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Polit-Schwafel

Montag, 16. Juni 2008

Gesucht: Craft- & Quiltblogs

Ich hätte Lust, in meiner Seitenleiste noch mehr Craft+QuiltBlogs zu verlinken. Allerdings fällt es mir schwer, da ich selbst nicht oft welche entdecke, die die folgenden Kriterien erfüllen:
- Wenig, kaum oder gar kein AMC oder ATC - Content sollten sie haben (Also diese selbst gestalteten Postkarten).
- Überhaupt sollte der "Handarbeit/Werkel-Content" über dem reinen "Kunst-Content" - also jetz "Kunst" ohne praktischen Nutzen (Postkarten, Bilder, sowat halt) überwiegen.
- keine Slide-Shows, Musikplayer, jegliches bewegte, tönende, flashige Multimedia-Zeugs.
Wer ein schönes Blog dieser Art kennt oder selbst hat, möge mir das melden. *g*

Sonntag, 1. Juni 2008

Erziehungsfrei?

Ich habe auf dem Unerzogen Weblog (Der Link führt direkt zum Eintrag) ein Video angeschaut, wo ein Typ ein paar Dinge aufzählt, die Kinder machen sollten, obwohl sie gefährlich sind.
Nunja. Sind die Leute in Amiland vielleicht etwas sicherheitsbedachter (äh, wieso eigentlich) als die Hiesigen oder sind wir jetzt auch schon so weit, daß Kinder "gar nix mehr dürfen"?

Zuerst mal ein allgemeines... äh... Ablästern? Über Erziehungsfrei und so.

Mir kommt sowieso das Erziehungsfrei-Weblog vor, wie wenn da Methoden Kinder großzukriegen, die es schon - naja, also schon zu meiner Kindheit auf alle Fälle - lange gab, ganz furchtbar neu und revolutionär wären.
Was dann leider zur Folge hat, daß einige Erziehungsfrei-Anhänger meinen, alle, die nicht die neue erziehungsfreie Erziehung *hüstel* praktizieren, sind automatisch "Alt-Erziehungsgeschädigte" und gehören "zum Feind", der "alten, bösen Zeit" oder so. Also, wir würden furchtbar anders denken und so. Nachdem ich vor einigen Wochen im Mag.net erhebliche Schwierigkeiten hatte, über das Thema zu quatschen, einfach, weil viele Dinge, die "Erziehungsfrei" sein sollen, einfach Selbstverständlichkeiten für mich sind (aber glaubt mir das vll. wer?), treibts mich ab und zu gedanklich um.

Für mich isses doch ne Selbstverständlichkeit, daß ich Kinder nicht aus Bequemlichkeit anlüge, und ich bin selbst auch nicht aus Bequemlichkeit angelogen worden.
Für mich ist es auch ne Selbstverständlichkeit, daß man z.b. nicht einfach irgendwelche Regeln und Drills erfindet, weil man sich irgendwie besser fühlt wenn man der Boss vom Bootcamp ist. Ich wäre doch viel zu faul, mehr Regeln auszuhandeln und mich um ihre Einhaltung zu kümmern, als absolut notwendig.
Einige Dinge, die z.b. die "Unerzogen"-Bloggerin an Regeln für "Draussen" beispielsweise vermittelt, musste ich nie befolgen, weil es meinen Eltern schlicht nicht als Skandal erschien, wenn Kinder im Restaurant die Ellenbogen auf den Tisch stützen. Es wird dadurch doch auch niemand geschädigt, wenn man das tut.

Als Beispiel wurde da gesagt, daß Kinder ja ausserhalb der erziehungsfreien "heilen Welt" anecken könnten, wenn sie sich nicht konventionell benehmen. Ich habe das so gelernt, daß man, wenn man das in Kauf nehmen will, auch anecken kann. Zum Beispiel rannte ich als Kind mit Vorliebe mit zerrissenen, geflickten, möglichst heruntergekommenen Sachen herum. Das war einfach Teil meines Fantasiewelt-Szenarios, so rumzulaufen. Da war es halt einfach wichtiger, daß das Fantasiewelt-Szenario auch mit entsprechender Kostümierung umgesetzt wurde, als was Nachbar XY über die Sauberkeit von meiner Kleidung für eine Meinung sich anmasste. Was geht das den überhaupt an? Gar nichts geht's ihn an.

Naja, vielleicht muss man als geoutete "Erziehungsfrei-Eltern" am eigenen Kind der skeptischen Außenwelt beweisen, daß sich erziehungsfreie Kinder tadellos benehmen - oder was weiß ich.

Und natürlich ist das für ein Kind nicht immer schön, wenn man aneckt oder wenn die eigenen Vorlieben und der eigene kindliche "Lifestyle" bei anderen nicht gut ankommt. Klar ist das blöd, wenn man nicht zur Klassenkameradin nach Hause darf, weil man "kein Umgang für die Tochter" ist. Aber ehrlich mal, die "Assi-Kinder" machen doch eh die tolleren Sachen. Und damit kommen wir zur Gefährlichkeit *gggg*

Meine SpielkameradInnen haben Messer gehabt, Bögen gebaut, sind im Wald rumgerannt und haben halbe Salti ins 2 Meter tiefer liegende Heu geschlagen, leider nicht nur, weil ihre Eltern so cool waren, sondern z.t. einfach aus Verwahrlosung. Und der Kerl aus dem Video hat recht: Kinder sind jung, und Verletzungen heilen schneller. Bei mir wars eben so, daß wir gefährliche Sachen durften, und in Umgang mit Feuerzeugen, Messern, Werkzeugen und so weiter eben eingeweiht wurden von den Eltern.
Bei den "Spiessern" war das alles ein Brei, also alles Verwahrlosung.

Aber toller, als den ganzen Tag zuhause mit Barbies spielen oder TV zu gucken wars schon.

Überhaupt haben meine Eltern uns einiges möglich gemacht. Wir sind mal im Wald gewesen (also nur wir Kinder) und haben davon geträumt, im Wald im Zelt zu übernachten. Ich weiß gar nicht, wie alt ich da war. Vielleicht 10 oder 11. Meine Freundin auch, mein Bruder vll. 9? Wir hatten alles soweit geplant, den Platz, das Zelt, die Vorräte, und wir wollten mit dem ganzen Pack dorthin laufen und das Zelt aufbauen usw.
Meine Eltern fanden es zunächst okay, aber die Eltern meiner Freundin fanden es zu gefährlich. Die Enttäuschung war riesengross. Es endete dann letztlich damit, daß meine Eltern die Eltern meiner Freundin davon überzeugten, den Plan umzusetzen, aber etwas sicherer. Sie haben eine kleine Waldhütte gemietet, und Funkgeräte gekauft, die diese Distanz, immerhin ein paar km, überbrücken konnten. Da die Hütte nicht mehr zu Fuss erreichbar war, mussten wir uns hinfahren lassen - was wir eigentlich nicht vorgehabt hatten, aber vor Einbruch der Dunkelheit schoben die Eltern dann tatsächlich ab und wir kamen dann wirklich zu unserer "allein im Wald übernachten" Aktion. Ich war schon als Kind schrecklich "Old-School" mässig unterwegs und fand die Hütte anstatt dem Zelt und die Funkgerät-Hasselei natürlich viel zu zivilisiert. Ausserdem stank es mir, daß ich nicht auf meinen eigenen Füssen zu dem Platz gelangen konnte.
Aber der Punkt bei der Geschichte ist, daß meine Eltern sich wirklich mit der Ersatz-Orga große Mühe gaben, nachdem sie unseren Kinder-Plan ablehnen mussten. Also Hütte mieten, die Funkgeräte, und dann die ganze Nacht in Wechselschicht Funkwache halten - Hut ab.

Diese Sache mit "Die Bedürfnisse der Kinder haben gleiche Berechtigung", und diese ganzen Erziehungsfrei-Ideen - das ist für mich wirklich nicht so neu. Ich will ja nicht behaupten, daß die meisten Gören zu meiner Zeit so erzogen waren wie ich, die haben halt den ganzen Kram heimlich machen müssen - ihre Bedürfnisse und Ideen ausleben. Aber sooo neu ist das nicht. Dadurch, daß die Kinder, die nichts durften, mit welchen wie mir auch keinen Umgang pflegen durften, kannte ich halt entweder nur "verwahrloste" Kinder oder Kinder, die eben auch mehr Freiheiten hatten.

Bei Krätzä fand ich folgendes:
"In der Praxis bedeutet Erziehung oft, daß Kinder zu einer vom Erzieher ausgesuchten Zeit schlafen gehen müssen, sich möglicherweise mit bestimmten Freunden nicht treffen dürfen, Danke und Bitte sagen müssen, nur nach Aufforderung sprechen dürfen, zur Oma zum Besuch mitgehen müssen; sie müssen mit den Eltern zusammen essen oder dürfen es aus erzieherischen Gründen nicht, sie müssen ihr Zimmer nach den Vorstellungen der Eltern einrichten lassen, sich kämmen, sich nach dem Geschmack der Eltern anziehen und sich so benehmen, wie die Eltern es sich wünschen und so, daß sie damit vor Verwandten und Bekannten angeben können (Statussymbol braves Kind). Diese Aufzählung ließe sich beliebig weiterführen. Entscheidend ist nicht, ob diese Handlungen sinnvoll sind, sondern daß dem Kind keine andere Wahl gelassen wird. Von gleichberechtigten Erwachsenen verlangt man all dies nicht, und kommt auch kaum auf die Idee, es zu verlangen."

Hatte ich alles nicht. Mir kommt das super veraltet vor. Ich kann mir sowas gar nicht wirklich vorstellen. Ich musste manchmal früher ins Bett als ich wollte, aber nicht weil jetzt so und soviel Uhr ist, sondern weil am nächsten Tag z.b. früh Schule war und mit nur ganz wenigen Stunden Schlaf ist das natürlich blöd. Das ergibt sich so.
"Zu Besuch mitgehen müssen" - naja, doch, das schon, aber wenn die zu Besuchenden ewig weit weg wohnen und das zum Tagestrip ausartet, und die Kinder zu klein sind um alleine daheim zu bleiben, gehts halt nicht anders. Im Kinderzimmer durften wir die Wände mit Fingerfarben bemalen so hoch die Hände reichten, und die meiste Zeit konnte man auf dem Boden vor lauter Bauklötze und Lego kaum gehen. Manchmal war das auch sinnvoll. Ich mein, wenn man den ganzen Tag an einem Bauwerk baut, dann ist es doch auch blöd, wenn das direkt nach Fertigstellung oder in der Schlußphase abgerissen werden muss, um "aufzuräumen". Das mit dem Anziehen, hab ich ja schon geschrieben, ich hatte als Kind den "abgerissenen Stil" und das war auch ok so.
Da ich oft mit sog. "Assi-Kindern" rumhing, bekam ich auch einmal den Umgang mit einer Freundin verboten, naja, aus Sorge eben. Dieses Umgangsverbot ließ sich nur wenige Stunden aufrecht erhalten. Dann hatte ich das in Frage gestellt, dagegen argumentiert und es wurde zurückgezogen.

Apropos Bauklötze... ich erinnere mich an den Tag, als meine Mutter vom Sägewerk "Reste" kostenlos oder billig bekam, zum Anheizen. Das waren Buchenholzreste. Und zwar alle genau gleich groß. Es waren Bauklötzchenelemente! Und davon vll. eine Tonne. Die wurden in die Garage gekippt. Knietief stand man da drin! Geil!! Wir haben Stunden verbracht uns die tollsten rauszusuchen und unser Bauklotzvorrat verfünffachte sich. Irgendwann bekamen wir allerdings einen Riegel vorgeschoben - gut, die ganze Tonne Bauklötze hätte auch einfach nicht reingepasst ins Kinderzimmer. Es hieß dann jedenfalls nicht "Das sind keine Klötze, sondern Abfallholz, damit spielt man nicht".

Trotzdem sind Eltern nie perfekt und im Zusammenleben gibt es immer Konflikte, die ausgetragen werden, und das zum Teil - wenn einem die Sache wichtig ist und man charakterlich so "gestrickt" ist, grade in unserer "Egogesellschaft" - auch manipulativ.
Aber ich denke mal, als Kind merkt man das schon, wenn der Grundtenor respektvolle Förderung ist, und nicht manipulatives Hinbiegen. Dann kann man als Kind auch Schwächen der Eltern ab, wenn die Grundhaltung eben passt.
Vor einigen Jahren machten meine Mutter und ich aus Spaß einen Brigitte-Psychotest, der wirklich Seitenlang und knifflig war, um zu ermitteln, welcher Muttertypus man selbst ist. Was soll ich sagen? Ich dachte, ich bin bestimmt durch meinen durch Erfahrung völlig unbeleckten Idealismus und weil ich eben nicht in der Situation einer Mutter bin, sondern ganz frei ankreuzen kann, die Super-Talentscout-Förder-Kumpelmutter. Ha, denkste... ich hatte mehr Prozente bei der überbehütenden Aufdringlichkeitsmutter und weniger bei der Talentscoutmutter und der Kumpelmutter. Meine Mutter hatte ein astreines Ergebnis. *gg*
Schweinerei!

Aber nochmal kurz zum Manipulativen. Wir hatten ja keine Glotze als ich aufgewachsen bin. Ich stelle mir das schwierig vor, wenn man sich zuhause respektvoll begegnen möchte und _sozial_ zusammen leben will, wenn man solche Dinge im TV vermittelt bekommt wie diese:

* Es klingelt an der Tür, die Hauptperson des kurzen Spots freut sich, daß Freunde zu Besuch kommen. Die Hauptperson öffnet die Tür und tatsächlich, die erwarteten Freunde sind da! In der Hand haben sie eine Packung Pralinen. Die Hauptperson reißt ihnen die Packung Pralinen aus der Hand, knallt ihnen die Tür vor der Nase zu und frisst die Pralinen alleine auf.

* An einem Hubschrauber hängt ein Mann, der eine Frau von einem brennenden Hochhausdach o.Ä. rettet. Als er sie gerade in den Hubschrauber befördern will, bekommt er per SMS die Information, daß sie ihn betrogen hat. Ohne die Information zu verifizieren, ändert er sein Vorhaben und lässt die Frau in den Tod stürzen. Die ZuschauerInnen sollen denken: Immer gut informiert, dank SMS!

Tolle Werte, die da vermittelt werden, das ist etwa das Verhalten von Junkies, die aus Angst vor dem Entzug nur noch an ihren Stoff (das beworbene Produkt) und nicht mehr an sich und die anderen Menschen denken können.

So... weiter ins Nähstudio *gg*

Samstag, 31. Mai 2008

Cool und Feminin

Einige nähen ja eine schicke Umhängetasche mit "femininem" Schnitt und bei Anja kams zu einem kleinen Mißverständnis - weil "feminin" nicht jederfraus Stil ist.
"Feminin" - Weibchenklischee, Tussig, doof - muss das denn sein?
Also, ich denke nicht. Es gab und gibt sehr coole feminine "Styles", z.b. Rrriot Grrls, Drag Queens, Diven...
Wenn wir uns an der "herkömmlichen Abgrenzung" entlang entzweien lassen, wären wir doch blöd. Also daß die coolen, Tornister-tragenden Tomboys die Tollen sind und die Rüschentaschen-Romantik-Glamour-Frauen die uncoolen - das darf nicht sein! Nein nein, ich will nicht cool sein auf Kosten meiner Schwestern! Keineswegs!
Also, Gretelies-Taschen-Trägerinnen: Schleppt doch bitte eure Rüschenbeutel und Yoyo-Dekorationen mit dem größtmöglichen Stolz herum und laßt euch "feminine Styles" nicht madig machen!
Ich bin doch auch stolz drauf, eine nähmaschinensüchtige Quilttante zu sein, was zu einem "Coolen Mackerimage" auch nicht passt.
Eidechse hat mal gemeint, es ist eh ALLES Drag.
Das hat mit Wohlgefühl, Fantasie und politischem Statement zu tun, das ist Spielerei und "poetischer Stilterrorismus".

Übrigens, ich geh jetzt eine Tasche nähen *g* aber keine Gretelies-Tasche, die wird eine grössere Version meiner zu klein geratenen 1. Umhängetasche, und sie wird wahnsinnig opulent-verspielt, und feminin in der Stoffwahl und gleichzeitig brachial-robust im Schnitt, mit Karabinerhaken und Tragegurt. Was wiederum ganz gut zu mir passt. Wäre doch langweilig, wenn alle uniformiert rumlaufen würden..

Montag, 12. Mai 2008

Flickr-adresse

...diese schreckliche Yahoo-Foto-Seite, von der die halbe Welt (und ich auch) abhängig ist, hat mir eine URL gegönnt, sie man sich besser merken kann, da sie nicht ein durchwachsenes Nummern+Sonderzeichen-Wirrwarr ist:
http://www.flickr.com/photos/distelfliege/

Samstag, 8. Dezember 2007

Turn on the light

...turn on a million blinding brilliant white
incendiary lights, a beacon in the night, i'll burn relentlessly until
my juice runs dry, i'll construckt a rock of tempered beams and
trusses and equip it with a million tiny suns, i'll install upon the
roof on my compartment and place tinfoil on my floor and on my walls...

Zit. Aus dem Song "Turn on the light" von der Punkband Bad Religion.

Und ich scheiss auf diese Licht-aus-Aktion!
Was wollt ihr Kommerzwixer von Google, Pro7 etc? Daß ich meine, ich hätte mit meinen persönlichen Notwendigkeiten in einer kapitalistisch-urbanen Struktur die Klimakatastrophe zu verantworten, und könnte mit etwas läppischem Stromsparen auf privater Ebene eure Verschwendung und eueren Fraß an diesem Planeten aufhalten?
Ablenkerei ist das.

Sowohl die Aktion "Licht aus" als auch die Aktion "Licht an" haben eins nicht verstanden: Ökologischeres Leben ist in diesem System nur möglich, wenn die Mächtigen uns lassen - wir können uns das nicht aussuchen, es sei denn, wir haben genug Geld - is doch so.
Empfehle den mittlerweile verstorbenen Murray Bookchin zu lesen - seines Zeichens Öko-Anarchist.
Öko ohne Revo macht keinen Sinn, und BILD, Pro7, und wie sie alle heissen, ist das revolutionär, oder ist das "We love to entertain you"?

Dienstag, 6. November 2007

Gentrizfizierung

Anlässlich dessen, daß ein Soziologe wegen Verwendung dieses Wortes bei einer Google-Suche ins Visier des BKA geriet, worüber Karan einen Polylux-Bericht eingestellt hat in ihr Blog, können wir ja unseren Wortschatz erweitern.

Gentrifizierung

Kommt vom engl: "Gentry" - was niederer Adel oder "bessere Leute" bedeutet, und beschreibt einen Prozess, wo aus einem armen Stadtviertel ein Yuppie-Viertel wird, und sich auch die Bewohner des Viertels nach und nach austauschen, (Ärmere durch Reichere) durch Mietpreisveränderungen, Veränderungen der Einkaufsmöglichkeiten usw.
Siehe auch Wikipedia: Gentrifizierung

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Eva Herman gewinnt

Also, ich hab die Kerner-Talkshow gestern abend kaum geguckt, eigentlich nur ein oder zwei Fetzen mitbekommen.
Rausgeflogen soll sie sein am Ende.
Was ich mitbekam, ist, daß sie sagte, sie fände Kinderkrippen nicht per se schlecht, denn manche Kinder aus "sozialen Verhältnissen" (weiß die Frau überhaupt was "sozial" heisst?) bräuchten ja auch mal geordnete Verhältnisse, müssten von zuhause mal weg und z.b. auch mal die deutsche Sprache lernen. Was direkt auf Immigrantenkiddies abzielte. Find ich abgrundtief zum kotzen, so ne Sprüche. Weil es impliziert, daß Kinder von eingewanderten Ausländern im Gegensatz zu deutschen Kindern es so schlecht zuhause hätten und die gehörten am besten in Krippen interniert.
Aber DAS stört scheints keinen.
Nein!!
Es stört nur, wenn sie explizit "Nazis warn net auf allen Gebieten schlecht" sagt.
Der MDR und Kerner und co. sind genauso blöde, wie ein Antifa, der einen anderen Menschen aufs Maul haut, weil der ein Lonsdale-T-Shirt trägt. Völlig ohne Sensibilität für das, was Menschen wirklich denken und inhaltlich vertreten.

Ich lehne Eva Hermans Position ab, aber genauso peinlich und zum kotzen finde ich es, wie taktisch unklug, unfair und bescheuert sich jetzt Promis zu Dumpfbacken-Antifas aufspielen.

Damit lässt man sie nämlich am Schluß gewinnen, und das ärgert mich.

Warum habt ihr denn VORHER nichts gemacht? Glaubt ihr denn allen Ernstes, daß eine neue rechtsextremistische Gefahr sich das alte, schäbige Hitlermäntelchen anziehen würde, an dem man sie von weitem erkennt??
Ihr supergebildeten Medien-Nasen, lernt endlich mal ne inhaltliche Kritik und nicht eine, die sich an Oberflächen spiegelt.

Montag, 27. August 2007

Hakim Bey is pädophil

Steht hier:
http://libcom.org/library/leaving-out-ugly-part-hakim-bey

Tjo und nu?
Also wenn ich diese Anarcho-Poesie von ihm und viele sonstige Artikel zu diversen Themen ansonsten geil finde, stellt sich mir doch die Frage, wie ich mich "dazu verhalte".
Schließlich hab ich auch ein Zitat vom dem links im Blog stehen.
1. Darauf hoffen, daß niemand Hakim Bey kennt und sich auch nicht die Mühe macht das rauszufinden (fällt mit diesem Eintrag, zumindest, solang er auf der Startseite erscheint, wohl flach)
2. Bei jedem Zitat und jeder Verlinkung mich von Pädophilie distanzieren
3. Alles raustun
4. ...?....

In dem oben verlinkten Artikel steht:
"I will not offer any reason to be offended by the paedophile literature or the misogynist position of Hakim Bey as quoted above. The ethical idiocy of both are self-evident, and neither is part of anything that should be considered an anarchist idea. I am not surprised that these opinions exist, but I am most uncomfortable for realising that there is a discreet haven for both within the anarchist culture of the United States."

Die temporäre autonome Zone nochmal durchgeguckt, gibt es auch Hinweise, bestimmte Ausdrücke erhalten einen faden Nebengeschmack.

Auf der anderen Seite hat mir das Zeug einfach beim Lesen total viel gegeben, und ich habe auch andere Dinge darin gelesen, tjaja, es ist doch einfacher, auf die pädophilen Artikel Beys hinzuweisen als sich hinterher auszudenken, wie eine authentische Handlungsweise und Reaktion darauf aussehen könnte.

Was würdet ihr denn machen?
Ich denke, ich werde das Zitat in meiner Seitenleiste stehen lassen, weil es inhaltlich für sich spricht, und vll. bei meiner Verlinkung der TAZ im gynozentrischen Knistern einen Hinweis dazu schreiben.

Weil eine von denen, die das völlig untern Tisch kehren, will ich auch nicht sein. Und es geht mir ähnlich, daß ich das unangenehm finde, wenn unterm anarchistischen Mäntelchen pädo-Sachen fröhliche Urständ feiern können.

Also wenn z.b. ein oller Nazi gute Sachbücher geschrieben hat, bring ich es auch fertig zu sagen: Man muss wissen daß dat halt ein oller Nazi war und kritisch lesen aber ansonsten kann man die guten Sachen die der geschrieben hat, durchaus verwenden".
Vielleicht kann man das mit Bey dann ähnlich bewerkstelligen.
Also läuft es auf ein "dazusagen was Sache ist" hinaus.
Schätz ich ma.

Samstag, 14. Juli 2007

Nächstes Wochenende: Aktions-WE im Oderbruch

...so, jetzt noch die Infos, die mir Klabauterin geschickt hat:
http://www.gendreck-weg.de/

Hier gehts um ein Wochenende mit Kulturprogramm, Aktionstraining, Campen und Feldbefreiung - bzw. sollen von einem Genfeld Proben genommen werden, um damit Monsanto anzuzeigen.

Die Aktion findet östlich von Berlin statt. Man kann sich vom Bahnhof Wriezen mit einem Shuttle-Service abholen und zurückbringen lassen.
Für Hexen, die sowieso mal gern raus in die Natur fahren und magisch arbeiten, eigentlich ideal ;-)

Donnerstag, 12. Juli 2007

kl. Anmerkung

Ich hatte einen "test" Eintrag gemacht, weil ich eigentlich nur gucken wollte, wie ein sich grad in Arbeit befindendes Wiki unterm Mag.net Header aussieht, da war ich dann zu faul zu löschen, und schwupp waren zwei Kommentare drunter ;-)
Also - ich habs jetzt wieder gelöscht, wie ich das eh vorhatte, sorry für eure Kommentare.

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