feministische Randnotizen
Über Facebook habe ich gerade einen Artikel über die sog. "Männerrechtler" gelesen. Die Heinrich-Böll-Stiftung hat nämlich eine Studie rausgebracht über die sog. "Männerrechtsbewegung" und kam zu dem Ergebnis, daß diese nicht nur frauen-, sondern auch männerfeindlich ist. Interessant fand ich auch, was ganz unten im Artikel erwähnt wurde, nämlich, daß laut dem Soziologen Heitmeyer, der auch grad aktuell eine Langzeitstudie veröffentlicht hat, sich die "Ideologie der Ungleichwertigkeit" und rechtsextreme Haltungen weiter ausbreiten. Zum einen hab ich eh das Gefühl, daß immer noch ein Rollback im Gange ist, und zum anderen finde ich das treffend, dass hier "rechtsextrem" treffend als "Ideologie der Ungleichwertigkeit" bezeichnet wird. Mir geht das aber nicht wirklich weit genug, weil genügend "Neue Rechte" meinen, ihr modern aufgebrühter Rassismus enthalte keine verschiedene Wertung verschiedener Menschen, ihnen würde es ja reichen, feststellen zu dürfen, wie ach so wahnsinnig verschieden die Menschen doch seien. Also würde ich durchaus "Ideologie der Ungleichheit" draus machen, um diese Konstruktion von Unterschieden nicht auch noch als gültig anzuerkennen.
Das Andere, was auch bei Facebook die Runde machte, und was ich auch in meinem Blog erwähnt habe, war diese Rede eines spanischen Erzbischofs, der angeblich zu Vergewaltigungen aufgefordert hat. Dazu hatte in der "Girls on Web Society" auf Facebook eine Bloggerin, Lucrezia, folgendes geschrieben:
Die gepostete Nachricht betrifft die Weihnachtspredigt des Erzbischofs Martínez im Jahr 2009. Auf der Webseite von Eurotopics wird es so dargestellt, als ob sie letzte Weihnachten stattgefunden hätte. Ich bin Opfer sexueller Gewalt und gegen Missbrauch in der Kirche, habe die Predigt gelesen, ein Video davon gesehen und glaube wirklich, dass der Bischof seine Idee falsch zum Ausdruck brachte. Zudem wurden seine Aussagen im genannten Artikel völlig falsch übersetzt. Er wollte weder einen Aufruf zu Vergewaltigung machen, noch Vergewaltigungen von abtreibenden Frauen rechtfertigen. Am 12.01.2010 hat er sich in einer Pressemitteilung wegen des Missverständnisses entschuldigt. Er meinte, dank des Gesetzes für die Abtreibung könnte der Mann den weiblichen Körper leichter ausbeuten, weil die Frau die Tragödie der Abtreibung durchstehen muss.
Tja, da hatte die Medienwelt irgendwie irreführend ne Sau durchs Dorf getrieben. Ich persönlich habe gegen diese Denkweise des Erzbischofs auch allerhand einzuwenden, dahinter steckt halt die olle religiös-konservative Auffassung, daß das Einknasten von Frauen in verkrustet-traditionelle Familienstrukturen das beste Mittel wäre, um ihre Ausbeutung im "sexuell befreiten Kapitalismus" zu beenden. Die olle Leier halt. Die Pille und Kondome sind auch frauenfeindlich, weil sie die sexuelle Ausbeutung von Frauen vereinfachen.
Hallo, liebe katholische Würdenträger: Die sexuelle Ausbeutung von Frauen gehört nicht durch das Wiederinstallieren von konservativen Familienmodellen erschwert, sondern - eigentlich voll einfach - sie gehört beendet durch echte Freiheit und echte Menschenwürde für Frauen und echten Respekt vor Frauen.
Das Andere, was auch bei Facebook die Runde machte, und was ich auch in meinem Blog erwähnt habe, war diese Rede eines spanischen Erzbischofs, der angeblich zu Vergewaltigungen aufgefordert hat. Dazu hatte in der "Girls on Web Society" auf Facebook eine Bloggerin, Lucrezia, folgendes geschrieben:
Die gepostete Nachricht betrifft die Weihnachtspredigt des Erzbischofs Martínez im Jahr 2009. Auf der Webseite von Eurotopics wird es so dargestellt, als ob sie letzte Weihnachten stattgefunden hätte. Ich bin Opfer sexueller Gewalt und gegen Missbrauch in der Kirche, habe die Predigt gelesen, ein Video davon gesehen und glaube wirklich, dass der Bischof seine Idee falsch zum Ausdruck brachte. Zudem wurden seine Aussagen im genannten Artikel völlig falsch übersetzt. Er wollte weder einen Aufruf zu Vergewaltigung machen, noch Vergewaltigungen von abtreibenden Frauen rechtfertigen. Am 12.01.2010 hat er sich in einer Pressemitteilung wegen des Missverständnisses entschuldigt. Er meinte, dank des Gesetzes für die Abtreibung könnte der Mann den weiblichen Körper leichter ausbeuten, weil die Frau die Tragödie der Abtreibung durchstehen muss.
Tja, da hatte die Medienwelt irgendwie irreführend ne Sau durchs Dorf getrieben. Ich persönlich habe gegen diese Denkweise des Erzbischofs auch allerhand einzuwenden, dahinter steckt halt die olle religiös-konservative Auffassung, daß das Einknasten von Frauen in verkrustet-traditionelle Familienstrukturen das beste Mittel wäre, um ihre Ausbeutung im "sexuell befreiten Kapitalismus" zu beenden. Die olle Leier halt. Die Pille und Kondome sind auch frauenfeindlich, weil sie die sexuelle Ausbeutung von Frauen vereinfachen.
Hallo, liebe katholische Würdenträger: Die sexuelle Ausbeutung von Frauen gehört nicht durch das Wiederinstallieren von konservativen Familienmodellen erschwert, sondern - eigentlich voll einfach - sie gehört beendet durch echte Freiheit und echte Menschenwürde für Frauen und echten Respekt vor Frauen.
distelfliege - 30. Jan, 01:41


Diese verlogene Doppelmoral! Überall wird mit Sex geworben, alle tun so, als wären sie ach so frei und offen. Aber wenn dann eine Frau ungewollt schwanger ist, ist das ein Problem. Und wenn sie kein Kind will, ist das eine Schande. Das passt alles echt nicht zusammen.