Tja, also ich bin von den Socken... ich hab anlässlich eines ziemlich bedeutsamen Erfolgserlebnisses in meiner jüngsten Vergangenheit, das hier nicht näher bezeichnet wird, von meinem Vater ein Geschenk in Form von Moneten bekommen. Da ich gefühlsmässig "eh schon alles habe" habe ich mir halt dann was geleistet, was ich eigentlich denke, nicht verdient zu haben.
Ich habe mir eine digitale Spiegelreflexkamera gekauft.
Tja, ich denke tatsächlich, ich hätte sowas gar nicht verdient, beispielsweise, weil andere viel mehr Zeit und Mühe in die Fotografie stecken, als ich je da reinzustecken bereit sein werde, und ich komme mir im Moment einerseits ziemlich euphorisch vor und auch lernbereit, auf der anderen Seite komme ich mir aber vor, wie wenn ich etwas habe was ich eh nie richtig ausschöpfen können werde...
Also, in etwa ist das so ein Gefühl wie damals, als ich mir immer eine grosse Trommel versagt habe, weil ich gedacht habe, mit meinem versagenden Rhythmusgefühl hätte ich keine Trommel "verdient".
Und ich komm mir vor als sollte ich dazu lieber schweigen, weil ich habe generell mein glückliches Leben, und luxuriöses Schwelgen in dem was ich wirklich machen will, mit dem richtigen Werkzeug und dem ganzen Überfluss, zwar verdient, aber andere, die ich kenne, hättens eben genauso verdient.
Vielleicht lässt sich dieses Schuldgefühl konstruktiv nutzen, indem ich mich dann doch dazu antreibe, diesen Schatz auch ordentlich nutzen zu lernen. Zur Not geh ich in einen VHS-Kurs zum Thema Fotografieren! Jawohl!
Eigentum verpflichtet! (Dabei hab ich in diesem Jahr doch eigentlich genug Lernstress gehabt..)
Wie dem auch sei, ich hab damit schon rumgeknipst und mir ist eine richtig tolle Aufnahme gelungen, vielleicht auch zwei, aber der Rest ist irgendwie nicht so gut gewesen, und ich habe absolut keine Ahnung, wie die 2 guten Aufnahmen im Gegensatz zu den 20 schlechten, zustande kamen.
Wo ich einen starken Unterschied merke zur Pocket-Digikamera, ist, daß halt auf ein Objekt scharf gestellt wird, und grade bei Nahaufnahmen verschwimmen die anderen Objekte aufs Extremste. Da muss das Hauptobjekt an sich schon schön scharf sein, sonst hilft das Nachschärfen am Computer auch nimmer so viel *g*
also, dieses Bild war eigentlich wirklich genau so, ich hab daran gar nichts modifiziert, ich glaube, einen Tick noch nachgeschärft, das hätte aber nicht sein müssen:
Und das fand ich einfach... öh... ja... kitschig-schnuffig *g*
Es ist sichtlich bearbeitet worden:
Nicht gezeigt: Die 20 anderen Bilder, die "nix geworden sind".
Apropos... das ganze war ein Einsteigermodell... hat 6,1 Megapixel (meine Sony-Pocket-Digi hat 7,2 Megapixel...) aber ich häng irgendwie noch der Ansicht an, daß Megapixel nicht alles sind. *g*