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Quilt & Textiles

Samstag, 16. Februar 2008

Wenn ich schon mal dabei bin.

Ja, wo ich schon mal dabei bin, ich würde ja immer gern quiltige Blogs lesen, was hält mich davon ab? AMC und ATC!
Was soll das heissen? Ich glaube "Artist Mailing Cards" und das andere "Trading Cards" - da werden Quadratkilometer Schabrackenvlies mit Stoff übernäht, überfilzt, überdingst, und dann hat man "schöne kleine Bildchen".... klar, viele sind ja auch echt schön.
Aber ich kann diese ganzen AMCs und ATCs niiiiiiicht mehr sehen!

in allen quiltigen Blogs sind nur noch AMCs und ATCs.
Ich glaube, das hab ich schon mal geschrieben. Oder nicht?
Ich weiß es gar nicht mehr.

Selbstausbeutung & Dumping bei Selfmade-Portalen

..aus aktuellem Anlaß (Bella hatte mehrmals über DaWanda berichtet) habe ich mich mal umgesehen bei sog. "Selbermacher-Portalen".
Mein 1. Eindruck: Dort betreiben Hausfrauen Selbstabwertung, indem sie entstandene Chancen, endlich mal "weibliche Handarbeit" zu anständigen Preisen verkaufen zu können, nicht nutzen sondern wildfremden Leuten ihre Sachen zu nicht viel mehr als dem Materialwert SCHENKEN.

Was meine ich für eine Chance? Durch professionell aufgemachte Portale, die gezielt werben, die gezielt Leute ansprechen, die an exklusiven Unikaten Interesse haben könnten, könnte es endlich so weit kommen daß "häusliche Handarbeit" an Prestige gewinnt.

Das wird aber solange sicherlich nicht geschehen, so lange "Basteltrinen" und "Stricklieseln", und "Näh-Heimchen" ihre selbst entworfenen Unikate zum industriell produzierten Massenproduktpreis den Leuten hinterher schmeissen.
Früher nähte, strickte und ackerte das Hausweibchen für die eigene Familie, die gönnerhaft die Socken, Hosen, Tischdecken zerlöcherte, die mühevoll hergestellt worden waren.
Heute schenkt die Hausfrau ihre Liebe, ihre Socken, Tischdecken und Heimdeko-Artikel einem anonymen Geschäftsportal im Internet, und seinen Kunden... nunja, dann macht wenigstens irgendjemand einen Profit draus, es lebe der Kapitalismus.

Wenn da z.b. Quilts, die mit mind. 500->700 Euro zu bewerten wären, für 100, 150 Euro rausgehauen werden, fällt mir nichts mehr ein.

Nochmal zum Vergleich:
"stylishes Kissen/Unikat" zum Verkauf bei DaWanda: 15 Euro.
Kissenhülle aus einem einzigen bedruckten Stoff bei Karstadt: 12,99 Euro.
Designerkissen, Serienanfertigung (Webshop, per Suchmaschine gefunden): 62,99 Euro.

Schal, reine Wollstoffe, genäht + gefilzt, sehr edel und gutes Design, Unikat, bei DaWanda: 24 Euro.
Schal, Massenware, aus 100% Polyacryl, Allerweltsware bei Karstadt: 17,99 Euro.
Wollschal eines relativ unbekannten italienischen Modelabels (Serienproduziert): 42 Euro, bei Amazon.

Das darf doch echt nicht wahr sein.. oder?

Mittwoch, 13. Februar 2008

Double Nine Patch

...hier mein aktueller Stand, obwohl ich diese und letzte Woche wenig zum quilten gekommen bin, ist schon was zu sehen:

kranz

Quilten

In grösser sieht man die Bilder im Flickr-Album.

Sonntag, 10. Februar 2008

Gute-Nacht-Geschichte (guten Morgen)

Also, obwohl ich eigentlich im Bett sein sollte, (bin aber noch nicht sonderlich müde) erzähle ich die Geschichte von den Seminolen weiter.

Wie gesagt, die Seminolen waren ja kein Stamm in dem Sinne, daß sie Floridas Ureinwohner waren, sondern aus benachbarten britisch regierten Staaten geflohene Ureinwohner verschiedener Herkunft. Es gab keine gemeinsame Sprache, die Amtssprache, wenn man von einer Amtssprache sprechen will - für Verträge usw., war Muskogee, und viele sprachen die Sprache Mikasuki.

Auch ihre Kultur war heterogen. Es gab ja Siedlungen von Schwarzen, Indiandern und gemischte Siedlungen. Die schwarzen Seminolen übernahmen in ihren Siedlungen einige Elemente der Kultur der indianischen Seminolen, und hatten auch eigene Häuptlinge. Die afrikanischstämmigen Seminolen waren gefährdeter als die amerikanischen Seminolen, weil ihnen von den Weißen, ihrer Hautfarbe wegen, die Sklaverei drohte. Einige Dörfer schwarzer Seminolen haben also mit Dörfern von roten Seminolen Bündnisse geschlossen, also kriegten die indianischen Seminolen z.b. was von der Ernte ab, im Gegenzug halfen sie bei der Verteidigung gegen Angriffe von Weißen, die auf Sklaven aus waren.

Die schwarzen Seminolen fungierten auch oft als Dolmetscher, weil sie mit höherer Wahrscheinlichkeit auch Englisch oder Spanisch sprachen, neben den Sprachen Muskogee und Mikasuki, die sie von ihren Nachbarn gelernt hatten.

Die Seminolenkriege fanden dann 1817 - 1818 statt, also so 50 - 100 Jahre später nachdem die Seminolen in Florida seßhaft geworden waren.
Nebenan befanden sich die mittlerweile gegründeten Vereinigten Staaten von Amerika. Die hatten natürlich trotz irgendeines Friedensvertrags mit Spanien immer noch ein Auge auf Florida geworfen. Und da stank es einem General gewaltig, daß unweit der Grenze zu Georgia, USA, in einem früheren Fort der Briten bewaffnete afrikanische Ex-Sklaven saßen. Also ließ der General an jenem Fort auf dem Fluß Versorgungsboote für einen seiner Truppenstützpunkte vorbeischippern und als die bewaffneten Schwarzen die Versorgungsboote unter Beschuß nahmen, hatte der einen prima Grund, in Florida einzumarschieren.
Das "Fort Negro" wurde zerstört und die Überlebenden versklavt.

Weiter gings, wenige Jahre vor dem Seminolenkrieg hatte der selbe General, sein Name tut ja eigentlich nix zur Sache, den Widerstand der Creek-Indianer in einer Schlacht ausradiert und sie zu einem Friedensvertrag gezwungen. In jenem mussten sie fast ihr gesamtes Land abtreten - dabei war auch von Seminolen besiedeltes Land in Florida.
Zuerst kam also so ne nette Provokation mit einer Handvoll Soldaten, die jenes "abgetretene Land" angriffen, und die Seminolen reagierten dann verständlicherweise indem sie die Handvoll Soldaten rausschmissen und das Fort des Generals belagerten.
Dann sind die mit einer grösseren Armee ins spanische Florida einmarschiert, und haben die Siedlungen der Seminolen nacheinander niedergebrannt und wenn man schon mal dabei war, kann man ja gleich Florida ganz erobern. Spanien entschloss sich, Florida den USA zu verkaufen, bevor man es aus militärischem Wege verlor, und 1821 war Florida dann amerikanischer Staat.

In jenem Abtrittsvertrag stand, daß die Einwohner des Territoriums, das an die USA geht, amerikanische Bürgerrechte erhalten sollten. Einige schwarzen Seminolen trauten dem nicht und flohen aus dem Land, andere hofften darauf in Freiheit bleiben zu können. Das klappte natürlich nicht, der selbe General nämlich, der die Seminolen zum Angriff auf Florida mißbraucht hatte, wurde da nämlich der Militärgouverneur, und seine erste Amtshandlung war, diesen Artikel ausser Kraft zu setzen.
Damit gab es dann keine Rechte für die Seminolen, für niemanden der kein Europäer war, gabs Bürgerrechte.

Stattdessen zwang man die Seminolen, einen Friedensvertrag zu unterzeichnen, in denen sie ihr Land in Nord Florida zum grössten Teil aufgaben und in einer kleinen Reservation leben sollten, und das in Frieden, wenn sie alle schwarzen Seminolen herausrückten, damit man Sklaven aus ihnen machen kann.
Letzteres wollten die Seminolen nicht tun.
Also hieß es, gut, dann müsst ihr alle aus Nordflorida weg, und die Seminolen mussten sich in weit schlechterem, sumpfigen Land in der Region der Stadt Tampa ansiedeln. Dort mussten sie mit Hunger, Dürre und Sklavenjägern fertig werden.

Doch damit nicht genug. Unser General, der damals seine Versorgungsschiffchen am "Fort Negro" hat vorbeidüsen lassen, war mittlerweile Präsident der USA geworden und hatte sich die Idee in den Kopf gesetzt, alle Indianer östlich des Mississippi müssten da weg und irgendwo in Oklahoma angesiedelt werden, eine Folge davon war u.A. der berühmte "Marsch der Tränen" den die Cherokee auf sich nehmen mussten. (Trail of Tears)
Das ganze nannte sich "Indianer-Raus-Gesetz" (Indian Removal Act).

1834 also erhielt die US Armee den Befehl, die indianischen Seminolen aus Florida wegzuschaffen, die Reservate zu räumen und die schwarzen Seminolen in die Sklaverei zu verkaufen.

Die Seminolenführer, denen diese Pläne eröffnet wurden, wiesen auf den Vertrag hin dessentwegen sie in die Tampa Region überhaupt erst gezogen waren und sahen das überhaupt nicht ein, daß sie nach Oklahoma aufbrechen sollten.
Das bedeutete dann wohl Krieg.

Eine Seminolen-Allianz legte dann wohl ein paar Plantagen in Schutt und Asche und besiegte die US-Armee in einigen Stützpunkten. Ein Jahr lang bekamen die US-Truppen dort auch kein Bein mehr auf den Boden. Von Regierungsseite aus wurde schon Schlimmes befürchtet. Da nämlich gerade die schwarzen Seminolen erbittert kämpften, schließlich gings um ihre Existenz als freie Menschen, bekam der verantwortliche General Angst, daß sich dieser Funke nach den Südstaaten zu den dortigen Sklaven ausbreiten könnte, wenn der Krieg nicht bald beendet würde.
Der General hat dann versucht, die indianischen Seminolen mit freier Passage in den Norden und die schwarzen Seminolen mit Versprechen von Freiheit zu locken, um den Krieg zu beenden. Weiße Sklavenhalter wollten aber auf keinen Fall auf die schwarzen Seminolen verzichten. Deren Ansicht nach waren die ihr vor Jahrzehnten geflohenes Eigentum.
Also ging der Krieg eben weiter.

Im Laufe dieses noch einige Jahre dauernden Krieges starben ca. 2000 Seminolen, auf Seiten der US-Armee starben 1.500 Soldaten. Am Ende wurden die restlichen 4500 Seminolen, darunter auch einige schwarze Seminolen, nach dem "Indianer-Raus-Gesetz" deportiert.

Nur wenige hundert Seminolen, etwa 100-300 Leute, flohen in die Everglades, den "River of Grass". Diese wenigen Menschen sind die Vorfahren der heute noch in Florida lebenden Seminolen, und man könnte sagen, die einzigen Indianer östlich des Mississippi, die dem damaligen "Indianer-Raus-Gesetz" entgangen sind. Und das waren auch die Leute, die ca. um 1920 die Patchworktechnik erfanden, die man "Seminole" nennt.
Ausserdem sind das die Leute, die im Jahr 2006 die Kette "Hard Rock Cafe" für 965 Milllionen US-Dollar gekauft haben.

Bei den nach Oklahoma Deportierten zerbrach die Union zwischen schwarzen und roten Seminolen. In der neuen Reservation waren die Seminolen eine Minderheit und diejenigen mit afrikanischen Vorfahren, waren noch mehr in der Minderheit, die schließlich ausgegrenzt und wieder versklavt wurde. Bis heute gibt es Streit um den Indianer-Status schwarzer Seminolen in Oklahoma.

Quellen: Siehe den Eintrag von gestern, und:
http://www.seminoletribe.com/
http://en.wikipedia.org/wiki/Black_Seminoles
http://www.johnhorse.com/

Samstag, 9. Februar 2008

Die Story von Eleanor und den Seminolen

Ich schaue ja manchmal nachts "Quilters TV" an, um mir einfach paar Nähtechniken anzueignen, dort hab ich schon so manche Anregung gekriegt.
Nun fiel mir dabei eine Frau auf, die wirklich das Klischee der "Horror-Hausfrau" darstellt: Festgetackertes manisches Grinsen, dauernd halb gekreischtes "Isn't it cuuuuuuute!!" "That's sooooooooooooooo nice" und die obligatorische Dauerwelle - zum Totgruseln. Also vom Gucken her die Schlimmste von allen...

Gestern habe ich dann, weil ich echt nix besseres zu tun hatte, mal nach ihr gegooglet. Und was soll ich sagen, jetzt zieh ich vor der Frau den Hut.
Eleanor Burns, so heisst es, hat in den 70er Jahren viele der heute gängigen Nähtechniken für Patchwork, die ich heute täglich verwende, erfunden. Sie hat um Geld zu verdienen, angefangen, Quiltkurse zu geben, ohne je einen Quilt genäht zu haben, und brauchte Techniken die schneller gehen, eben weil sie sich die Dinge paralell zu ihren Kursen selbst beigebracht hat.
Als ihre Ehe in die Brüche ging 1979, und sie mit zwei Kindern allein dastand, hat sie sich mit den Quiltkursen auf die eigenen Beine gestellt.
Es gibt auch eine Legende, wie Eleanor Burns das Kettennähen erfand: Für ihre Kurse zog sie damals in den Hinterhöfen einer Bekleidungsfabrik die verschnittenen Stoffe aus den Abfallcontainern und da war ein viele Meter langes Band von Hosenbund in einer der Container, an dem in regelmässigen Abständen die Hosentaschen angenäht waren. Das brachte sie, der Legende nach, auf die Idee, dieses Prinzip für ihre Patchwork-Kurse anzuwenden.
Vorher haben die meisten Patchworkerinnen mit Pappschablonen jedes Stück einzeln angezeichnet und mit der Schere ausgeschnitten. Eleanor nähte dann Streifen zusammen, schnitt diese auseinander und nähte sie anders wieder zusammen und erzeugte damit viele traditionelle Quiltmuster in viel kürzerer Zeit, daher nannte sie ihre Methode "Quilt in a Day".

Heute ist Eleanor wahrscheinlich stinkereich, hat eine große Firma und mehrere Stoffkollektionen, und eine Nähmaschinenfirma hat sogar ein Eleanor-Burns-Sondermodell laufen.
Also quasi eine Geschichte Marke "American Dream".

Das Streifennähen war allerdings schon vor Eleanor Burns erfunden und gebräuchlich, in den Regionen in Florida, wo Seminolen leben. Die kamen Anfang des 20. Jahrhunderts wohl an Tretnähmaschinen ran, die wurden ihnen von irgendeinem Büro, die Details hab ich nicht im Kopp, ausgeteilt.
Dort entstand dann eine bestimmte Patchworktechnik die nicht wie die Technik von Eleanor Burns bekannte Muster nachahmte, sondern mit ganz eigenen Mustern und einem eigenen Stil verbunden war. Dieser Stil heisst mittlerweile "Seminole".

Übrigens sind die Seminolen ursprünglich kein einzelner Stamm gewesen, oder eine bestimmte Nation von amerikanischen Ureinwohnern. Sie bestanden überhaupt eigentlich nicht nur aus amerikanischen Ureinwohnern, sondern waren so ne Mischung aus Indianern und Afrikanern. Den Namen "Seminolen" bekamen sie von den damaligen Kolonisatoren Floridas, den Spaniern.

Die Seminolen waren aus der britischen Sklaverei geflüchtete und von Kriegen vertriebene Indianer aus dem Norden, hauptsächlich Creek, aber auch Leute anderer Völker, die am Anfang des 18. Jh nach Florida zogen.
In Florida selbst war von der ursprünglichen Bevölkerung, durch Krieg mit den Spaniern und Seuchen wie den Pocken, zu der Zeit so gut wie niemand mehr übrig. Historiker schätzen, daß es einmal zwischen 100000 und einer halben Million Ureinwohner in Florida gegeben hat, im 17. Jahrhundert waren 75% von ihnen ausgelöscht worden. Die Engländer brachen während dieses Jahrhunderts immer wieder nach Florida ein und versklavten die restliche ursprüngliche Bevölkerung. Weniger als 100 Menschen blieben von einer halben Million übrig.

Damit hatten sich die Spanier scheinbar selber ins eigene Fleisch geschnitten, und es war wirtschaftlich äusserst schlecht, wenn man zwar Land hat, aber wenig Leute, damit das Land bewirtschaftet wird. Europäische Siedler - wieso auch immer - wollten nicht genügend kommen, und deswegen versprach der olle spanische König 1693 allen ehemaligen Sklaven, die ordentliche Katholiken werden, zum Militärdienst gehen und das Land bebauen würden, die Freiheit.

Die Neuankömmlinge wurden Bauern und lebten in guter Nachbarschaft mit ehemaligen schwarzen geflohenen Sklaven, die sich auch da ansiedelten und "Black Seminoles" genannt wurden. Afrikanische und indianische Kultur vermischten sich zum Teil und es gab viele gemeinsame Dörfer.

Aber der Friede war nur von kurzer Dauer. Die Briten gewannen die de-Facto-Kontrolle über Florida in den 1760er Jahren. Wieder gabs Kämpfe zwischen ehemaligen versklavten Afrikanern und den Briten, und viele flohen weiter in Richtung Kuba und anderen spanischen Kolonien.

Währenddessen ging die Einwanderung von verjagten Indianern aus dem Norden weiter. Florida war dünn besiedelt, hatte fruchtbares Land, gehörte offiziell zu Spanien und de facto hausten da die Briten und hielten Sklaven, und es gelang den Seminolen - den afrikanischen und den amerikanischen, noch eine ganze Weile, ihre Ansiedlungen und ihre Freiheit gegen die Briten, und danach auch gegen die Weißen aus den neu entstandenen Vereinigten Staaten, zu verteidigen.

Bis zu den sogenannten Seminolenkriegen.

Mal sehen, also jetzt hab ich eh keine Zeit mehr, die Geschichte weiterzuerzählen, wie es den Seminolen erging.

http://www.slaveryinamerica.org/history/hs_es_seminole.htm
http://funandsun.com/1tocf/seminole/semhistory.html

Freitag, 1. Februar 2008

Quilten

Ich habe mit dem Quilten angefangen beim blauen Quilt, und nachdem ich mehr als ein halbes Jahr aus der Übung bin, hab ich die ersten drei Nadeln schon beim 1. Faden verbogen.
Zum Glück hatte ich mir verschiedene Marken zum Ausprobieren besorgt, und da wusste ich noch, welche Nadeln zwar etwas schwerer durch das Sandwich gehen, aber wenig verbiegefreudig sind...
Das waren "Roxanne 11er", damit geht es jetzt echt gut. Trotz, daß ich normale BW-Stoffe und Reste verwendet habe, lässt sich das Ganze einigermassen gut quilten, und ich habe mir die paar schon mal runtergeladenen, aber am PC doch nie angehörten "Witches on Air" Sendungen auf mehrere Audio-CDs gebrannt und hör sie beim Quilten an, das ist sehr nett.

Dienstag, 29. Januar 2008

Endlich Heften!

...endlich habe ich angefangen, den blauen Quilt zu montieren und bin am Heften. Seit über einer Woche wollte ich dafür mal etwas Zeit finden. Zu Klezmer-Musik aus der dose von "Kroke" und mit Nadel und Heftfaden in der Hand sitz ich auf dem Boden und hänge so meinen Gedanken nach, über Musik, über die Fäden zwischen Musikmachenden, und über die universelle Ebene der Verständigung durch Klang und über die starken emotionalen Verbindungen, die entstehen, wenn man sich auf dieser Ebene begegnet.
Verbindung durch Musik kommt doch der Verbindung in Liebe sehr nahe, oder ist es das selbe?

Samstag, 19. Januar 2008

Rollschneiderkauf - ja oder nö?

Auf vielfachen Wunsch von Zauberweib *g* hin, also hier meine paar Gedanken ob man einen Rollschneider kaufen sollte.

Rollschneider sind wie Pizza-Schneiderädchen, nur für Stoff.
Wenn man Stoff wie Pizza schneiden möchte, also in viele, gleich große Stücke mit geraden Kanten und exakter Grösse, dann macht ein Rollschneider Sinn, aber NUR in Kombination mit einer Schneidematte zum unterlegen, und NUR in Kombination mit einem entsprechenden Lineal.
Ohne die Matte wird die Klinge stumpf, und da Ersatzklingen nicht so billig sind, wäre es rausgeschmissenes Geld. Ohne ein entsprechendes (und damit meine ich ein durchsichtiges, mit einem feinen Raster versehenes) Lineal weiß ich nicht, wie groß genau die Stücke sind die ich schneide, und dann könnt ich genauso gut die Schere nehmen, weil ich sowieso anzeichnen und mit Stecknadeln stecken muss, um halbwegs exakt zu werden.

Der Witz am Rollschneider und natürlich dem Lineal *g* ist ja, daß die Stücke Millimetergenau und genau gleich groß werden. Wenn ich damit Patchwork nähe, dann brauch ich die einzelnen Patches nicht vorher auf dem Stoff anzeichnen, ich brauch sie auch nicht mit Stecknadeln zusammenstecken, sondern nur aufeinander legen daß alle Kanten genau aufeinanderpassen und nähen.
Meiner Erfahrung nach geht das Zuschneiden von einzelnen Quadraten z.b. 10 mal so schnell wie mit der Schere.
Das Nähen geht dann etwa 3 Mal so schnell, weil die Steckerei wegfällt.

Keine Erleichterung sind Rollschneider bei:
- Paperpiecing
- "Crazy" Patchwork
- Ausschneiden von Umrissen z.b. wenn ich was applizieren will.
- Klamotten nähen.

Bei diesen Dingen bin ich mit der Schere viel schneller, als wenn ich alles auf der Matte hinlege und umständlich mit dem Lineal den Stoff irgendwie niederhalte, und mit dem Rollschneider komisch rumfuhrwerke. Und da ist eine Schere auch viel bequemer.

Achso, noch vergessen: Ein dafür vorgesehenes Lineal braucht man auch aus Sicherheitsgründen. Dünne, leichte, rutschige, kleine Lineale zum unterstreichen von Überschriften in Schulheften sind nur etwas weniger gefährlich, wie wenn man den Stoff mit den Fingern festhalten würde und mit dem Rollschneider darauf herumfährt. Die Klinge ist sehr, sehr scharf. Ich bin mit der Hand lieber ein paar cm vom Linealrand weg, so daß mir kein Finger über den Rand ragt und etwa mit abgesäbelt wird. Und das ist bissel schwer bei Schullinealen.

Ich hab mir son Set mal besorgt mit einer 30x45 cm Matte, einem 15x30 cm großen Patchworklineal und nem Rollschneider.
Das würde ich auf jeden Fall empfehlen.
Das günstigste Set, das ich kenne, gibts bei www.patchworshop.de - allerdings ist das kleinste metrische Set da mit einer 45x60 Matte und einem 15x60-Lineal. Ich hab für mein kleineres Startset im Nähgeschäft hier mehr geblecht, und bei mir war nicht mal ne Ersatzklinge dabei.
Die haben auch die günstigsten Lineale die ich im Netz gesehen habe.
Wer sich lieber eine Billigmatte von z.b. Ikea holt - soll auch völlig ok sein. Aber von wegen Lineal würd ich echt keinen Kompromiss machen.
Diese Patchworklineale haben Cm-Einteilungen und sehr gut übersichtliche Striche in 2,5mm-Schritten. Weil die meisten Anleitungen für z.b. Patchwork-Blöcke von 0.75 cm Nahtzugabe ausgehen, brauche ich diese Einteilungen am Lineal andauernd.
Und ohne diese Einteilungen wäre der Rollschneider samt Matte für mich recht nutzlos, weil er zwar grade Schnitte macht, aber eine Zeitersparnis ist es nicht grade, weil ich erst umständlich ausmessen müsste.

Also, mein Tip: Erst gucken ob man überhaupt das macht (und ob man es auch öfter macht und nicht einmal), wofür ein Rollschneider nützlich ist, dann auf jeden Fall auch eine Matte und ein ordentliches Patchwork-Lineal dazu besorgen.
Sonst kann ich - das ist halt meine Meinung - das Geld für nen Rollschneider auch gleich zum Fenster rauswerfen.

Freitag, 18. Januar 2008

Neuer Quilt in Arbeit

....hier isser: Den habe ich erst nach dem Wandbehang angefangen und schon ist das Top fast fertig - dank einfachem Muster und Rollschneider kein Problem:

Double Nine Patch

Samstag, 12. Januar 2008

Wieder da vom Behangabgeben

War grade den Wandbehang bei Lucia abliefern. Unterwegs ein Foto vom Päckchen am S-Bahnhof:

unterwegsbehang

Sie hatte schon eine Leiter, Werkzeug und Aufhängehaken besorgt und eine echt schöne Kiefernholzstange.
Wir haben dann so ca. 10 Minuten gebraucht, um den Wandbehang in luftiger Höhe von ca. 3 Metern anzubringen, und dann die folgenden 4 Stunden um davorzusitzen und ihn anzuglotzen.
Ich hätte ja nicht gedacht, daß die Decke in Lucias großem Zimmer SO GUT wirkt - das ist halt ein großes Teil, das wirkt erst, wenn es Platz hat. So hat es sich der Wandbehang sofort an der Wand gemütlich gemacht, und sah aus wie schon immer dort gewesen.
Dann wurde das Ganze noch mit einem Schädel, Lucias Vogelschwinge und einer superschönen Messingglocke bestückt. Mal sehen, wie sich die Decke verändert hat, wenn ich sie das nächste Mal sehe.

Da es dunkel war und ich Fotos mit Blitz hasse (der Blitz tötet Farben und Atmosphäre, und ist bei maggischen Gegenständen für mich eh meist ein Unding) habe ich nicht so die Möglichkeit, euch einen visuellen Eindruck zu vermitteln wie er farblich wirkt. Aber so sähe es aus, wenn man ein 100 Jahre altes Foto davon fände:

sepiabehang

Die reingezeichnete Figur dient zum Grössenvergleich... mein Kopf ging genau zur Vogelschwinge...

Ich bekam ein total schönes tolles Armband mit schwarzen Turmalinen von Lucia geschenkt, ausserdem hab ich schon wieder mein Messer bei ihr vergessen und das Band was den Behang unterwegs zusammenhielt *lol* meine löchrige Birne - vll. hilft Turmalin ja dagegen!

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