Tagebuch
...ich glaube, ich hab mich zu früh gefreut. Beim Spinnen mit der "Langer-Auszug-Technik" sind die Anfangsschwierigkeiten wieder da. Is aber auch fies, wenn die Spindel immer vollgeladener mit Garn wird und immer schwerer.
Zusätzlich hab ich natürlich auch noch ein Bündel mit Fasern mit anderen Fasern irgendwie durch von Hand rumzuppeln zusammengemischt. Dass sich das dann nicht so gleichmässig ausziehen lässt wie ein gekaufter Kammzug, ist auch irgendwie klar. Naja, Übung macht die Meisterin.
Heute war ich unterwegs mit dem Männe, und zwar sind wir zum Baumarkt und haben nochmal Teile gekauft (4 Spindeln reichen mir ja nicht, ne) und danach sind wir in die Firma gefahren und haben die mit der schicken Standbohrmaschine durchlöchert. Das geht natürlich vieeeeeel besser, wie mit einer Handbohrmaschine!
Danach waren wir noch in Schuhläden, weil der Mann einen Schuh-tick hat im Moment. Aber er hat nix gesehen, was ihm total gefällt. Dafür hab ich so ne "Wandersandalen" gesehen die mir einfach nur perfekt passen. Und arg teuer waren sie auch nicht. Die hab ich mir dann gekauft. So kann ich meine ganzen selbstgestrickten Socken ausführen, so dass man auch was davon sieht... hähä... genial!
distelfliege - 18. Apr, 21:42
...heute hab ich bei Lucia schön gesponnen und gestrickt, und einen schönen Nachmittag verbracht. Bei uns beiden geht es gerade deutlich positiv voran. Und ich hoffe, auch bei euch sind positive Entwicklungen im Frühling zu sehen.
Ich habe hier mal ein Fluff-Foto: Das ist ein Paket mit Spinnwolle vom
Wollschaf. Ich freu mich schon, die zu verspinnen. Hinterher - also im Sommer, soll mit der Wolle dann mal eine Pflanzenfärbaktion stattfinden.
Genauso fluffig und flauschig, dabei aber noch schön rot und süss, ist Lucias Kater Robin:
Eine flauschige Woche wünsch ich... :-)
distelfliege - 6. Apr, 23:04
ich hab den sonnigen, warmen und windigen Frühlingstag damit verbracht, meine Bude von Grund auf zu reinigen. Mit Möbelrücken und allem Drum und Dran. Dabei habe ich festgestellt, dass ich immer noch eine Kleidermottenproblematik habe. Es waren zumindest noch ein-zwei Stellen da, wo offenbar Eier abgelegt wurden von den lieben Tierchen. Die gute Nachricht ist aber, dass nirgendwo Schäden sichtbar waren. Z.b. habe ich so eine Schwammunterlage zum Nadelfilzen, die ich nach meiner letzten Entrümpelungs+Putzorgie trotz Mottenbefalls in der Wolle nicht mit eingefroren oder entsorgt habe. In dieser Unterlage waren noch Wollfasern gewesen und auch ordentlich Motteneier, ich nehme es jedenfalls an, dass die Pünktchen Motteneier waren. Alles noch ungeschlüpft. Den Viechern blieb wohl keine Zeit zu schlüpfen und etwas anzugreifen. Anderes Beispiel, die haben seinerzeit den Fellbesatz meiner Trommeltasche befallen. Seitdem wird die Tasche immer wieder kontrolliert und auch regelmässig mal ausgeklopft. Keine Probleme mehr. Ein Rest des Fellbesatzes fuhr allerdings noch irgendwo in einer anderen Ecke rum, und war bei der letzten Putzaktion "durchgerutscht"... wie das Filzkissen. Auch der war voller Motteneier. Aber auch da noch keine Larven und natürlich auch noch keine Schäden.
Es sieht ganz so aus, als ob regelmässige wirklich gründliche Reinigungsorgien dem Viehzeug keine Chance mehr lassen. Es fliegt zwar vereinzelt rum, aber seine Eier und Larven finden keinen ruhigen Nährboden. Und das ist sehr gut.
Ich hänge mir nach einer Reinigungsorgie einen Zettel an die Wand, wann die nächste Reinigungsorgie stattfinden sollte. "Anfang April" stand auf dem Zettel... ha, ist das schon mal fast abgearbeitet, ein anderer Raum muss noch.
Aber was mal eine Mottenplage war, kann man jetzt nicht mehr so nennen. Eine einzige Motte hab ich beim Putzen aufgestört. (Friede ihrer Asche). Ich weiss nun auch, wo deren "Ecke" in meinem Zimmer ist. Dort hab ich denen jetzt ein bischen Rohwolle hingelegt. Ich nehme an, die wird dann zu allererst befallen. Da hab ich dann zumindest einen "Anzeiger" der mir sagt, wann ich spätestens wieder eine Aktion starten muss.
distelfliege - 3. Apr, 02:13
Heute war wieder einer dieser Termine, Stichwort "Gruppenpsycho". Ich fühle mich erstmalig nach einem solchen Termin NICHT ausgepumpt, auf verlorenem Posten und völlig unzufrieden mit mir selbst. Ich fand alles sogar recht konstruktiv. Die nächsten Tage werd ich also wohl gut überleben und heute nacht auch keinen Albtraum kriegen, hoffe ich.
Ausserdem bekam ich ein Paket mit Spinnwolle!! Juhu!!!
Ich habe ja einiges mittlerweile gesponnen. Ich spinne noch das grüne Dochtgarn, das ich später mit sich selbst verzwirnen will. Dann hab ich 50g Bergschaf gesponnen, zu einer beachtlichen Länge. Das habe ich abgehaspelt auf die Beine eines Hockers, und die Spindel gleich mit dem nächsten Einfachgarn besponnen, das soll dann auch abgewickelt werden, und danach werden zwei weitere "Singles" gesponnen, die mit den ersten 2fach verzwirnt werden. Es soll ein Farbverlauf von Weinrot zu grünbeigebraun zu dunkelbraun entstehen. Von jeder Farbe sollen es 50g werden, mit einem Übergang dazwischen.
distelfliege - 1. Apr, 22:47
Heute hab ich von
der Endlosfädigen Petra ein kleines Paket bekommen! Da drin waren tolle Sachen! Und zwar ein paar Lederreste zum Basteln und weiche Schaf-Rohwolle zum Spinnen, und daaaaann noch: eine grüne Filzseife, und ein gefilztes, mit Federn und Muscheln besticktes Nest!
Für das Nest liegt hier schon seit Jahren (mit Unterbrechung) auch das passende Ei herum: das "Steinerne Ei", ein fast kugelrunder, magisch-mystischer Stein, den ich im Lehm meiner Zwischendecke gefunden habe, als das Haus saniert worden ist. So sieht das steinerne Ei im Nest aus:
Und wo ich schon dabei war, habe ich auch gleich Fotos gemacht von dem andren Paket, das mir
Esme geschickt hatte, und das mir letztendlich zum Spinnen den Anstoss gab:
Zu ihrer tollen handgesponnenen Wolle hat mir Esme noch ihre Haus-Räucherstäbchen gelegt, ich hatte mal beim Wichteln welche von ihr bekommen und seitdem erfolglos nach der Sorte gesucht.. *g* (mittlerweile weiss ich aber von ihr, welche Sorte es ist und kann mich selbst damit versorgen)..
Das weisse Knäuel ist sage und schreibe Katzenhaargarn, voll irre :) es ist schwer und weich.
Vielen Dank euch beiden!
distelfliege - 29. Mär, 00:03
..ich bin zudem auch noch krank (Erkältung). ich hoffe, dass es ne kurze Erkältung bleibt. Anstrengend finde ich zur Zeit die zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen, die auch in meinem Umfeld grassieren. Ich bin seit dem Rauchfrei-Sein irgendwie präsenter und meine Emotionen sind deutlicher und Vieles geht mir auch näher als davor. (Witzigerweise geht das scheinbar nicht nur mir so, eine andere "
Stop-Simply"-Chatterin erzählte mir neulich das gleiche von sich selbst.
Da ist es schon unerquicklich, die aktuelle Lage. Erkältet und seltsamerweise trotzdem sehr konzentriert ging ich also heute zu unserem Haus-Mediations/Coaching-Vortermin und dachte mir "nachher kann ich ja immer noch gepflegt zusammenbrechen", was jetzt auch mehr oder minder zutrifft.
Es wird sicher noch anstrengender.
Wie man hier im Blog an den weniger eintrudelnden Beiträgen sieht, bin ich auch allgemein überfordert. Die Tage hatte ich mir eigentlich vorgenommen, mit einem Helferwesen aus der Anderswelt zu dem Thema zu konferieren. Dazu fühle ich mich jetzt prompt zu schlapp.
distelfliege - 27. Mär, 00:05
...würde ich ja eher vergessen.
Ausser Spesen nix gewesen, bzw. Nerven gekostet hatte diese vergangene Woche. Es sind tolle Bilder bei jenem Schneespaziergang entstanden, aber die mag ich nicht für das Project 52 (ein Foto die Woche) verwenden um sie respräsentativ für die ganze Woche stehen zu lassen... hm... oder vielleicht doch, vielleicht lohnt es sich auch echt nicht, sich später an Stress und Nerv zu erinnern, während man sich eigentlich fragt: Hm, wann war noch gleich der tolle Schneespaziergang gewesen?
distelfliege - 23. Feb, 11:34
Das Foto dieser Woche für das
Project 52.
Diese Woche schickte meine Zahnärztin fürs erste nach Hause. Wenn alles gut geht und mein Zahn nicht wieder schlimmer wird, bin ich dann im Herbst wieder dort zur normalen Kontrolluntersuchung. Mein Zahnkrimi vom letzten Herbst ist leider noch nicht ganz abgeschlossen, da leider immer noch die volle Empfindlichkeit vorhanden ist und nachdem sich einiges besserte, stagnierte die Heilung dann bei so einem "man kann fast wieder damit was kauen, aber halt nur fast"-Zustand. Alles was ich damit kauen kann wird auch gekaut, damit der Zahn nicht völlig aus der Übung kommt. Die Zahnärztin meinte dass bei einem derart tiefen Schaden wie bei dem Zahn das wirklich so lange dauern kann dass sich das von selbst erholt, und hat damit meinen Selbstheilungskräften ein weiteres Mal die Sache übergeben. Das find ich ja nicht mal das Schlechteste. Also bin ich wieder dran *ächz*
Ausserdem war ich ja zur Zahnreinigung und zur Putzberatung, und habe mir jetzt eine "Dentalstation" (Insiderbegriff hier im Haushalt) gekauft, mit elektrischer Bürste und Munddusche. Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr den Wendepunkt zu überschreiten, also dass meine Zähne jetzt nicht mehr kaputter werden, sondern dass ich den Verfall wirklich erheblich verlangsamt und dann gestoppt bekomme.
Ein Gutes hat der dauerzickende Zahn: er macht mich wenigstens täglich auf meine Zähne aufmerksam und wenn ich es so nicht lerne, wirklich meine Mundhygiene, die momentan absolut zufriedenstellend ist, zur guten Gewohnheit zu machen, dann wüsste ich nicht, wie. Damit hat der Zahn immerhin erreicht, was durch jahrelange gute Vorsätze nicht möglich war. Und bei der Zahnreinigung wurde ja geguckt wie meine Zähne so gepflegt sind, und das - bekam ich bescheinigt - ist im Moment absolut gut.
Links auf dem Foto übrigens die "Neue", eine Oral B Professional Care, und rechts die "Alte", eine Philips sensiflex. Die philips ist nicht schlecht, allerdings ist es schwierig, dafür Bürstenköpfe zu bekommen. Ich habe sie mal bei Plus im Nonfoodbereich gekauft, und es gibt hier in der Nachbarschaft keinen Laden, der die Zubehörteile für diese Zahnbürste führt. Die mitgelieferten sind jetzt leider alle. Oral B dagegen führen hier sämtliche Läden die elektrische Zahnbürstenteile verkaufen. Vielleicht bekomme ich die Köpfe für die Philips auch mal online, allerdings ist die Bürste nun auch schon einige Jahre alt und ich kann das online schlecht beurteilen, ob die Köpfe passen werden.
distelfliege - 13. Feb, 17:21
Angeregt durch keinen speziellen Kommentar, aber so die Gesamtrichtung, in die der ein oder andere Kommentar in letzter Zeit tendierte:
Ich bin kein "Universalgenie", sondern ein Mensch.
Mir ist klar, daß es nur gut gemeint ist, dass viele meinen, ich fühle mich irgendwie geschmeichelt wenn es heisst:
Ich beneide dich
beneidenswert
wehe, du weisst das nicht zu schätzen wie du immer gleich alles kannst
du Universalgenie..
viele wären sicher froh drum wenn sie in meiner Situation wären, in einer Situation wo ein paar Leute von einem meinen, man könnte alles sogleich, man kriegt alles so gut und so schnell hin, und man wäre ein Genie. Wieso bin ich denn so undankbar dafür?
Vielleicht bin ich so "undankbar", weil es einfach nicht der Wahrheit entspricht, mir fällt nämlich nicht alles einfach so in den Schoss.
Ich kann auch nicht alles "gleich".
Mit dem entsprechenden Elan und wenn einen etwas wirklich packt, beschäftigt man sich fast 24 Stunden am Tag mit nichts anderem! Und man arbeitet enstprechend hart daran! Entsprechend schnell entwickelt man Fertigkeiten und Kenntnisse. Das ist dann bei jedem Menschen so! Unter den Umständen ist es kein Zeichen von Genialität, wenn man schnell Fortschritte macht. Das ist schlicht Normalität. Beispielsweise kenne ich eine Strickerin, die etwa zur gleichen Zeit, als ich mit Patchwork anfing, mit Stricken anfing, und von Anfang an schwierige, reizvolle Sachen strickt. Sachen die manch andere ihr Leben lang nicht anfängt.
Als ich mit Patchwork anfing, war es gleich ein grosser Quilt als Erstlingswerk.
Jeden Tag habe ich gelesen, genäht, und gelernt. Es gibt viele Patchworkerinnen die sich das am Anfang nicht zutrauen. Das ist imho Quatsch, weil ob man viele oder wenige Patchworkteile zusammennäht, und die Gesamtfläche der Arbeit dann gross oder klein wird, ist von der Schwierigkeit her völlig egal. Aber zurück zum Punkt. Viele trauen sich das nicht sofort zu und fangen mit kleinen dingen wie Topflappen an. Gut, okay. Ist aber kein Grund z.b. jemanden wie mich zu bewundern oder anzunehmen ich hätte dafür irgendein Talent. Das war kein Talent. Das war Arbeit. Zwar hat diese Arbeit Spass gemacht, aber es war erarbeitet.
Talent hab ich z.b. für Farbkombinationen oder Bildkomposition, das hab ich mir - jedenfalls nicht das ich wüsste - nie erarbeitet. Das war einfach so da. Wie eben jede/r so für irgendwas ein Talent hat. Ein Talent ist meistens auch keine Sache, die man direkt so verwenden kann. Also z.b. ein Gefühl für Farbe zu haben alleine, das bringt einem nicht viel. Man muss auch was mit Farben machen, z.b. Webdesign oder FriseurIn oder MalerIn oder so, das wiederum muss man lernen. Ich kenne niemanden der z.b. auf die Welt kam und spontan 10 Sprachen sprechen konnte, aber viele, die ein Talent für Sprache haben. Das bringt einem nur nix, wenn man keine Sprachen lernt und regelmässig spricht. Und das ist was? Ja richtig, Arbeit!
Ich bin z.b. sicher auch nicht zu blöde für Linuxkram - ich bringe schlicht nicht die Motivation auf und das Interesse an Betriebssystemen bringe ich auch nicht mit, so dass das Erarbeiten von solchen Dingen für mich nur Quälerei wäre.
Ich hoffe, ich hab hier jetzt mal mit dem Gerücht aufgeräumt, dass ich immer sofort alles perfekt kann. Das ist 'ne Ente. Also gar kein Grund mich für Dinge zu beneiden, die gar nicht vorhanden sind.
PS: Dieser Beitrag ruht in meinem Blog offline seit Mitte Januar (2009-01-21 16:55), ich habe ihn nicht veröffentlicht, weil ich dachte, die Leut gewöhnen sich an die Strickerei hier... aber da das doch noch aktuell ist wird das nun doch mal veröffentlicht.
distelfliege - 10. Feb, 11:20
tja, nun hat mich Herr Distelfliege überredet, mich vom doch ganz tollen "natural keyboard" von microsoft umzugewöhnen auf eine dieser stylishen Appletastaturen aus gebürstetem
Stahl Aluminium mit weissen Tasten drauf. Aussehen tut es ja schon mal toll. Tippgeräusche sind auch keine bzw. sehr leise, und auch der Ergonomie-faktor ist ganz okay, weil die Tastatur so flach ist und die Tasten sind auch sehr flach. Dadurch kann man die Hände gut auf den Tisch aufstützen.
Aber die Tippfehler die ich damit mache, wo ich doch auf dem natural Keyboard das 10-Finger-System gelernt habe.

distelfliege - 7. Feb, 22:57