum dann eingenommen war, der Platz entstanden, musste auch nicht mehr zwanghaft herumverarscht und abgegrenzt werden..
Aber ich merke das eben zeitweise, daß ich hin und wieder mit einer Machete ein wenig herumfuchteln muss, mein Territorium mit Pinkelmarken versehen muss. Man kann nicht einmal irgendwo hin pinkeln und meinen, das bliebe dann immer da und die Duftbotschaft würde nie verfliegen.
So - this is my space. Willkommen in Distels Ego-Welt!
Gehörnte haben sich zum Pinkeln hinzusetzen. Und geschwängert wird nicht!
*hrhrhr*
PS - zum Abschluss: Du weißt, daß deine Pinkelmarke verflogen ist, wenn dich schon über 2 Jahre niemand mehr als verklemmte, frustrierte Emanze, die wahrscheinlich zu wenig Sex bekommt, bezeichnet hat. *gg*
--
Aso, noch was zu einem anderen Thema:
Leuts, wenn ihr die "Credits" von twoday.net aus eurer Seitenleiste entfernt, entfernt ihr damit auch den Link, wo man euren RSS-Feed abonnieren kann.
Ich habe jetzt trotzdem eure credits-freien Blogs abonniert indem ich einfach mal Adressenraten gespielt habe - aber das wär auch einfacher gegangen wenn ihr eurem Bloghoster etwas mehr Dankbarkeit erweisen würdet durch Anzeigen lassen der Werbeknöppels für Knallgrau&Co. *hrhr*
Also jetzt mal rein datumsmässig betrachtet - ich habe den Tag mit Sushi und mit/bei Lucia gefeiert, mit Web-Basteln anstatt Punk/Ska/Techno auf der Fete de la Musique.
Aber es war ja rein vom Datum her eines dieser neu-heidnischen Jahreskreisfeste, genannt Mitsommer, wo irgendwie wieder diese "Der Gott und die Göttin" Lovestory weitergesponnen wird. Und NEEEEEEEEIN - liebe Bella! DU bist nicht die Auslöserin! Ich schwöre!
Ich gelobe hoch und heilig. Also, weiter im Text.
Diese Lovestory. Die Göttin ist hochschwanger, der Gott herrscht solange herum. Und wenn der Gott dann abends von der Arbeit (dem Herrschen) nach Hause kommt, muß er noch mal los, der Göttin ein Glas Gurken kaufen, ihr wisst ja - diese Schwangerschaftsgelüste.
Ich weiß auch nicht, also - diese kleinfamiliäre Heteroromantik, die sich in so vielen Jahresfestchen-Beschreibungen zwischen den Sofaritzen findet wie ein dort vor 3 Jahren reingefallenes Käsebrötchen... nein, ist echt nicht so meins.
Ich habe Respekt vor wirklich tief empfundenem, nachvollzogenem und verstandenem Gott+Göttin Fruchtbarkeits-Hetero-Kult. Vor jedem Weg, der wirklich von Herzen gegangen wird, der wirklich mit Liebe zur Art und Weise dieses Weges gegangen wird, habe ich Respekt und mir liegt es fern, irgendwen in seinen religiösen Gefühlen verletzten zu wollen.
Aber im Laufe meiner Annäherung an naturspirituelle und hexische Ideen habe ich doch einiges an trotziger Ablehnung angestaut, so ähnlich wie ein kleines Kind, das sein Essen nicht mag und den Teller trotzdem immer wieder hingeschoben bekommt. Und es ist doch immer wieder das selbe drauf. Das, was dem Kind einfach nicht schmeckt.
Für mich war es eine Offenbarung, vor einigen Jahren, lass es mal vielleicht 10 Jahre schon her gewesen sein, "Menschenfrauen fliegen wieder" von Ute Manan Schiran zu lesen. Das ist wirklich, obwohl ich heute leider weniger Bücher, die neu rauskommen, lese, das einzige Buch gewesen, das ich kenne, wo die Jahreskreisfeste völlig ohne dieses Gott+Göttin Pärchentralala auskamen.
Nicht daß es besser wäre, also ich finde es ja okay, wenn man das Pärchentralala mag - aber außerdem, also alternativ dazu, gibt es einfach sehr sehr wenig Inspiration. Sehr wenig. Ute Schirans Buch war einzig in seiner Art und für mich eine Bestätigung, wie sie nur jemand so richtig auskosten kann, dessen spirituelle Vorliebe sehr selten sogar in Buchform bestätigt wird.
Ja, und das Beste überhaupt, was mir passieren konnte, war, daß ich Jahresfeste selbst mit anderen feiern konnte, die sehr "Schiran" waren, oder - Buchstaben umgekehrt - "nar(r)isch". :-)
Dafür bin ich einfach nur sehr dankbar.
Wobei mir grade auffällt, bei dem ersten wirklich lauten, narrischen, wild-schönen Jahreskreisfest, das ich erlebt habe, haben wir am Anfang mit obszönen und wirklich sehr pietätlosen Spaßtiraden brüllend und lachend den Gehörnten verarscht (und damit gebannt). Das war keine "böse Absicht" sondern hat sich, wie so vieles, wie das meiste, oder überhaupt alles, so ergeben.
Wir waren halt
Als der Raum dann eingenommen war, der Platz entstanden, musste auch nicht mehr zwanghaft herumverarscht und abgegrenzt werden..
Aber ich merke das eben zeitweise, daß ich hin und wieder mit einer Machete ein wenig herumfuchteln muss, mein Territorium mit Pinkelmarken versehen muss. Man kann nicht einmal irgendwo hin pinkeln und meinen, das bliebe dann immer da und die Duftbotschaft würde nie verfliegen.
So - this is my space. Willkommen in Distels Ego-Welt!
Gehörnte haben sich zum Pinkeln hinzusetzen. Und geschwängert wird nicht!
*hrhrhr*
PS - zum Abschluss: Du weißt, daß deine Pinkelmarke verflogen ist, wenn dich schon über 2 Jahre niemand mehr als verklemmte, frustrierte Emanze, die wahrscheinlich zu wenig Sex bekommt, bezeichnet hat. *gg*
--
Aso, noch was zu einem anderen Thema:
Leuts, wenn ihr die "Credits" von twoday.net aus eurer Seitenleiste entfernt, entfernt ihr damit auch den Link, wo man euren RSS-Feed abonnieren kann.
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distelfliege - 27. Jun, 06:22


ich knutsch dich mal virtuell. Das kann eigentlich gar nicht sein, wie du mir in diesem Zusammenhang immer aus der Seele sprichst - und das auch noch so schön formuliert und mit herrlichem Wortwitz gewürzt. Deine Jahreskreis-Meckerantenstadl sind immer wieder sowas von herrlich zu lesen! Sehr schön beschrieben hast du auch das mit dem Abgrenzen und dem Kind bzw. mit den Pinkelmarken *gg*. So wie du es erklärst, ist es völlig einleuchtend und ich kann meine eigenen Reviermarkierungs-Aktionen besser verstehen, auch wenn ich sie meistens auf der Festplatte lasse. *g*
Danke und liebe Grüße
Die Wilde