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Spiri am Rande

Sonntag, 30. Oktober 2005

Samhain

...habe ich mit Freundinnen schon Samstag gefeiert. Die Wilde Jagd auf dem Berg, Nebel stiegen auf beim Wandern des Spiralwegs nach oben. Ein Altar für die AhnInnen wird aufgebaut. Geistertänze, Schreie und dann Nachtstille, loslassen. Zum neuen Jahr ein Segen mit Orangenblütenwasser.

Verschmierte Gesichtsbemalung im hellen Licht des Strassenbahnabteils.

Der Tod ist groß
wir sind die Seinen,
lachenden Munds
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen
mitten in uns
(Rilke)

Hilf uns, gute Percht, loszulassen, was diesen Winter nicht übersteht, nimm es mit deinen wilden Winden, aber nimm es ohne Grausamkeit.

Freitag, 7. Oktober 2005

Gebet

This is my prayer to thee, my goddess- strike, strike at the root of penury in my heart.
Give me the strength lightly to bear my joys and sorrows.
Give me the strength to make my love fruitful in service.
Give me the strength never to disown the poor or bend my knees before insolent might-
Give me the strength to raise my mind high above daily trifle.
And give me the strength to surrender my strength to thy will with love.


Rabindranath Tagore
("lord" durch "goddess" ersetzt)

Heute war ich im Internet Sacred Texts Archive. Dort gibt es eine Kategorie "Women". Und dort wiederum befindet sich ein Text namens Book of the Goddess. - in dem so lustige Dinge stehen wie "Und die Göttin schwebte in und auf dem Quantenschaum. Und es teilten sich Multiversen" oder so ähnlich. Nunja, das "Buch der Göttin" ist von 2002, und vielleicht ist das auch ganz nett, mit solchen Phrasen wie "Quantenschaum" um sich zu werfen.
Die 9 Gebote des Zirkels der Göttin sind auch irgendwie hanebüchen.. "Du sollst keine Tiere essen, und wenn, dann selten und du mußt dem Tier danken". An und für sich zwar ganz nett, der Gedanke, aber Gebote formulieren, die sich an Äusserlichkeiten wie Ernährung oder gar Bekleidung aufhängen?? Ob ich mir nu eine Burka überschmeissen soll oder dem Tier danken _muss_, wo bleibt denn da die Freiheit und Verantwortung seine Lebensführung selbst in Einklang mit dem religiösen Weltbild zu bringen?

Nein, das ist irgendwie nicht meins...

Hm. Eigentlich wollte ich jetzt keine Satire schreiben - aber ich lasse das mal in der Kombination stehen - passt doch, ein gefühlvolles Gebet und was zum sticheln, kritisieren und lachen. Gute Kombi!

Sonntag, 2. Oktober 2005

Ereignisreiches WE

...obwohl ich durchweg schlapp war.. ist einiges gewesen:

Die liepe Esme war in Berlin und wir haben am Labyrinth ein Astgewebe gemacht. Hier ist ein Bild davon:



Und noch eins:



Also, das Astgewebe ist nicht gaaanz drauf, aber solche Spiegelbilder machen macht einfach zuviel Spaß. Das original-Astgewebe.. *kram auf der Festplatte*



Und dann waren wir noch auf Janas und Markus Floraparty, und da war ich erst so richtig schlapp und habe mich aber trotzdem bis um halb fünf am Morgen aufrecht gehalten (meist)

Und jetzt geh ich Teechen kochen!

Sonntag, 25. September 2005

Woooow

...gestern war wieder eins der perfektesten Festlis überhaupt!
Wir haben das Labyrinth illumniert mit einem Haufen Windlichtern, grösstenteils schnell selbst hergestellt, und haben wieder Musik gemacht, das Labyrinth bereist, und ein kulinarischer Höhepunkt folgte dem nächsten.
Es gab Bandgobi Alu Subji (indischer Eintopf) direkt vom Topf auf dem Feuer, Apfelgelee, Feigen, Curry-Dips, Brot, Kartoffeln aus der Glut, Kaviar, so ne lecker Fischpaste, Kräuterbutter, Weißwein, Birkensaft, Kekse, und die andere Hälfte hab ich vergessen (es war ja auch schon dunkel).

Für die praktische Outdoorhexe gibts wieder mal Anregungen:
- Billige und funktionale Windlichter: Hex nehme Backpapier und schneide einen 5 - 8 cm breiten Streifen von der Rolle ab. Ist die Rolle genügend breit, teilt man den Streifen in 3 gleiche Stücke und legt jedes Stück um 1 Teelicht. Um das Teelicht herum kommt 1 mal Klebeband, fertig. Das Papier hält dann und ist genug von der Flamme entfernt um nicht anzubrennen. Zum Anzünden schiebt man das Teelicht hoch und lässts dann in der Papierumhüllung wieder runterrutschen. Alles aber auf eine feuerfeste Unterlage stellen. Bei uns brannte von allen 40 Windlichtern die mind. 4 Stunden an waren, kein einziges Papier ab, ausser einem, das is aber beim Anzünden passiert.

- Birkensaft, gibts im russischen Laden, ist voll lecker! Das Zeug wird gewonnen indem man im Frühling Birken ansticht und den Saft auffängt.

- Beim Kochen nachts aufm Feuer ist eine Taschenlampe gut um den Topfinhalt sehen zu können *g*



- Essen: Bandgobhi Alu Sabji:
450 g Wirsingkohl
3 Nelken
3 Kardamomenkapseln
1 Zimtstange, 7,5 cm lang
4 EL ghee oder Pflanzenöl
4 Kartoffeln, geschält und gewürfelt
1 EL geriebener Ingwer
1 TL Turmerik/Kurkuma/Gelbwurz
1/2 TL Chilipulver
1 TL Tomatenmark (ich nehme lieber einen guten Schuss passierte Tomaten)
4 Tomaten, geachtelt
1 1/2 TL Salz
1/2 TL Zucker (ich hab Zucker und Salz fast 1:1 genommen)
150 ml Wasser (meß ich nie ab, mach ich mit den passierten Tomaten frei Schnauze rein)

Kohl waschen und schnitzeln und abtropfen lassen. Die Nelken, Zimt und Kardamom fein mahlen und beiseite stellen. Die Kartoffelwürfel in heissem Fett anbraten und wenn sie leicht gebräunt sind umfüllen und beiseite stellen. In dem selben Topf in Öl Ingwer anbraten, dann Gelbwurz, Chili und nach einigen Sekunden den geschnitzelten Kohl dazugeben und rühren dass sich die Gewürze damit vermischen. Dann Tomaten, Kartoffeln, Salz, Zucker und Wasser dazu, den Topf bedecken und auf niedriger Flamme weichschmoren. Vor dem Servieren die gemahlenen Kuchengewürze untermischen.

Quelle: "Vedische Kochkunst", von Adiraja Dasa

Sonntag, 4. September 2005

Labyrinth

laby september

Neues im Labyrinth-Tagebuch!

Samstag, 27. August 2005

HE! Freitag weg?

....haha, hab ich am Freitag gar nix geschreibselt.
Da bin ich nämlich lieber mit Jana inmitten eines ego-privaten Göttinnentempels gesessen, der mit frischem Lavendelwasser gewischt und mit Teppichen und Fellen ausgelegt worden war, im Licht von dicken weissen Kerzen und umgeben von Teekanne, leeren Falafelumwickelungen, Cappucinotassen, und Musik von Karan: Aphrodhita und Dikanda. (Letztere spielen am nächsten Freitag in Berlin!)
Wir haben an einem langen Birkenast der bisher noch recht ungebraucht an einer Wand lehnte, die "Windin" aufgehangen, eine Puppe mit blau-weissen Dreadlocks. Und über Lebensträume geredet - mit dem Ergebnis, daß man anstatt die Lebensträume in den Wind zu schiessen wir lieber so leben, daß wir uns auf deren Verwirklichung vorbereiten. Die nötigen Fertigkeiten und Fähigkeiten lernen, das nützliche Wissen erwerben.

nebelinsel

Leute die das Blog hier im Februar schon gelesen haben, (oder März) kennen das Foto schon. Es ist eine Insel in Berlin, auf der Spree, aber das ist jetzt mal wurscht, es geht darum, daß auf dieser Insel die Anderswelt ist. Aus dieser Anderswelt stammen die Träume... eine andere Welt ist möglich.
Sie schläft im Nebel und erwacht.

Nochmal ein Bild aus den Anfangszeiten dieses Weblogs, zu schön um es nicht nochmal zu posten:

windschwester
(ich - gesehen von meiner felligen Schwester)

Mittwoch, 24. August 2005

Oh happy Day....

...oh happy day,
When the Mitbewohner washed
the Netzwerkproblem away!!

DANKEEEEEEEEEEE
Danke für diesen guten Morgen..

Schalalalalala!
Und dafür gibts jetzt ein Bild von meiner Tongöttin:

Donnerstag, 18. August 2005

O Devi

72-74. Brahma said: 'You are Svaha and Svadha. You are verily the Vasatkara and embodiment of Svara. You are the nectar. O eternal and imperishable One, you are the embodiment of the threefold mantra. You are half a matra, though eternal. You are verily that which cannot be uttered specifically. You are Savitri and the supreme Mother of the devas.

75-77. 'By you this universe is borne, by you this world is created. By you it is protected, O Devi and you always consume it at the end. O you who are (always) of the form of the whole world, at the time of creation you are of the form of the creative force, at the time of sustentation you are of the form of the protective power, and at the time of the dissolution of the world, you are of the form of the destructive power. You are the supreme knowledge as well as the great nescience, the great intellect and contemplation, as also the great delusion, the great devi as also the great asuri.

78-81. ' You are the primordial cause of everything, bringing into force the three qualities. You are the dark night of periodic dissolution. You are the great night of final dissolution, and the terrible night of delusion. You are the goddess of good fortune, the ruler, modesty, intelligence characterized by knowledge, bashfulness, nourishment, contentment, tranquility and forbearance. Armed with sword, spear, club, discus, conch , bow, arrows, slings and iron mace, you are terrible( and at the same time) you are pleasing, yea more pleasing than all the pleasing things and exceedingly beautiful. You are indeed the supreme Isvari, beyond the high and low.

82-87. 'And whatever of wherever a thing exists, conscient( real) or non-conscient (unreal), whatever power all that possesses is yourself. O you who are the soul of everything, how can I extol you (more than this)? By you, even he who creates, sustains and devours the world, is put to sleep. Who is here capable of extolling you? Who is capable of praising you, who have made all of us- Vishnu, myself and Shiva- take our embodied forms?

(Devimahatmyam, Anrufung der Devi von Brahma)
http://sdbbs.tripod.com/devi.html

Dieser Text stammt aus äh.. den hinduistischen "Puranas", das sind epische Texte, die zw. dem 5. und dem 7. Jh entstanden sind. Das Devimahatmyam ist ein Teil vom Markandeya Purana. Warum stelle ich den Text hier rein? Weil die Beschreibung der Devi in dieser Textstelle genau das trifft, was die große Göttin für mich ist. (Wäre natürlich noch schön, wenn ich die Sanskrit-Ausdrücke verstünde).
Und weil die Sicht der Göttin in hinduistischen Texten sich sehr von dem unterscheidet, was in westlichen neuheidnischen Kreisen von der Göttin gehalten wird (Erdgöttin, Fruchtbarkeit, oder Mondin, jedenfalls sehr oft ein leibliches, passives Prinzip), und die Texte von Devi sprechen mehr von einem abstrakten, energetischen, aktiven Prinzip, in welchem Devi zwar das Universum ist, aber weit über das hinausgeht was wir als die sichtbare Welt sehen. Faszinierend gelle?

Noch n Text dazu

Mittwoch, 3. August 2005

Neuer alter Text im Knistern...

...ich hab den Text über Matriarchate überarbeitet.
Es sind voll interessante Infos dazugekommen über die Minangkabau auf Sumatra und die Irokesen (Haudenosaunee) in N-Amerika.
hier lang zum Text

Hier bitte diskutieren *g*

lalalallü
Schubidu
War ganz schön viel Recherchiererei das Ganze *Schweiss abwisch*

Montag, 27. Juni 2005

Mittsommernachtstraum

tischlitha

War eher ein Mittsommertag ;)
Das auf gestern zu schieben hat sich voll gelohnt. Es war nicht mehr so heiß und schwül, sondern sonnig und warm aber nicht drückend.
Nachdem es bei der Anfahrt ein paar Probleme gab und wir erst eine Stunde später vollzählig waren, haben wir erstmal gepicknickt und dann ein richtig schönes Ritual im Labyrinth gemacht.

Und - zum Auslöschen vom Feuerchen später - total praktisch: Wasser-Faltkanister. Warum eigentlich steht auf keiner Hexenseite im Internet, daß diese Handwägelchen um Sachen in und aus dem Wald zu transportieren zur magischen Ausrüstung dazugehören sollten? Zu banal?

mittsommer

Hier noch nachträglich der Absatz über Beifuß den ich nicht auswendig konnte:

Erinnerst du dich, Beifuß, was du verkündest,
Was du anordnest in feierlicher Kundgebung,
Una heißt du, das älteste der Kräuter;
Du hast Macht gegen drei und gegen dreißig,
Du hast Macht gegen Gift und Ansteckung,
Du hast Macht gegen das Übel,
das über das Land dahinfährt.«
Aus einem angelsächsischen Neunkräutersegen 11. ]h.

Mehr darüber gibts hier: Beifusstext

Übrigens noch ein paar schöne Fotos hat Jana gemacht.

Und ich hab gemerkt, es gibt im Labyrinth diese "tückische Nordkurve" wo es offenbar leicht ist, in der Kehre zu stehen und plötzlich nicht mehr zu wissen wo man herkam und wo es weitergeht ;-)
Wenn ich so auf die Karte gucke, dürfte das Labyrinth mit dem Eingang ca. nach Osten gerichtet sein.

Und musikmässig am Feuer wars dann wieder voll genial :-))
Nur leider zu kurz, weil ich hätte noch die ganze Nacht durchfeiern können *g*

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