Meckerantenstadl, 2. Runde
Dinge, die ich net versteh:
1. Wenn ich sage, daß die "kleinfamiliäre Heteroromantik, die sich in so vielen Jahresfestchen-Beschreibungen zwischen den Sofaritzen findet wie ein dort vor 3 Jahren reingefallenes Käsebrötchen" nicht so meins ist, wo disse ich da eine Religion? Und welche?
Wicca? Steht da nicht. Die Mehrheit der Leut, die solche Feste feiert, ist nicht Wicca, würde ich mal frech annehmen.
Und darf ich nicht finden, daß in vielen Jahresfestbeschreibungen kleinfamiliäre Heteroromantik zwischen den Sofaritzen (Zeilen) sich findet? Und darf mich kleinfamiliäre Heteroromantik nicht an ein vor 3 Jahren in die Sofaritze gefallenes Käsebrötchen erinnern?
Und wenn ich Beschreibungen schreibe, meine ich dann automatisch die religiöse Praxis? Was ist denn mit den hunderten voneinander mit Copy&Paste geklauten "Dies sind die Feste der Hexen" - Webseiten im Internet? Kann es nicht sein, daß ich mich mit "Beschreibungen von Jahresfesten" auf schlecht geschriebene Artikel über eben jene Feste beziehe, und nicht auf die religiöse Praxis von Hexen, die mit Gott+Göttin arbeiten? Hm?
Jetzt macht ma einen Punkt.
2. Wenn ich schreibe, daß ich davor Respekt habe, wenn das der eigene Weg ist und man das mit religiöser Praxis füllt, wenn einem das liegt - was soll daran unglaubwürdig sein?
Was soll daran bigott sein, wenn ich a) mich über ewig gleiche, absolut Heteroklischeenormverseuchte Jahresfest-Beschreibungen/Artikel aufrege, und b) Leuts, die mit Gott+Göttin arbeiten, damit nicht beleidigen will? Wenn ich das dazu sage, extra damit die sich nicht angesprochen und beleidigt fühlen?
Oder fühlen die Leute sich dann erst recht beleidigt, weil sie denken: Wenn jemand sagt "Ich will dich nicht beleidigen, will er mich bestimmt beleidigen, sonst würde er das nicht sagen, daß er mich nicht beleidigen will."?
3. Wo liegt eigentlich das Problem, wenn ich schreibe, daß ich ein einziges Buch kenne, wo ich anderweitige Inspiration fand, wenn ich sage, daß ich so über lange Zeit etwas angestaut habe und wenn ich auch noch dazu sage, daß es manchmal sein muß, "Pinkelmarken" und Abgrenzungen zu setzen, für MICH - wo liegt dann eigentlich das Problem darin, meine Situation ein wenig zu verstehen?
Polemik?
Ich schreibe doch zu anderen Themen auch nicht mit perwollgespülten Worten. Ich bin eine Freundin der "farbigen Metapher".
Bei Licht betrachtet, schreibe ich kurz im 1. Absatz, worüber ich gestolpert bin, also Jahresfestbeschreibungen, Göttin schwanger, Gott herrscht etc. Dann folgt die Assoziation zu einem alten Käsebrötchen und daß das nicht so meins ist.
Und DAS WAR es auch schon! Das ist kein "seitenweises herumdissen" sondern 2-3 Sätze. Kritik und Polemik? Das ist einfach ne kleine Schilderung meiner Assoziationen und Empfindungen beim lesen gewesen. "dabei denk ich an ein altes Käsebrötchen, is nich so meins."
Daß Andere das als religiöse Praxis (!) toll finden (jenen Jahreskreis-Artikel hättet ihr auch nicht toll gefunden, das könnt ihr mir ruhig glauben) und da viel rausziehen, versteh ich, akzeptier ich, respektier ich auch. Das ist dann der folgende Absatz. Da stehts doch deutlich dran.
Weiter gehts, im dritten Absatz folgt eine Erklärung wie ich in der Vergangenheit damit noch nie was anfangen konnte und sehr wenig Inspiration fand - ausser in einem Buch, und dann hatte ich halt noch das Glück, ein paar Frauen zu kennen, mit denen ich so ritualisieren konnte wie es mir entsprach. Das heißt doch noch lange nicht, daß ich alles andere total blöd finde.
Dann folgt noch eine Anekdote aus der Anfangszeit - also daß sich das so ergeben hat, daß wir den Gehörnten verarscht haben - das ist eine Erzählung aus meinem Leben, das ist wirklich passiert, und ich denke, das hatte in jenem Ritual eben auch ne Funktion. Welche, steht auch noch dran. Hätte ich das verschweigen sollen?
Und dann hab ich noch ausgeführt, daß ich wenn ich wieder mal zuviel krieg, daß ich dann eben mal Ventilieren muss.
so alles in allem zusammengefasst:
Da ist halt nicht nur die Distel die so schöne Sachen näht, so schön singt und alles so schön positiv sieht und immer so schön happy ist. Da ist auch die Distel der mal was auf den Geist geht und die sagt: Es ist halt nicht MEINS! Oder "Deins ist für dich sicher schön, aber manchmal geht mir deins auf den Geist." Und nicht "Deins ist aber Kacke. Punkt."
So - this is my space. Willkommen in Distels Ego-Welt!
Und ich versteh immer noch nicht ganz, was daran problematisch sein sollte, daß ich so empfinde, oder wo ich Leuts anderen Glaubens beleidige.
Zwischendurch hatte ich mir den Latschen fast angezogen, aber nach drei- oder viermaligem Lesen meines Blogeintrags dazu revidiere ich das - da steht nüscht gegen Leuts von anderem Glauben, auch nicht gegen "das Heidentum" oder sonst eine Religion und polemische Kritik, nix davon zu finden.
Daß beim Thema religiöse Empfindungen schnell mal Leuts verletzt und beleidigt sind, ist wohl leider so und mir tut das sehr leid, daß es so weit gekommen ist.
Nichtsdestotrotz - dies ist doch nicht nur ein Näh- und Quiltblog, sondern eben auch ein Spiri-Blog. Da kann es zum Auftauchen solcher Themen kommen. Und ich empfinde die Sache nach wie vor so, daß kleinfamiliäre Hetero-Romantik mich an ein altes Käsebrötchen erinnert. Kleinfamiliäre Heteroromantik ist aber keine neuheidnische Erfindung, auch haben Neuheiden oder Hexen kein Monopol darauf. (Jetzt sind wahrscheinlich Leute, die ne Kleinfamilie und Kinder haben, als Nächstes beleidigt, obwohl es hier um die ROMANTIK geht und nicht darum, daß man eine Kleinfamilie und Kinder hat.. dabei les ich dauernd das Kleinfamilien-Heile-Welt-Blog von Soulemama. Und ich liebe es!)
Also, what the heck?
Warum?
Wo liegt denn das Problem?
Kommentare - die 2. Runde ist eröffnet.
PS: Ich hab euch alle trotzdem lieb, ob ihr das wollt oder net, könnt ihr auch bigott finden von mir aus. Meine Friedensangebote sind rausgegangen. Ihr kennt mich jetzt ein wenig besser. Wenn ihr mich trotzdem noch wollt, obwohl ich so bin, hier meine Hand. *ggg*
1. Wenn ich sage, daß die "kleinfamiliäre Heteroromantik, die sich in so vielen Jahresfestchen-Beschreibungen zwischen den Sofaritzen findet wie ein dort vor 3 Jahren reingefallenes Käsebrötchen" nicht so meins ist, wo disse ich da eine Religion? Und welche?
Wicca? Steht da nicht. Die Mehrheit der Leut, die solche Feste feiert, ist nicht Wicca, würde ich mal frech annehmen.
Und darf ich nicht finden, daß in vielen Jahresfestbeschreibungen kleinfamiliäre Heteroromantik zwischen den Sofaritzen (Zeilen) sich findet? Und darf mich kleinfamiliäre Heteroromantik nicht an ein vor 3 Jahren in die Sofaritze gefallenes Käsebrötchen erinnern?
Und wenn ich Beschreibungen schreibe, meine ich dann automatisch die religiöse Praxis? Was ist denn mit den hunderten voneinander mit Copy&Paste geklauten "Dies sind die Feste der Hexen" - Webseiten im Internet? Kann es nicht sein, daß ich mich mit "Beschreibungen von Jahresfesten" auf schlecht geschriebene Artikel über eben jene Feste beziehe, und nicht auf die religiöse Praxis von Hexen, die mit Gott+Göttin arbeiten? Hm?
Jetzt macht ma einen Punkt.
2. Wenn ich schreibe, daß ich davor Respekt habe, wenn das der eigene Weg ist und man das mit religiöser Praxis füllt, wenn einem das liegt - was soll daran unglaubwürdig sein?
Was soll daran bigott sein, wenn ich a) mich über ewig gleiche, absolut Heteroklischeenormverseuchte Jahresfest-Beschreibungen/Artikel aufrege, und b) Leuts, die mit Gott+Göttin arbeiten, damit nicht beleidigen will? Wenn ich das dazu sage, extra damit die sich nicht angesprochen und beleidigt fühlen?
Oder fühlen die Leute sich dann erst recht beleidigt, weil sie denken: Wenn jemand sagt "Ich will dich nicht beleidigen, will er mich bestimmt beleidigen, sonst würde er das nicht sagen, daß er mich nicht beleidigen will."?
3. Wo liegt eigentlich das Problem, wenn ich schreibe, daß ich ein einziges Buch kenne, wo ich anderweitige Inspiration fand, wenn ich sage, daß ich so über lange Zeit etwas angestaut habe und wenn ich auch noch dazu sage, daß es manchmal sein muß, "Pinkelmarken" und Abgrenzungen zu setzen, für MICH - wo liegt dann eigentlich das Problem darin, meine Situation ein wenig zu verstehen?
Polemik?
Ich schreibe doch zu anderen Themen auch nicht mit perwollgespülten Worten. Ich bin eine Freundin der "farbigen Metapher".
Bei Licht betrachtet, schreibe ich kurz im 1. Absatz, worüber ich gestolpert bin, also Jahresfestbeschreibungen, Göttin schwanger, Gott herrscht etc. Dann folgt die Assoziation zu einem alten Käsebrötchen und daß das nicht so meins ist.
Und DAS WAR es auch schon! Das ist kein "seitenweises herumdissen" sondern 2-3 Sätze. Kritik und Polemik? Das ist einfach ne kleine Schilderung meiner Assoziationen und Empfindungen beim lesen gewesen. "dabei denk ich an ein altes Käsebrötchen, is nich so meins."
Daß Andere das als religiöse Praxis (!) toll finden (jenen Jahreskreis-Artikel hättet ihr auch nicht toll gefunden, das könnt ihr mir ruhig glauben) und da viel rausziehen, versteh ich, akzeptier ich, respektier ich auch. Das ist dann der folgende Absatz. Da stehts doch deutlich dran.
Weiter gehts, im dritten Absatz folgt eine Erklärung wie ich in der Vergangenheit damit noch nie was anfangen konnte und sehr wenig Inspiration fand - ausser in einem Buch, und dann hatte ich halt noch das Glück, ein paar Frauen zu kennen, mit denen ich so ritualisieren konnte wie es mir entsprach. Das heißt doch noch lange nicht, daß ich alles andere total blöd finde.
Dann folgt noch eine Anekdote aus der Anfangszeit - also daß sich das so ergeben hat, daß wir den Gehörnten verarscht haben - das ist eine Erzählung aus meinem Leben, das ist wirklich passiert, und ich denke, das hatte in jenem Ritual eben auch ne Funktion. Welche, steht auch noch dran. Hätte ich das verschweigen sollen?
Und dann hab ich noch ausgeführt, daß ich wenn ich wieder mal zuviel krieg, daß ich dann eben mal Ventilieren muss.
so alles in allem zusammengefasst:
Da ist halt nicht nur die Distel die so schöne Sachen näht, so schön singt und alles so schön positiv sieht und immer so schön happy ist. Da ist auch die Distel der mal was auf den Geist geht und die sagt: Es ist halt nicht MEINS! Oder "Deins ist für dich sicher schön, aber manchmal geht mir deins auf den Geist." Und nicht "Deins ist aber Kacke. Punkt."
So - this is my space. Willkommen in Distels Ego-Welt!
Und ich versteh immer noch nicht ganz, was daran problematisch sein sollte, daß ich so empfinde, oder wo ich Leuts anderen Glaubens beleidige.
Zwischendurch hatte ich mir den Latschen fast angezogen, aber nach drei- oder viermaligem Lesen meines Blogeintrags dazu revidiere ich das - da steht nüscht gegen Leuts von anderem Glauben, auch nicht gegen "das Heidentum" oder sonst eine Religion und polemische Kritik, nix davon zu finden.
Daß beim Thema religiöse Empfindungen schnell mal Leuts verletzt und beleidigt sind, ist wohl leider so und mir tut das sehr leid, daß es so weit gekommen ist.
Nichtsdestotrotz - dies ist doch nicht nur ein Näh- und Quiltblog, sondern eben auch ein Spiri-Blog. Da kann es zum Auftauchen solcher Themen kommen. Und ich empfinde die Sache nach wie vor so, daß kleinfamiliäre Hetero-Romantik mich an ein altes Käsebrötchen erinnert. Kleinfamiliäre Heteroromantik ist aber keine neuheidnische Erfindung, auch haben Neuheiden oder Hexen kein Monopol darauf. (Jetzt sind wahrscheinlich Leute, die ne Kleinfamilie und Kinder haben, als Nächstes beleidigt, obwohl es hier um die ROMANTIK geht und nicht darum, daß man eine Kleinfamilie und Kinder hat.. dabei les ich dauernd das Kleinfamilien-Heile-Welt-Blog von Soulemama. Und ich liebe es!)
Also, what the heck?
Warum?
Wo liegt denn das Problem?
Kommentare - die 2. Runde ist eröffnet.
PS: Ich hab euch alle trotzdem lieb, ob ihr das wollt oder net, könnt ihr auch bigott finden von mir aus. Meine Friedensangebote sind rausgegangen. Ihr kennt mich jetzt ein wenig besser. Wenn ihr mich trotzdem noch wollt, obwohl ich so bin, hier meine Hand. *ggg*
distelfliege - 27. Jun, 20:30


Hach ja, mit sowas kann man immer schöööne Diskussionen anzetteln...
*ana lehnt sich zurück, greift zum Popcorn und wartet auf den Actionteil*